Fußball

Andi Herzog weiß: „Ohne Sieg in Wien geht gar nichts!“

Nur noch zwei Wochen bis zum richtungsweisenden EM-Qualifikationsspiel zwischen Österreich und Israel im  Wiener Happel-Stadion. Andi Herzog, Israels Teamchef aus Österreich, steigt Samstag in Wien nach Tel Aviv, beobachtet abends bei Beitar Jerusalem gegen Maccabi Tel Aviv einige Teamkandidaten. Im Happel-Stadion Österreichs Gegner zu sein, wird für ihn zum Unterschied von Israels Sportchef Willi Ruttensteiner und Tormanntrainer Klaus Lindenberger kein Neuland sein. Das erlebte er bereits vor sechs Jahren, als Assistent von US-Teamchef Jürgen Klinsmann. Das war allerdings nur ein Freundschaftsspiel, das Österreich damals 1:0 gewann. Am 10.Oktober wird es um viel, viel mehr gehen. Herzog gibt sich keinen Illusionen im Kampf um Platz zwei gegen Slowenien und Österreich hin: „Ohne Sieg in Wien geht für uns gar nichts. Wir müssen alle vier ausstehenden Spiele gewinnen, um zur Europameisterschaft zu fahren. Das ist der für uns einzig mögliche Weg!“ Denn bei der letzten möglichen Chance, dem Play-off  hat Israel keinen Platz. Den benötigt Schottland, in der  EM-Qualifikation schon chancenlos, als Gruppensieger in der Nations League vor Israel.

Also heißt es für Herzog und Israel: In Wien gewinnen, dann daheim gegen Lettland und Polen, zum Abschuss in Skopje gegen Nordmazedonien. Israel liegt in der Weltrangliste auf Rang 86, 28 Plätze hinter Slowenien, 59 hinter Österreich. Die Hoffnungen von Herzog: Polen könnt im November schon fix qualifiziert sein, Nordmazedonien keine Chance mehr haben. Also liegt vorerst alles am Match in Wien. „Wir haben die Möglichkeiten, in Wien zu gewinnen“, glaubt Herzog, „wenn wir die Aussetzer in der Defensive , die uns gegen  den Sieg in Slowenien kosteten, abstellen können“.  Das 3:2 der Slowenen durch ein Tor in letzter Sekunde studierte  Österreichs Teamchef Franco Foda auf DVD: „Ein tolles Match“. Gegenüber der Besetzung von Laibach wird sich bei Herzog nicht viel ändern. Er setzt wieder auf seinen China-Legionär Eran Zahavi (Bild oben), dem bisher besten Torschützen in der ganzen EM-Qualifikation. Wien bringt das Duell zwischen Platz eins und zwei der Schützenliste: Zahavi traf neunmal, Österreichs China-Legionär Marko Arnautovic, sechsmal. Wolfsbergs Torjäger Shon Weissman spielt auch für das Match in Wien bei Herzog eine wichtigere Rolle als Ex-Salzburg-Torjäger Munas Dabbur:  „Weissman passt ideal zu Wolfsberg. Dabbur spielte bisher bei Sevilla nur wenige Minute in der Europa League. Das Handikap ist nicht wettzumachen.“

Foda wird Dienstag seinen Kader bekanntgeben. David Alaba könnte nach seinem Muskelfaserriss schon Samstag bei Bayern Münchens Auswärtsspiel in Paderborn wenige Minuten zum Einsatz kommen, denn für die Champions League am Dienstag in London gegen Tottenham hat ihn Bayerns Trainer Niko Kovac fix eingeplant. Fodas Assistent Thomas Kristl wird Samstag bei  Augsburg gegen Leverkusen auf der Tribüne sitzen. Michael Gregoritsch kam bei Augsburg zuletzt nur wenig zum Zug, Leverkusen dürfte mit beiden österreichischen Teamspielern, mit Julian Baumgartlinger und Aleksandar Dragovic beginnen. Über den Leverkusens Trainer Peter Bosz sagte: „Wenn wir ihn brauchen, dann ist auf Drago immer Verlass!“ Ein nettes Kompliment. Aber nach dem Geschmack von Dragovic braucht ihn Leverkusen zu selten. So wie Italiens Tabellenführer Inter Mailand vorerst seinen 22 Millionen-Kauf Valentino Lazaro: Er durfte 43 Minuten in der Champions League gegen Slavia Prag spielen, noch keine Minute in der Serie A. Das dürfte sich Samstag beim Sampdoria Genua nicht ändern. Und kann Foda gar nicht gefallen. Er sieht sich am Wochenende zwei Spiele der Bundesliga an, plant Donnerstag, noch einmal Israels Hoffnung Weissman bei Wolfsbergs gegen AS Roma in Graz unter die Lupe zu nehmen.

Foto: football.org.il.

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