Fußball

Auch der LASK muss in ein Krisengebiet

Meister Red Bull Salzburg überstand die Tage im israelischen Lockdown unbeschadet: Alle Corona-Tests, die Mittwoch unmittelbar nach der Rückkehr vom 2:1 bei Maccabi Tel Aviv im Trainingszentrum abgenommen wurden, brachten negative Ergebnisse. Somit fehlt Trainer Jesse Marsch bis auf den gesperrten Andre Ramalho und den noch nicht matchfiten Zlatko Junuzovic  Samstag niemand bei der Kraftprobe im Innviertel beim Aufsteiger Ried, bei dem  die Bullen  Was Salzburg bereits hinter sich hat, steht dem LASK mit seinem Teamtorhüter Alexander Schlager nächste Woche noch bevor: Der Flug in ein Corona-Krisengebiet mit einer ähnlich belastenden Atmosphäre wie es  Tel Aviv war. In die portugiesische Hauptstadt Lissabon zum Play-off um den Aufstieg in due Gruppenhase der Europa League gegen Sporting. Der so wie Maccabi Tel Aviv massiv unter Covid 19 leidet. Für Lissabon gibt es derzeit eine Reisewarnung. So wie für Budapest, wo Bayern Donnerstag den europäischen Supercup gegen den FC Sevilla nach Verlängerung 2:1 gewann.

Zur gleichen Zeit gelang dem LASK ohne Fans auf de Gugl sein historischer  7:0-Rekordsieg im Europacup gegen den zuvor ungeschlagenen slowakischen Tabellenführer  Dunajska Streda. So wie Marsch in Tel Aviv wird auch sein Kollege Dominik Thalhammer nächste Woche  kaum wissen, welche Mannschaft Sporting gegen die Linzer im Jose Alvalade-Stadion aufbieten kann. Das Startspiel in der Primera Liga gegen Gil Vicente am letzten Wochenende  sagten die portugiesischen Gesundheitsbehörden wegen 29 (!) positiven Corona-Fällen rund um beide Mannschaften ab. Für das 1:0 gegen Aberdeen standen nach den UEFA-Tests am Montag den Grün-Weißen aus Lissabon offenbar genug gesunde Spieler zur Verfügung.  Von den 14, die zum Einsatz kamen, spielen vor einem Jahr in den Gruppenspielen gegen den LASK nur  den 30 jährige Kapitän Sebastian Coates, ein Innenverteidiger aus Uruguay, sowie der 23 jährige brasilianische Mittelfeldspieler Wendel. Der 18 jährige Torschütze Tiago Torres war nicht dabei. Beim Aufstieg gegen die Schotten spielte mit Linksverteidiger Nuno Mendes noch ein 18 jähriger sowie mit dem von Manchester City geholten Mittelfeldspieler Pedro Porro ein 19 jähriger.

Andere, die 2019 gegen den LASK aufgefallen waren, fehlten. Etwa Idrissa Doumbia, der Kreativgeist von der Elfenbeinküste, oder der  brasilianische Stürmer  Luiz Phellype. Ebenso einige der prominenten Neuerwerbungen, die im Sommer aus  Spanien, England und der Türkei und Engländer geholt wurden, Wie Abwehrspieler Antunes, Joao Palhinha im Mittelfeld, die Stürmer Abdoully Diaby (zuvor Besiktas Istanbul) und Matheus Pereira (zuvor bei Englands Aufsteiger West Bromwich). Die neue Nummer eins im Tor, der von Atletico Madrid geholte, Antonio Adan, ist offenbar gesund. Sporting spielt Sonntag gegen Pacos Ferreira, danach wird Thalhammer vermutlich etwas mehr wissen. Aber er denkt vorerst mehr an das Heimspiel gegen den Wolfsberger AC. Da soll es in der  Bundesliga auch ähnlich gut und effizient laufen wie am Donnerstag. Aber sieben Tore erzielt man nur in „Ausnahmefällen“.

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