Acht Ausfälle, keine kompletten vier Fünferblöcke, nur 18 Feldspieler zur Verfügung, von denen acht Legionäre waren – aber dennoch gewannen die Vienna Capitals 14 Runden vor Ende des Grunddurchgangs das erste der wichtigen „Kellerduelle“ in der ICE League dank eines starken Schussdrittels gegen den EC Villach mit 5:2 (1:0, 1:2, 3:0). 6100 Zuschauer auf den Tribünen der Steffl-Arena verliehen dem letzten Aufgebot von Head Coach Kevin Constantine beim sechsten Spiel innerhalb von elf Tagen offenbar zusätzliche Kräfte. Die total verunsicherten Kärntner setzten ihre Negativserie fort. Zehn Legionäre unter den 19 Feldspielern, aber kein ausländischer Tormann. Auch das trug zur Niederlage bei. Denn der 37 jährige Rene Swette war der schwächere Goalie als sieben Jahre jüngere, aus der schwedischen Allsvenskan gekommene Amerikaner Evan Cawley im Capitals-Tor, der eine Fangquote von 93, 94 Prozent hatte. Er steigerte sich erst zum Rückhalt, seit er nach der Knieoperation von Sebastian Wraneschitz in jeder Partie spielt. Es war sein 19. Spiel in Folge. Wird interessant, was passiert, wenn Wraneschitz wie erwartet Ende des Monats sein Comeback feiern wird.
Die Capitals gerieten nie in Rückstand, gingen durch den 20 jährigen Felix Koschek der wegen der Ausfälle in der ersten Linie mit Kapitän Linden Vey und Mitch Hults begann, rasch in Führung. Verkrafteten im Mitteldrittel, on dem innerhalb von drrei Minuten drei Tore fielen, zweimal Villachs Ausgleich. Im Schlussdrittel trafen Leon Wallner, Vey und Mitch Hults. Zum vorentscheidenden 4:2 leistete Villachs Verteidiger aus Lettland, Arturs Kulda, die Vorarbeit für Vey. Solche schweren Fehler begingen an diesem Abend die Wiener Legionäre nicht. Bei 4:2 hole Villachs Coach Pierre Allard Swette für einen sechsten Feldspieler vom Eis, kurz darauf musste der kanadische Center Adam Halewka auf die Strafbank. 17 Sekunden vor Schuss traf Colts ins leere Tor. Mit dem Sieg, den Cosnattine als großartig bezeichnete, holten die Capitals Platz acht zurück, liegen damit vier Punkte vor Rang elf, da Ferencvaros in Laibach chancenlos war, 1:5 verlor, drei vor den Villacher Verlierern und einen vor den Linzer Black Wings, die mit ihrem Wiener Head Coach Philipp Lukas Freitag in der Steffl Arena gastieren.
Tabellenführer KAC konnte mit dem knappen 3:2 (2:1, 1:0, 0:1) gegen Pustertal die Führung ausbauen, da die Grazer 99ers in Ungarn bei Fehervar 2:5 verloren. Der KAC hat damit vier Punkte mehr als der Zweite. Im 1000. Spiel von Salzburgs Kapitän Thomas Raffl feierte der Meister den elften Sieg hintereinander – 2:1 in Bozen nach Penaltyschießen.
Foto: Vienna Capitals/Manfred Szieber.