Fußball

Mit Auszeichnung: Auch Martin Stranzl bekam ein Manager-Diplom

Die Bundesliga meldet sich nach der Länderspielpause am Ostersonntag mit dem Duell um Platz eins zwischen Rapid und Meister Sturm Graz zurück. Auch die Wiener Austria könnte mit einem Auswärtssieg gegen den LASK die Tabellenführung übernehmen, wenn es in Hütteldorf keinen Sieger gibt. Welche Neuigkeiten gab es im Schatten von Österreichs WM-Tests in den letzten Tagen bei den Klubs? Die Austria zog erwartungsgemäß die Option auf Mittelfeldspieler Abubakr Barry bis 2027, könnte daher bei einem Wechsel im Sommer Millionen kassieren. Den Vertrag mit Barry schloss vor zwei Jahren noch Ex-Sportvorstand Jürgen Werner ab. Rapid gelang die vorzeitige Lösung des bis Sommer 2027 laufenden Vertrags mit dem im Herbst beurlaubten Peter Stöger. Das bedeutet aber nicht, dass es in absehbarer Zeit ein Trainercomeback von ihm geben wird.  Eher sieht es danach aus, dass er mit diesem Job abgeschlossen hat. Im Juni bei der WM wird es zum „Debüt“ des ORF-Experten Stöger kommen. Vor den fünf Monaten als Rapid-Trainer war er bei „Sky“ Analytiker. Einen Tiefschlag musste Hartberg verkraften: Rapid-Leihspieler Jenö Vincze verletzte sich bei der Heimniederlage gegen die Austria so schwer am Knie, dass die Saison für den 22 jährigen Innenverteidiger beendet ist. Bei WSG Tirol stieg die Hoffnung, nächste Saison die Heimspiele nicht mehr am Innsbrucker Tivoli austragen zu müssen, sondern in Wattens. Der Gemeinderat von Wattens beschloss eine Änderung des Pachtvertrags mit WSG Tirol, damit das nach Ex-Präsident Gernot Langes benannte Stadion so umgebaut werden kann, dass es die Bestimmungen der Bundesliga erfüllt. Voraussetzung ist der Klassenerhalt. Die Tiroler haben acht Runden vor Schluss fünf Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Blau Weiß Linz.

Abgeschlossen wurde Montag die zum 13. Mal durchgeführte Management-Ausbildung der Bundesliga mit Lehrgangsleiter Mathias Slezak, die eineinhalb Jahre dauert. Die Themen sind unter anderem Teamentwicklung, Konflikt-und Zeitmanagement, Organisation, Strategie und Unternehmensführung. Dazu gab es im Jänner eine Studienreise nach London mit Besuchen bei der Premier League und den Traditionsklubs Fulham und Crystal Palace. Natürlich gehörte auch ein gemeinsames Abendessen samt Gedankenaustausch mit Oliver Glasner zum Programm. So wie im Laufe der Ausbildung Kaminabende in entspannter Atmosphäre mit aktuellen und ehemaligen Bundesliga-Managern. Dass auch einer dabei war, der einen Klub fast in den Konkurs führte, war allerdings etwas grenzwertig.

Der bekannteste der 20 Teilnehmer, die ein Diplom erhielten (Bild),war der 56 fache Teamspieler Martin Stranzl. Sogar mit Auszeichnung. Der 46 jährige hat auch die A-Trainerlizenz, würde sicher mit seiner Erfahrung vielen Klubs sehr gut tun. Zu den Absolventen gehörten auch ehemalige Bundesligaspieler wie Ex-Hartberg-Tormann Rene Swete, der  zur Geschäftsführung von Zweitligist Union Wels gehört, Mario Leitgeb oder Christoph Haas, der bei Rapid in der Führungsebene mitarbeitet. Interessant, dass sich mit Alexander Helwig der Geschäftsführer des Eishockeyverbands beim Fußball „ausbilden“ ließ.

Foto: Bundeliga/Gepa Pictures.

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