Fußball

Hinterseer machte den Unterschied! Canadi in Krisenzone

Zumindest für 24 Stunden steht mit dem Hamburger SV einer der Aufstiegsfavoriten nach drei Runden an der Spitze der zweiten deutschen Liga. Möglich gemacht durch einen Tiroler: Lukas Hinterseer machte den Unterschied, erzielte vor 41.737 Zuschauern im Volksparkstadion mit links nach einer Stunde das goldene Tor zum 1:0 gegen seinen Ex-Klub Bochum. Sein erster Treffer in der Punktejagd für die Hanseaten, letzten Sonntag traf er auch beim Pokalaufstieg in Chemnitz, verwandelte dazu seinen Penalty im Elferschießen. Fünf Tage später nagelte er einen Rückpass von Linksverteidiger  Tim Leibold aus elf Metern unter die Latte. Es war sein 42.Treffer in der zweiten Liga. Beim Sky-Interview danach dominierte sein deutsche Zungenschlag, tirolerisch redete der Kitzbüheler nicht mehr. Als der Reporter Hinterseer darauf ansprach, dass er dieses Tor auch um halb vier Uhr früh erzielt hätte, musste er lachen: „Den Ball direkt zu nehmen, das zählt eben zu meinen Stärken.“ In der ersten Runde war Österreichs Teamchef Franco Foda wegen Hinterseer in Hamburg sah aber beim 1:1 gegen Darmstadt kein Tor von ihm.

Für andere Österreicher gab es hingegen einen gebrauchten Freitagabend und gar nichts zum Lachen: Damir Canadi, der neue Trainer des  1.FC Nürnberg, befindet sich nach dem 2:3 (1:2) in Sandhausen mit dem Aufstiegsanwärter statt im oberen Drittel schon in der Krisenzone. Die zweite Niederlage hintereinander und zwar völlig verdient. Canadi ließ mit Nikola Dovedan nur einen Landsmann beginnen, Lukas Jäger kam zur zweiten Hälfte. In der es schon schien, als könnte Nürnberg durch den Ausgleich von Ex-Salzburg-Legionär Asger Sörensen einen Punkt retten könnte. Aber Sandhausen schlug als Mannschaft, die den Sieg mehr wollte, in vorletzter Minute noch einmal zu. Dass Nürnberg überhaupt nochmals ins Spiel zurückfand, lag an einem Österreicher im Sandhausen-Tor: Martin Frasil aus Wolfstal in der Nähe von Amstetten ermögliche mit einem Zitterhändchen Nürnberg das Anschlusstor. Im Nachspiel hielt der 26jährige mit Vergangenheit beim Wr.Sportclub, Wr.Neustadt und dem Floridsdorfer AC den verdienten Sieg fest.  Canadi war restlos bedient: „Die Enttäuschung ist groß.  Aber wir verloren das Match nicht im Finish, sondern in den ersten 45 Minuten, weil da Einstellung und Disziplin fehlten.“ Jetzt soll ein neuer Stürmer helfen: Der Schweizer Martin Frey kommt auf Leihbasis von Fenerbahce Istanbul.

Foto: Hamburger SV.

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