Fußball

Afrika-Cup als Beschleuniger von Corona? Salzburg lebt mit Quarantäne-Gefahr für Camara und Onguene

2021 fiel der Afrika-Cup wegen Corona aus, heuer wird er in Kamerun durchgezogen. Gegen alle Bedenken. Erst Montag wurde in Südfrankreich bei einem, der aus Kamerun einreiste,  eine neue Art des Omrikon-Virus festgestellt. In Kamerun erreicht die Impfquote nur etwa zwei Prozent. Also geht bei den europäischen Topklubs, die Stars abstellen müssen, die große Angst um, dass die Prestigeveranstaltung der afrikanischen Fußballunion als eine Art Corona-Beschleuniger wirken wird. Offen davon gesprochen wurde bei den Klubs der Premier League, etwa beim FC Liverpool, der mit Sadio Mane, Mo Salah und Naby Keita drei Stars abstellen muss und in Deutschland. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Spieler nach der Rückkehr aus Kamerun für 14 Tage in Quarantäne müssen. Die Vorgabe der FIFA, bei Quarantäne-Pflicht Wegfall der Abstellungs-Pflicht, galt zwar voriges Jahr, heuer aber nicht mehr.

Wie zur Bestätigung gibt´s bei Senegal, einem der drei Favoriten, wenige Tage vor der Eröffnung am Sonntag in Yaounde mit Kamerun – Burkina Faso drei Corona-Fälle bei den Spielern, sechs bei den Betreuern. Mit der Quarantäne-Gefahr für  Mo Camara (Bild oben) und Jereme Onguene, der schon bei der Eröffnung für Kamerun im Einsatz sein wird, bei ihrer Rückkehr nach Österreich muss  Meister Red Bull Salzburg leben. Camara, der für Mali spielt, und Onguene versäumen die Saisonvorbereitung der Salzburger, die am Dreikönigstag mit Corona-Tests beginnt.  Salzburg schwieg bisher sehr nobel zum problematischen Thema Afrika-Cup. Trotz schlechter Erfahrungen aus dem letzten Jahr mit Camara sowie Sekou Koita und ihrer halbjährigen Sperre wegen Dopings beim Nationalteam von Mali. Die Tabletten, die ihnen der Teamarzt gegeben hatte, enthielten verbotene Substanzen.

Es sind teilweise sehr prominente Namen zwischen 9. Jänner und 6. Februar  beim Afrika-Cup in Aktion. Ägypten, Algerien und Senegal galten als die Favoriten. Ägypten mit Salah und dem prominenten Teamchef Carlos Queiroz, der früher Assistent von Sir Alex Ferguson bei Manchester United, Trainer von Real Madrid, Teamchef in seiner Heimat Portugal und im Iran, mit dem er zweimal das WM-Ticket schaffte, war. Algerien stützt sich auf Riyad Mahrez von Englands Meister Manchester City, auf West Ham-Stürmer Said Benrahma und Ramy Bensebaini von Adi Hütters Borussia Mönchengladbach. Zu Senegals Stützen zählen Chelseas Torhüter Edouard Mendy und Mane. Die Elfenbeinküste hofft auf Tore von Sebastien Haller, diese Saison bei Ajax Amsterdam der bisher beste Torschütze in der Champions League, auf Arsenal-Stürmer Nicolas Pepe, in der Defensive auf Franck Kessie von Milan und Eric Bailly von Manchester United. Pierre-Emerick Aubameyang, der bei Arsenal auf der Verkaufsliste steht, ist der Star von Gabun, Keita der von Guinea. Stark besitzt auch Marokko: Ein Trio vom FC Sevilla (Tormann Bono, die Stürmer Munir und Yousuf El-Nesry), Achraf Hakimi von Paris St. Germain, Aymarie Barkok, der bei Eintracht Frankfurt allerdings nicht unbedingt zur ersten Wahl von Oliver Glasner zählt sowie die Brüder Samy und Ryan Mammee, im Herbst Schützlinge von Peter Stöger bei Ungarns Meister Ferencvaros Budapest.

Camara spielt bei Mali mit den Ex-Salzburgern Amadou Haidara (RB Leipzig) und Diadie Samassekou (Hoffenheim) sowie Adam Traore vom Champions League-Sensationsteam aus Moldawien, Sheriff Tiraspol, 2:1-Sieger über Real Madrid im Bernabeu-Stadion  Zu Onguenes Mitspielern bei Kamerun zählen die ehemaligen Altach-Legionäre Nicolas Ngmaleu (Young Boys Bern) und Sam Guet (Mechelen). Ein ehemaliger Legionär von Wolfsberg und Hartberg gehört zum Aufgebot von Burkina Faso: Zakaria Sanogo, jetzt in Armenien bei Ararat unter Vertrag. Auch bei Ghana gibt´s einen Österreich-Bezug: St. Gallens Torhüter Lawrence Ati-Zigi war von 2015 bis 17 bei Salzburg, Linksverteidiger Gideon Mensah bei Salzburg und Sturm Graz. Joseph Paintsil ist der Bruder des Hartberg-Legionärs, flog Anfang Dezember mit Genk gegen Rapid aus dem Europacup.

 

 

Foto: Red Bull Salzburg.

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