Fußball

So läuft es in der Bundesliga: Admiras Präsident wie erwartet Chef im Aufsichtsrat

Es konnte keinen überraschen, dass der Aufsichtsrat der Bundesliga Freitag Vormittag aus den eigenen Reihen Admiras Präsident Philip Thonhauser (Bild oben) zu seinem Vorsitzenden wählte. Das war bereits seit dem Rückzug von Wacker Innsbruck-Präsident Gerhard Stocker nach dem Abstieg des Tiroler in die zweite Liga von Thonhausers „Erfindern“ paktiert, sickerte bald durch. Rapids Chefetage um Michel Krammer fand mit dem Versuch, Stocker trotzdem zu halten, kein Gehör. Dass Thonhauser bei Admira, wo er seit vier Jahren Präsident ist, in das operative Geschäft, für das der von Sponsor Flyeralarm eingesetzte Manager Amir Shapourzadeh und Geschäftsführer Thomas Drabek zuständig sind eigentlich gar nicht eingebunden wird, spielte keine Rolle. Ebenso, dass Thonhauser demnächst aus beruflichen Gründen in die Vereinigten Staaten übersiedelt. Spricht für seine Qualitäten, ist aber in Sachen Bundesliga Neuland. Der Aufsichtsratschef sitzt über dem großen Teich und spricht von dort. Thonhauser sah darin kein Problem, verriet zudem einen bereits festgelegten „Notfallsplan“, falls ganz rasch reagiert werden muss. Dann übernimmt der erste Stellvertreter, nämlich LASK-Präsident Siegmund Gruber. Als zweiter Stellvertreter für die zweite Liga fungiert der langjährige Kapfenberg-Boss Erwin Fuchs. Im Aufsichtsrat sitzen für die Bundesliga noch Wattens-Präsident Diana Langes-Swarovski, Sturm-Präsident Christian Jauk, und Red Bull Salzburgs Vertreter ,der Jurist Volker Viechtbauer, für die zweite Liga nunmehr Stocker.

Offiziell wird der Aufsichtsrat, in dem Thonhauser ein wichtiges startegisches Gremium sieht,  in den nächsten drei Jahren seinen Fokus auf die Kontrollfunktion und die strategische Ausrichtung der Liga  richten. Mit  Ligavorstand Christian Ebenbauer. Wer der zweite als Nachfolger von Reinhard Herovits sein wird, ist noch in Schwebe. Ob es wirklich so passieren wird? Die Geschichte des letzten Jahrs hinterlässt ihre Zweifel. Austria AG-Vorstand Markus Kreatschmer musste auf Anraten oder „Befehl“ des violetten Aufsichtsrats unter Präsident Frank Hensel seine Funktion als Vizepräsident der Liga zurücklegen. Er wollte aber seinen Einfluss und die guten Kontakt nicht verlieren. Es kam zum Schulterschluss mit Gruber, bevor der zum Nachfolger gewählt wurde. Bei dieser „Gelegenheit“ flog Krammer demokratisch aus dem Aufsichtsrat. Grund: Rapid hatte zuvor  für die Zwölferliga eine neue Verteilung der TV-Gelder  mit Vorteilen für Grün-Weiß als den populärsten Klub mit den größten Zuschauerzahlen, den meisten TV-Spielen durchgesetzt.  Krammers Abwahl war die gut inszenierte Revanche dafür. Ob es für die Liga wirklich gut ist, dass Rapid nicht zum Aufsichtsrat gehört, ist eine andere Sache.

Auf Krammer folgte Thonhauser. Dass der von Gruber und Kraetschmer auf ihre Linie, de meistens auch Viechtbauer vertritt, gebracht wurde, sah man nach wenigen Monaten. Zunächst brachte Gruber die neue Verteilung der  TV-Gelder in die Diskussion, die wieder rückgängig gemacht werden sollte. Was fast passiert wäre, hätte Stocker nicht hinter den Kulissen einige Klubs it Erfolg daran erinnert, das Vertragstreue das höchste Gut sei. Die knappe Abstimmungsniederlage hinderte Thonhauser nicht einmal zwei Monate später, das Thema ligaintern wieder zur Diskussion zu stellen. Diesmal wurde  eine  Abänderung geschafft. Rapid konnte damit leben, stimmte dem Kompromiss zu. Es blieb auch nichts anderes übrig. Mit Thonhauer als Aufsichtsratschef wird diese Debatte sicher bald neue Fahrt aufnehmen. Auch Gruber, Viechtbauer und Kraetschmer sind daran interessiert. Wolfsberg-Präsident Dietmar Riegler gehört bei diesem Thema in ihr Lager. Abwarten,was bald passieren wird. Ein Aufsichtsratschef, auf den die Liga hört, ist Thonhauser beim Amtsantritt sicher nicht,

 

 

 

Foto: Sky Sport Austria.

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