Fußball

Alles raushauen, unbedingt weiterkommen: Schafft das die Austria?

Aller schlechten Austria-Dinge dürfen nicht drei sein. Das ist die violette Devise für das Retourspiel in der Qualifikation zur Conference League auf Island gegen Breidablik am Donnerstag iim Stadion Köpavogsvöllür in Kopvagur, unweit der Hauptstadt Reykjavik, das in Österreich ab 19.15 Uhr live auf Puls 24 zu sehen sein wird. Eigentlich kann es nur besser werden als beim 1:1 im ersten Spiel und Sonntag beim verpatzten Bundesligastart, dem 1:2 in Ried. Austria muss unbedingt das erste Tor seiner Klubgeschichte auf Island erzielen, sonst kann der Aufstieg in die dritte Runde nur über ein 0:0 nach 120 Minuten und das Elfmeterschießen gelingen. Mehr Kampfkraft gegen die Grün-Weißen aus Island als beim 1:1 wird gefragt sein. Die Niederlage im Innviertel wurde Montag in einer ausführlichen Videoanalyse aufgearbeitet, damit war das Kapitel vergessen. „Wir wollen alles raushauen und unbedingt weiterkommen“, versprach Trainer Manfred Schmid. Die Frage bleibt, ob die Qualität reicht, um diese Devise umzusetzen. Zum Kader gehört erstmals der 18 jährige Abwehrspieler Leonardo Ivkic von den Young Violets. Die neue Offensivhoffnung Noah Ohio darf gegen Breidablik nicht spielen, da er für das Hinspiel nicht gemeldet war.

Gelingt es der Austria, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, dann wäre eine Woche später Aberdeen in Wien der nächste Gegner. Das kann man nach dem 5:1 gegen Häcken aus Schweden im ersten Spiel annehmen. Aberdeen belegte letzte Saison in Schottlands Premier League hinter Meister Glasgow Rangers, Celtic und Hibernian Edinburgh auf Platz vier, würde auch eine Erinnerung an bessere Zeiten bedeuten, als noch Friedl Koncilia, Robert Sara, Erich Obermayer, Ernst Baumeister, Felix Gasselich und Walter Schachner spielten, die Austria Meister war. Sie flogen in der ersten Runde des Europacups der Meister im September 1980 gegen Aberdeen raus. 0:1 im Pittodrie-Stadium, 0:0 in Wien. Der verärgerte Geschäftsführer Erik Geutner sprach danach von einer schottischen Wirtshausmannschaft, nahm dies erst zurück, als Aberdeen drei Jahre später den Europacup der Cupsieger gewann, im Finale Real Madrid bezwang.  So bekannte Namen wie damals den schottischen Star Gordon Strachan (danach bei Manchester United) oder Torjäger Marc McGhee, der später unter Ernst Happel beim Hamburger SV spielte, hat Aberdeen derzeit nicht. Man darf zurecht bezweifeln das Aberdeens aktueller Trainer Stephen Glass künftig für so viel Furore sorgen kann wie der damalige, 38 Titel, darunter zweimal die Champions League gewinnen wird:  Das gelang Alex Ferguson in seinen 27 Jahren bei Manchester United zwischen 1986 und 2013.  Dafür wurde der Schotte zum Sir ernannt.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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