Fußball

Bei Fodas „Einserfrage“ ist Schalke-Debütant Fraisl noch außen vor

Daniel Bachmann bei Watford mit einer Knieverletzung zweimal nicht im Einsatz. Stellte sich für Österreichs Teamchef Franco Foda vor den Oktober-Qualifikationsspielen auf den Färöer und in Dänemark wieder die Einser-Frage bei den Torhütern? Heinz Lindner, der mit dem FC Basel durch ein 3:1 im Schweizer Spitzenduell Tabellenführer blieb, und LASK-Kapitän Alexander Schlager sind gleichwertige Alternativen. Sicher noch außen vor ist der österreichische Tormann, der Samstag Abend beim 2:0 in Rostock sein erfolgreiches Debüt im Tor des deutschen Kultklubs Schalke feierte: Martin Fraisl. Schafft der selbstbewusste 28 jährige Niederösterreicher (Bild oben) dort den Sprung zur Nummer eins?

Schalke ist die fünfte Station von Fraisl in den letzten fünf Jahren. Nach dem Floridsdorfer AC, Botosani in Rumänien, dem deutschen Zweitligisten Sandhausen (bei dem die Rapid-Ikone Stefan Kulovits seit letzten Dienstag nicht mehr Trainer ist), ADO Den Haag und seit Juli Schalke. Das Ende in Sandhausen im letzten Dezember verlief nicht ohne Nebengeräusche: Präsident Jürgen Machmaier setzte ihn wegen eines Vorfalls in der Kabine, in der sich der von der Nummer eins zum Reservisten degradierte Fraisl gegen den Trainer stellte, vor die Tür. Mit ADO Den Haag stieg er im Frühjahr aus der Eredivisie ab, aber er bekam einen Vertrag beim deutschen Absteiger Schalke. Als ablösefreies Schnäppchen, das gut vernetzte Berater an seiner Seite hat. Die SPOCS-Agentur und Sascha Lempacher.

Fraisl präsentierte sich von Anfang an sehr selbstbewusst, meldete gegen Schalkes deutschen Stammtormann und Topverdiener Ralf Fährmann Ansprüche auf die Nummer eins an. Mit der Versicherung, er sei es gewohnt, voranzugehen: „Ich bin kein Nur-Daumendrücker, der nur für das Training da ist und lächelt.“ In der achten Runde bekam er die Chance, dies zu beweisen. Weil er laut Trainer Dimitrios Grammozis im Training zeigt, dass er unbedingt ins Tor will. Den Konkurrenzkampf  seiner drei Torhüter beschrieb Grammozis als eine Art „positiven Hass, mit dem sie sich hochgeschaukelt haben“. Der Fraisls acht Jahre älterem Landsmann Michael Langer nicht gut bekam: Er erlitt einen Kreuzbandriss, musste operiert werden.

Grammozis sprach von einer Entscheidung für Fraisl und nicht gegen Fährmann, der zuvor in sieben Runde elf Tore kassierte. Fraisl spielte zu „null“, was der ehemalige LASK-Verteidiger  Reinhold Ranftl von der Ersatzbank sah. Dort saß der Steirer bisher öfters als er spielte. Fraisl hatte zu Beginn bei 0:0 eine starke „eins gegen eins“-Reaktion, griff dann bei einer Flanke vorbei, was aber keine Folgen hatte.“ Fraisl hat uns Stabilität gegeben“, lobte Grammozis. Daher wird der Tormann Sonntag seinen Einstand in der Gelsenkirchener Schalke-Arena gegen den Vorletzten Ingolstadt geben. Für Schalke ist der Aufstieg sozusagen Pflicht. Derzeit liegen die „Knappen“ nur auf Platz acht. Vier Punkte hinter dem Sensations-Tabellenführer Jahn Regensburg, drei hinter dem Hamburger Kultklub St. Pauli, der dank Guido Burgstaller in Karlsruhe 3:1 gewann. Der Kärntner verwandelte einen Elfmeter zu seinem sechsten Saisontor, bereitete die anderen zwei Treffer vor.

Foto: Schalke 04.

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