Fußball

Auch in Graz bleibt Kitagawa im Rapid-Talon: Wie lange noch?

Rapid füllt wieder einmal die Grazer Merkur-Arena. 12.500 Karten waren Freitag für das Match bei Sturm am Sonntag bereits gekauft. Die neue Nummer 32 werden die grün-weißen Fans, die live oder via „Sky“ dabei sind, wieder nicht sehen: Trainer Didi Kühbauer bescheinigt dem Japaner Koya Kitagawa zwar mit jedem Tag Fortschritte punkto Eingewöhnung, sieht ihn aber noch immer nicht so weit und gut integriert, um ihn zu präsentieren. Naheliegend, dass sich Rapid seine japanische Premiere  für ein  Heimspiel in Hütteldorf aufhebt. Nächste Runde gegen den LASK könnte es aber im Allianz-Stadion so weit sein. Eine personelle Änderung gegenüber dem erzitterten und dreckigen ersten Saisonsieg, dem 2:1 gegen Altach wird es aber sicher geben: Kapitän Stefan Schwab ist wieder dabei. Davon erhofft sich Kühbauer doch einiges, obwohl die ersten zwei Runden beim 0:2 gegen Salzburg und 2:2 in St.Pölten mit Schwab auch nicht das Gelbe vom Ei waren.

Der Schlager in Graz ist das erste Match während des seit Dienstag feststehenden Wahlkampfs von drei Kandidaten für die Nachfolge von Michael Krammer als Präsident. Schon bei den Wortmeldungen der Herausforderer Roland Schmid und  Robert Grüneis in den ersten vier Tagen entstand der Eindruck, dass sie eigentlich die Absicht hatten, gemeinsam gegen das amtierende Präsidiumsmitglied Martin Bruckner, das sich der Wahl stellen wird, zu marschieren, aber sich auf ein gemeinsamen Team nicht einigen konnten. Daher die drei Kandidaten. Was sie als ihre Pläne präsentierten, hinterließ nicht den zwingenden Eindruck, dass Grün-Weiß unbedingt eine Erneuerung mit ihnen braucht, die sie ja propagieren. Wenn das so weiter geht, steigen damit nur die Chancen für Bruckner.

Einen Rat von Legenden einzusetzen, die alle sportlichen Entscheidungen absegnen sollen, ist keine Königsidee. Ein moderner Spitzenklub braucht schlanke und schnelle Entscheidungswege, um rasch reagieren zu können. Arbeitsgruppen einzusetzen oder darauf zu warten, bis die Legenden, bei denen Schmid-Befürworter Herbert Feurer ein strenges Regiment führt, einer Meinung sind, ob ein Spieler gekauft werden soll oder nicht, das ist der falsche Weg. Auch Legenden müssen so viel Mumm haben, um wie Gerald Willfurth, der auf der Liste von Bruckner kandidiert und zum Präsidium gehören würde, Verantwortung zu übernehmen. Aus dem Hintergrund zu agieren. wie es offenbar geplant wird, bringt ebenso wenig wie den Sport-Geschäftsführer schon nach nicht einmal vier Monaten in Frage zu stellen, wie es Grüneis und Schmid bei Zoran Barisic tun.

Foto: SK Rapid/Red Ring Shots.

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