Fußball

Dank Martinez und Neuer hat Alaba sein zweites Quadruple

Nach 2013 auch 2020: David Alaba eroberte mit Bayern München sein zweites Quadruple. Das bedeutet vier Titel in einer Saison: Meister, Pokalsieger, Gewinner der Champions League und des Supercups im Duell gegen den Gewinner der Europa League. 2013  gelang dies gegen Chelsea in Prag durch ein 5:4 im Elferschießen nach einem 2:2 über 20 Minuten, Donnerstag Abend in der Puskas-Arena von Budapest vor 15.180 Zuschauern  gegen den FC Sevilla durch ein 2:1 (1:1, 1:1) nach Verlängerung. Und beide Male spielte dabei der Spanier Javi Martinez eine Hauptrolle.

2012 war Martinez 25 Jahre alt, gerade eine Saison von Bayern, 2012 von Athletic Bilbao um 40 Millionen Euro gekauft. Was damals Bayerns Rekordeinkauf war.  In Prag rettete er in der letzten Minute mit dem Ausgleich zum 2:2 Bayern ins Elferschießen, in dem Alaba den ersten Penalty verwandelte. Donnerstag war Martinez als 33jähriger in seinem mutmaßlich letzten Spiel für Bayern vor der Rückkehr nach Bilbao mit 32 der Matchwinner: Nach 104 Minuten, fünf nach der  Einwechslung für Leon Goretzka, köpfelte er das entscheidende Tor. Zuvor hatte Sevillas marokkanischer Tormann Yassine Bounou einen Schuss von Alaba mit links aus 16 Metern, der auf einen Eckball folgte, genau in die Mitte abgewehrt. Wo Martinez stand und dies nützte. Geschichten, die nur der Fußball schreibt.

Auch in Budapest verhielten sich die Fans, die vor dem Eintritt durch eine „Tunnel“ mit automatischer Fiebermessung gehen mussten, diszipliniert, befolgten die Corona-Vorgaben. Alaba wirkt nach der Verletzungspause, in seinem ersten Spiel seit dem Champions League-Finale  nicht so souverän wie gewohnt. Der Wiener verschuldete mit einem harten Körpereinsatz gegen den Kroaten Ivan Rakitic den Elfmeter, durch den Sevilla nach 13 Minuten in Führung ging. Goretzka sorgte vor der Pause nach Lewandowskis Vorarbeit für den Ausgleich. Nach der Pause zählte ein Lewandowski-Tor wegen Abseits nicht, eines von Leroy Sane, weil der englische Referee Anthony Taylor zuvor ein Foul von Lewandowski gesehen haben wollte. Tormann Manuel Neuer sorgte dafür, dass Bayern überhaut ins Nachspiel kam, als er knapp vor Schuss bei einem Sevilla-Konter, der auf einen Querschläger Alabas folgte, gegen den Marokkaner Yousuf El-Nesyri mit einer Superreaktion Sevillas Sieg verhinderte. So schaffte es Sevilla als erste Mannschaft seit RB Leipzig im Februar in der regulären Spielzeit nicht zu verlieren. Nach drei Minuten des Nachspiels  scheiterte El-Nesyri wieder an Neuer, der den Schuss mit dem rechten Fuß an die Stange abwehrte. Zuvor tanzte der Sevilla-Stürmer Alaba aus. Der nach 112 Minuten gegen Jerome Boateng ausgetauscht wurde. Die Pause in der letzten Woche war doch nicht spurlos an ihm vorübergegangen. Böse Zungen, wie der Ex-Bayern-Spieler Markus Babbel im Münchener „Sky“-Studio sagten, auch der Vertragspoker nicht. Aber was am Ende zählt, ist das zweite Quadruple. Mit Joshua Kimmich trug Alaba im Jubel den Pokal in die Kurve mit den Bayern-Fans.

Foto: FC Bayern München .

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