Es isr zwar nur die Conference League, der dritte europäische Bewerb, aber dennoch bedeutete für Crystal Palace das 2:0 (1:0) gegen Bosniens Meister Zrinjski Mostar und der Aufstieg ins Achtelfinale wieder einen Meilenstein in der Ära von Oliver Glasner. Zwar kein so bedeutender und großer wie letzte Saison der Triumph im FA-Cup, im August der Gewinn des Community Shield, aber doch einer. Weil die „Eagles“ aus dem Süden Londons zuvor noch nie unter den letzten 16 eines europäischen Bewerbs standen. Und die Reise könnte noch weitergehen: Im Achtelfinale ist entweder Mainz, der 13. der Bundesliga, oder Omonia Nikosia der Gegner. Vor 25.000 Zuschauern im Selhurst-Park dominierte Crystal Palace das Geschehen, es gab aber gegen die Menschenmauer vor dem Strafraum der Bosnier keine zündenden Ideen, um klare Chancen zu kreieren. Die Führung gelang nach 36 Minuten aus einer Standardsituation Den Freistoß von Adam Wharton verwertete Abwehrchef Maxence Lacroix (Bild) per Kopf. Als die Bosnier mehr riskierten, ergaben sich aus Kontern klare Chancen, die ungenutzt blieben. So fiel das 2:0 durch den Franzosen Evann Guessand erst in der dritten Minute der Nachspielzeit. Erstmals seit Monaten gelangen Crystal Palace zwei Siege hintereinander, Sonntag in der Premier League gegen Manchester United in Old Trafford wird es viel schwerer.
In der Europa-League war es mit der Ausnahme von Ex-Rapidler Nikolas Sattlberger kein guter Abend für Österreicher. Marko Arnautovic schied mit Roter Stern Belgrad nach dem 1:0 in Lille durch eine 0:2-(0:1-)Heimpleite aus, bei der er in der 46. Minute eingewechselt wurde. Bei den Franzosen war der 39 jährige Weltmeister Oliver Giroud zum Unterschied vom Hinspiel von Beginn an im Einsatz, köpfte bereits in der fünften Minute das Führungstor. Roter Stern wirkt müde, es kam zur Verlängerung. In der Lille nach 99 Minuten das Tor zum Aufstieg gelang. Weil Arnautovic in der 117. Minute die letzte Chance des serbischen Meisters vergab, als er mit links den Ball nicht richtig traf. Auch Ex-GAK-Torwart Florian Wiegele flog mit Viktoria Pilsen raus. Auf das 2:2 in Athen gegen Panathinaikos folgte in der Biermetropole ein 1:1 (1:1). Es kam zu Verlängerung und Elfmeterschießen. In den 2,05-Meter-Riesen Wiegele zwar den ersten hielt, aber nicht den letzten. Daher 4:3 für Panathinaikos im Elfmeterschießen.
Ex-Salzburg-Stürmer Junior Adamu gehörte im Rückspiel von Celtic Glasgow beim VfB Stuttgart zu den ersten elf. Bereitete schon in der ersten Minute das Führungstor vor, durch das nach der 1:4-Heimniederlage leise Hoffnung aufkam. Aber es tat sich nichts mehr. Junior Adamu wurde nach 55 Minuten ausgetauscht, es blieb beim 1:0 (1:0) von Celtic, Stuttgart stieg mit 4:2 auf. In Genk erwischte Ex-LASK-Tormann Tobias Lawal im Retourspiel gegen Kroatiens Meister Dinamo Zagreb einen schwarzen Abend, der nach dem 3:1 im ersten Spiel fast den Aufstieg gekostet hätte. Lawal legte mit einem aufreizenden Außenristpass Dinamos Führung vor, sah auch beim Tor zum 1:3 schlecht aus, weil er bei einem Distanzschuss zu weit vor dem Tor stand. Nach 81 Minuten brachte Genks Trainer Nicky Hayen den Ex-Rapideer Sattlberger, der bei ihm nicht hoch im Kurs steht. Das sollte Genk noch den Aufstieg bringen: In der zehnten Minute der Nachspielzeit erkämpfte Sattlberger fünf Meter vor dem Dinamo-Strafraum den Ball, legte mit einem idealen Pass dem Japaner Junya Ito das Tor zum 2:3 und zum Aufstieg auf. Ein Genieblitz. Danach gelang gegen nur noch zehn Dinamo-Spieler das 3:3. Mit dem Gesamtscore von 6:4 stieg Genk doch noch auf, trifft im Achtelfinale entweder auf Freiburg mit Philipp Lienhart oder AS Roma. Auf Florian Grillitsch und Braga wartet entweder der VfB Stuttgart oder Ferencvaros Budapest.
Foto: Crystal Palace.