Fußball

St.Pölten – Rapid oder Ljubicic gegen Ljubicic ist immer etwas ganz Besonderes

St. Pölten gegen Rapid, das ist auch ein Bruderduell und daher immer etwas ganz Besonderes, wenn der 15 Monate jüngere Robert auf Dejan trifft. Der spezielle Aspekt am Samstag Nachmittag ist nicht, dass Robert in der Tabelle vor Dejan liegt. Das gab es bereits am 30. September 2018, als Robert mit St. Pölten im Hütteldorfer Allianz-Stadion 2:0 gewann. Sein Trainer hieß damals Didi Kühbauer, der zwei Tage nach diesem Sieg zu Grün-Weiß wechselte. Sondern, dass Dejan in das Duell erstmals als Kapitän Rapids geht. Die Eltern  werden auf der Tribüne der NV-Arena stolz auf ihre Söhne sein. Die bei ihren bisherigen drei Duellen, von denen Robert zwei gewann, auf dem Platz kaum miteinander redeten, weil sie sich auf ihre Mannschaften konzentrieren. Geredet wird darüber erst wieder daheim. Wer diesmal in der Familie die Oberhand haben wird?

Beide stehen bei der Spocs-Agentur, das sind Sascha Empacher und Rapids letzter Meistertormann, Helge Payer, unter Vertrag. Von Transferplänen hörte man bisher bei Robert wenig, mehr von Dejan. Robert gewann mit St. Pölten bisher zweimal in Hütteldorf gegen Dejan (zuletzt am 2. November 2019 1:0), aber noch nie daheim. Erzielte in St. Pölten am 4. August 2019 beim 2:2, bei dem Dejan nicht spielte, den Ausgleich zum 1:1. Für Rapids Führung hatte damals mit Taxiarchis Fountas ein ehemaliger St.Pölten-Stürmer gesorgt. Sein erstes Bundesligator für Grün-Weiß nach vier für St.Pölten. Im Rapid-Dress folgten bis jetzt weitere 28. Dejan traf gegen Robert, als Rapid am 2. März 2019 auswärts 4:0 gewann. Da sorgte er für das 2:0.

In den ersten zwei Runden trafen Robert und Dejan bisher mit Sturm Graz und Admira auf die gleichen Gegner. der Unterschied: Robert holte gegen Sturm daheim einen Punkt und in der  Südstadt drei. Dejan schlug die Admira daheim, kam in Graz zum Remis.  Die um zwei Treffer bessere Tordifferenz hat Robert, ist daher Zweiter, Dejan  Dritter. Wie wird das Samstag nach dem Schlusspfiff ausschauen? „Wir müssen im Zweikampf präsenter sein als in Graz“, wusste Dejans Trainer Kühbauer, „sonst könnte es eine böse Überraschung geben“. Nämlich Rapids erste Niederlage in St. Pölten, die für Robert Ibertsberger, den Trainer des jüngeren Ljubicic, das Ziel ist: „Wir rechnen uns in jedem Spiel etwas aus“. Rapids Toptalent Yusuf Demir beginnt trotz seiner Tore in Gent und Graz auch im dritten Auswärtsspiel hintereinander als Joker auf der Bank. Weil das für den 17 jährigen derzeit noch besser ist, wie Kühbauer behauptete.

St. Pölten kann Samstag vor rund 2200 Zuschauern spielen, da die verschärften Corona-Maßnahmen in Niederösterreich nicht für die Bundesliga gelten. In Vorarlberg ist das anders: Altach bekam Freitag von der Bezirkshauptmannschaft die Mitteilung, 24 Stunden später das Westderby gegen WSG Swarovski Tirol vor nur 500 Zuschauern spielen zu dürfen, zudem darf die Gastronomie nicht geöffnet werden. Altachs Geschäftsführer Christoph Längle bezeichnete die Kurzfristigkeit der Maßnahme als „übertriebenen Aktionismus“. Alle verkauften Karten werden rückabgewickelt.

 

Foto: © FOTObyHOFER/Christian Hofer.

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