Elf der 18 Trainer in der deutschen Bundesliga nannten Meister Bayern München als klaren Titelfavoriten für die neue Saison. Darunter auch die drei aus Österreich, Christian Ilzer von Hoffenheim, der zu Eintracht Frankfurt zurückgekehrte Adi Hütter und Miron Muslic, der Schalke zurück in die Bundesliga brachte und seitdem Kultstatus bei den Fans hat. Bayern eröffnet die erste Runde Freitag mit dem Schlager gegen den VfB Stuttgart, der als einer der Kandidaten auf einen Champions-League-Platz gilt. Ebenso wie Vizemeister Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen. Leipzig und Leverkusen haben mit dem Argentinier Martin Demichelis und dem Spanier Carles Martinez neue Trainer, Leipzig holte nach drei Jahren den französischen Torjäger Christoph Nkunku zurück. 2023 wurde er für 60 Millionen an Chelsea verkauft, letzte Saison war er bei Milan nur Mitläufer. Bei Bayern werden die 50-Millionen-Einkäufe, Linksverteidiger Nathaniel Brown und der von Hollands Meister PSV Eindhoven geholte marokkanische Offensivspieler Ismael Salibari zu den ersten Elf gehören. Österreichs Teamspieler Konrad Laimer wird als Rechtsverteidiger benötigt. „Ich habe null Titel im Kopf“, behauptete Trainer Vincent Kompany, „wir sind weiterhin hungrig“ Letzten Samstag jubelten Harry Kane & Co mit dem Pokal für den Sieg im Supercup bei Borussia Dortmund.
Die Erwartungen an die Trainer aus Österreich? Wenn Hoffenheim mit dem Österreicher-Duo an der Spitze, mit Sportvorstand Andreas Schicker und Ilzer, den Höhenflug der letzten Saison wiederholt, bis zur letzten Runde um einen Champions League-Platz kämpft, Fünfter wird, wäre das ein mittleres Wunder. Hoffenheim wird in einem „Paket“ mit Mainz, Freiburg und Eintracht Frankfurt genannt. Hoffenheim beginnt Sonntag beim 1. FC Köln. Als neuer Star gilt der belgische Mittelfeldspieler Nathan de Cat. Halb Europa jagte das 18-jährige „Wunderkind“, Schicker lotste ihn zu Hoffenheim. Österreichs Teamspieler Patrick Wimmer und der Ex-Salzburger Adam Daghim dürften Samstag erste Wahl sein. Hütter beginnt mit Frankfurt bei Union Berlin. Von Freiburg soll noch Tormann Noah Atubolu gekauft werden, Hütter will einen Mix aus Ballbesitz, Aggressivität und Intensität als neues Frankfurter Markenzeichen installieren. Der Start wird auch ein Duell der neuen Trainer: Leopold Querfeld hört bei den „Eisernen“ auf die Kommandos des Schweizers Mario Lustrinelli, der letzte Saison Thun zum Sensationsmeister machte,. Muslic beginnt mit Schalke Sonntag in Augsburg. Ihm wird zugetraut, Schalke sicher zum Klassenerhalt zu führen. Das würde seine Beliebtheit noch steigern. Letzten Montag setzte sich Schalke im Pokal beim Regionalligisten Halle erst in der Verlängerung mit 5:1 durch: „Wir machen uns das Leben selbst schwer, das ist unser Weg“, meinte Muslic danach lächelnd. Zwei Österreicher zählten zu den Torschützen: Dejan Ljubicic erzielte den Ausgleich zum 1:1, der eingewechselte Junior Adamu traf in der Verlängerung per Kopf zum 3:1, wird daher Sonntag vermutlich beginnen. Bei Max Wöber wird das passieren, sobald er matchfit ist.
Schwer ist das Leben derzeit auch bei Oliver Glasner bei Nottingham nach dem doppelten verpatzten Heimstart gegen Leeds: Samstag 0:1 in der Premier League, drei Tage später 0:2 im League Cup. Samstag gastiert Nottingham an der Anfield Road beim FC Liverpool. Donnerstag bekam Glasner einen neuen Stürmer: Der 23-jährige Liam Delap von Chelsea, sein Wunschkandidat, kostete 52 Millionen Euro. ist damit der teuerste Einkauf in der Klubgeschichte.
Foto: TSG Hoffenheim.