Fußball

Was würde der LASK mit dem Austria-Budget schaffen?

Der LASK empfängt Samstag in Pasching Aufsteiger WSG Swarovski Tirol, hofft, die weiße Weste trotz der Rotation von Trainer Valerien Ismael, die sicher kommen wird, verteidigen zu können. Soll vorrangig heißen vierter Sieg in der vierten Runde, aber wenn möglich auch weiterhin kein Gegentor. Aber in Wahrheit steht schon alles im Banne des Heimspiels im Play-off für die Champions League gegen den FC Brügge am Dienstag im ausverkauften Linzer Stadion. Bringt wieder eine netto Einnahme. Wenn man einen durchschnittlichen Kartenpreis von 30 Euro annimmt, bringen 14.000 Zuschauer auf der Gugl eine Bruttoeinnahme von 420.000 Euro. Da müssen noch Orgnisationskosten etc. abgezogen werden, aber es kommt noch das Geld aus der zentralen Vermarktung der UEFA dazu.

170 Kilometer östlich von Linz war Freitag das Wundenlecken angesagt. Bei der Wiener Austria über die vierte Niederlage im schsten Pflichtspiel der Saison, die das Scheitern auf europäischer Ebene perfekt machte. Keiner konnte Apollon Limassols Trainer Sofronis Avgousti widersprechen, wenn der seine Mannschaft noch dem 3:1-Heimsieg als die bessere bezeichnete. Austrias enttäuschter Kapitän Alexander Grünwald (Bild oben) sprach von vielen kleinen Details, die gegen Violett entscheiden hätten. Wobei er sicher an Schiedsrichterentscheidungen in bei den Partien oder die Personalnot in der Innenverteidigung dachte. Aber das geht alles an den harten Realität vorbei. Vielmehr sollte sich die violette Chefetage die Frage stellen? Wieso kann der LASK mit einem Drittel des Budgets der Austria um so viel erfolgreicher sein, mit der Champions League flirten? Die Mannschaft mit den besseren finanziellen Ressourcen schafft hingegen nicht einmal das Play off für die Europa League.  Die Einnahmen daraus waren eigentlich budgetiert. Also gibt es ein finanzielles Loch. Wenn ein Spieler aus dem aktuellen Kader deshalb abgegeben wird, bedeutet das aber kein neues großes Schwächung Denn zu viele sind austauschbar, ohne dass sich etwas an der Stärke ändert.

LASK-Präsident Siegmund Gruber und Austrias AG-Vorstand Markus Kraetschmer haben einen guten Kontakt. Kraetschmer wird Gruber um den  Höhenflug des Linzer Traditionsklubs sicher beneiden. Aber zugleich muss er sich die Frage stellen? Was macht der LASK mit seinem Mastermind Jürgen Werner um weniger Geld um so viel besser als die Austria, um sportlich um so viel mehr zu schaffen?  Was würde er mit dem Budget der  Austria sportlich alles schaffen? Jagd auf Red Bull Salzburg zu machen? In Linz steht man seit einigen Jahren anders als am Favoritner Verteilerkreis für Kontinuität. Die Wechselspiele in der sportlichen Führung brachten nur Kosten. So muss dieAustria ihre Ex-Trainer Thomas Letsch und Robert Ibertsberger noch bis Saisonende bezahlen. Und lag vielleicht auch deshalb bei der Kaderplanung viel besser. Da passierte nicht Fehlentscheidungen wie bei Austria, die manche sogar als haarsträubend bezeichnen. Sicher wird der LASK auch schlankere Strukturen haben. Den Vergleich zwischen Linz und Wien muss man  nicht auf Austria beschränken. Den kann man ruhig um Rapid erweitern.

Austrias Präsident Frank Hensel holte auch deshalb Peter Stöger zurück zur Austria, damit der als neuer Sportvorstand Fehler wie in den letzten Jahren verhindert. Einer wäre es jetzt, weiter zu glauben, der derzeitige Kader habe genug Qualität, zeigte sie jedoch nicht, weil die Spieler zu schnell resignieren, alles nur eine Mentalitätssache sei. Auch Mentalität gehört zu Qualität. Irgendwie liegt es an Kraetschmer, die Rahmenbedingungen zu schaffen, um es Stöger zu ermöglichen, personell etwas nachrüsten zu können.  Nur festzustellen, das sei vom Budget her nicht möglich, ist zu wenig. Sonst wird die Austria wieder einen Herbst erleben, in dem um einen Platz unter den ersten sechs und den Sprung in die Meistergruppe gezittert werden muss.

Das werden weder der LASK noch der Titelverteidiger, der bei seinen letzten vier Heimspielen dank der internationalen Tests gegen Chelsea und Real Madrid 75.463 Zuschauer hatte, tun müssen. Salzburg ist Samstag in St.Pölten im 100. Bundesligaeinsatz von Tormann Cican Stankovic auf den 100. Bundesligasieg von Zlatko Junuzovic auf seinen Stationen beim GAK, FC Kärnten, Austria und nunmehr Salzburg eingestellt. Der Japaner Masaya Okugawa fehlt wegen einer Wadenverletzung, Rekordeinkauf Max Wöber bleibt vermutlich noch im Talon. So wie LASK-Tormann Alex Schlager seine „zu null“-Serie fortsetzen will, so gibt´s bei Salzburg einen, der seine persönliche prolongieren will: Der 19jährige Torjäger Erling Haaland war bisher an jedem Treffer des Meisters in dieser Saison beteiligt.

Foto: © FOTObyHOFER/Christian Hofer.

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