Fußball

Lainer hat mit 24 Helfern zwei mehr als sein Start-Gegner Burgstaller

Stefan Lainer genoss schon in seiner erfolgreichen Zeit bei Red Bull Salzburg eine professionelle Betreuung für alle Bereiche. Am letzten Mannschaftsbild von Red Bull Salzburg (siehe unten) gehören nicht weniger als 19 Mann zum Staff, der sich um die Spieler kümmert: Trainer Jesse Marsch hat mit Rene Aufhauser, Fränky Schiemer, Herbert Ilsanker und dem für Athletik zuständigen Sebastian Kirchner vier Assistenten. Dazu kommen ein Teammanager, zwei Videoanalysten, zwei Ärzte, vier Physiotherapeuten, zwei Zeugwarte, je ein Mental und Reha-Trainer, ein Ernährungscoach, ein Koch und drei Integartionsbetreuer, Die sich um die Legionäre praktisch rund um die Uhr kümmern. Je einer für die aus  Afrika, Asien und Europa. Mit dem Wechsel in die deutsche Bundesliga kam der Salzburger zu einem noch größeren Betreuerteam. Das umfasst bei Borussia Mönchengladbach sogar 23 Mann. Ein Mega-Personalkader, 53 Mann am letzten Team-Foto!  Am vorletzten (Bild oben), bei dem Lainer noch auf Urlaub war, waren es „nur“ 48.

Marco Rose hat in seiner ersten Saison bei Gladbach drei Assistenten, darunter die aus Salzburg mitgekommenen Rene Maric und Alexander Zickler. Dann gibt´s zwei Tormanntrainer, einen Trainer für den Übergangsbereich, sprich Talente, vier Athletiktrainer (mit Patrick Eibenberger arbeitete Rose schon in Salzburg), zwei Spielanalysten, einen Leiter für Medizin und Prävention, drei Mannschaftsärzte, fünf Physiotherapeuten und drei Betreuer.  Was sich im Vergleich zu Salzburg überhaupt nicht geändert hat: Rose macht mit seiner Leidenschaft Eindruck. Er nahm von seinem ersten Tag in Gladbach an die Menschen mit, redete mit allen Mitarbeitern auf Augenhöhe, auch mit Putzpersonal und Greenkeepern. Und er nimmt sich Zeit für die Autogrammjäger. Als im Trainingslager am Tegernsee der Busfahrer schon ungeduldig zur Abfahrt hupte, teilte ihm Rose freundlich, aber bestimmt mit, dass er noch Autogramme zu schreiben habe, weil man ja auch für die Fans da sei. Die Spieler brachte er auf seine Seite, obwohl er deutlich und hart Kritik formuliert. Gladbach erwartet von Rose das, was in früheren Zeiten Fohlen-Fußball genannt wurde: schnell, schwungvoll und mitreißend, mit Pressing, Dynamik und Mut.

Seinen Wunschspieler Lainer hatte Rose mit „Naturgewalt“ angekündigt. Jetzt hofft Österreichs Teamspieler aber, dass man deshalb keine Wunderdinge von ihm erwartet. Aber seine Qualitäten will er auch in Gladbach bringen: In jedem Spiel bis zur letzten Sekunde nie aufgeben. Und das über eine ganze Saison in jeder Situation abrufen: „Marco Rose ist ein Typ, der dich im Gespräch fesselt, dir genau erklärt, was du zu tun hast. Sein Plan mit 4-4-2 und Mittelfeldraute ist keine Zauberei. Um ihn über 90 Minuten durchzusetzen, braucht es die komplette Überzeugung von jedem Einzelnen. In Salzburg waren wir keine Über-Mannschaft, haben aber seine Philosophie perfekt umgesetzt. Warum sollten wir mit Gladbach nicht auf eben diese Art genauso erfolgreich sein?“ Die erste Probe auf´s Exempel folgt Samstag Abend zum Bundesligastart gegen Schalke, mit dem Österreicher-Duell gegen Guido Burgstaller.

Dort muss es nach dem Total-Absturz der letzten Saison vom Vizemeister auf Rang 14 wieder aufwärts gehen. Mit David Wagner, der zuvor Huddersfield sensationell in die Premier League geführt hatte, als neuen Trainer. Die Parallelen zwischen Wagner und Rose sind schnell erklärt: Jürgen Klopp hat beide, die unter ihm in Mainz spielten, geprägt. Wagner hat mit Rose einen Riesenstaff um sich: 22 Mann sollen Schalke und damit auch Burgstaller stärker machen. Fünf mehr als vergangene Saison. Wagner stehen drei Assistenten zur Seite, dazu je ein Tormanntrainer, Athletiktrainer (der Burgenländer Klaus Luisser),  Arzt, Sportpsychologe, Ernährungswissenschaftler,  je zwei Videoanalysten, Physiotherapeuten  und Zeugwarte, drei Physios und ein Integrationsbeauftragter. Burgstaller hat gehört, dass noch weitere Experten für Daten-Analyse, Leistungsdiagnostik und Belastungssteuerung im Anmarsch sein sollen: „Bei uns hat eine neue Zeitrechnung begonnen“ behauptet Burgstaller. Millionen für Super-Transfers sind nicht vorhanden, also müssen die Spieler, die Schalke hat, besser werden. Auch der 30 jährige Kärntner, der das Duell um den Platz als Spitze im 4-2-3-1 gegen den elf Jahre jüngeren Herausforderer Ahmed Kutucu gewann. Aber viel unruhiger als Schalke kann man nicht in die Saison starten. Ein Rassismus-Eklat um Bos Clemens Tönnies schüttelte den auf Emotionen aufgebauten Traditionsklub durch. Dass er für drei Monate sein Amt ruhen lässt, ist vielen Fans zu wenig. Da drohen noch einige Proteste.

 

Foto: Borussia Mönchengladbach, © FC RB Salzburg Media (GEPA).

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