Seit Oktober ist in der deutschen Bundesliga nur Bayern München erfolgreicher als Hoffenheim. Die größte Überraschung dieser Saison brachte dem steirischen Trainer von Hoffenheim, erstmals die Einladung ins ZDF-Sportstudio, wo er auch zweimal an der Torwand traf. Einmal beim Probeschuss, dann auf Sendung, beide Male rechts oben. Sein Assistent, Landmann Uwe Hölzl, stellte ihn in unverkennbar steirischen Tönen als „ganz schlauen Fuchs“ vor. Das bewies Ilzer danach, als er über seine Prinzipien sprach. Etwa, niemals den Glauben an sich selbst zu verlieren. Wenn man bereit für Blut, Schweiß und Tränen sei, viel zu investiert, Schmerzen in Kauf nimmt, dann werde man den Preis dafür bekommen. Den großen Umbruch im letzten Sommer nach dem Fast-Abstieg nannte Ilzer einfach „eine schöpferische Zerstörung!“
Den Zusammenhalt zwischen Sportchef Andreas Schicker und ihm, der sich bei Sturm Graz entwickelt hatte, lobt Ilzer als beispielhaft für die ganze Bundesliga: „Wenn das so funktioniert wie bei uns, dann gibt sas den Spielern keinen Platz, Ausreden zu suchen!“ Kapitän Oliver Baumann, derzeit die Nummer eins im deutschen Teamtor, lobte Ilzers klare Ansagen, wie er mit länger in der Kabine bleiben, gemeinsam Essen gehen, einen Tamgeist entwickelte: „Wir haben einen brutalen Zusammenhalt, eine starke Mischung“, zog Ilzer zufrieden Bilanz. Da der VfB Stuttgart Sonntag daheim gegen Union Berlin mit Leopold Querfeld beim 1:1 (0:0) zwei Punkte liegen ließ, blieb Hoffenheim Dritter. Nächster Gegner ist Samstag auswärts Eintracht Frankfurt, wo es Sonntag zum Trainerwechsel kam. Dino Toppmöller, der 2023 Nachfolger von Oliver Glasner wurde, musste gehen. Nach Rang drei in der letzten Saison zog Sportchef Markus Krösche wegen Platz sieben nach 18 Runden und einer negativen Tordifferenz mit 39 kassierten Treffern die Reissleine. Als möglicher Nachfolger werden auch zwei Ex-Salzburg-Trainer genannt: Roger Schmidt und Marco Rose.
Teamstürmer Michael Gregoritsch muss nach der Rückkehr zu Augsburg weiter auf den ersten Sieg warten: Sonntag wurde er beim 2:2 (0:0) gegen seinen Ex-Klub Freiburg unmittelbar nach Freiburgs Ausgleich zum 2:2 in der 62. Minute ausgetauscht. Augsburg liegt als 15. vier Punkte vor einem Abstiegsplatz. Samstag wird es in München gegen Bayern sicher keinen Punktezuwachs geben
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