Fußball

Auch ohne Mbappe braucht Tuchel den Triumph in der Champions League

Auftakt zum Finalturnier der  Champions League Mittwoch Abend in Lissabon mit Paris St. Germain gegen Italiens unangenehmes Sensationsteam Atalanta Bergamo. Donnerstag sind zwei Österreicher im Einsatz: Konrad Laimer und Marcel Sabitzer mit RB Leipzig gegen das Corona-geschädigte Atletico Madrid, bei dem der argentinische Stürmer Angel Correa und der kroatische Verteidiger  Sime Vrsaljko, die erste Wahl waren, als Titelverteidiger FC Liverpool an der Anfield Road eliminiert wurde,  nach einem positiven Test ausfallen. Freitag folgt im Estadio da Luz von Benfica der Viertelfinalschlager, auf den die Fußballwelt wartet: Bayern München mit Abwehrchef David Alaba um das zweite Triple nach 2013 gegen den FC Barcelona mit Lionel Messi. Einen Tag später gilt Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola mit Manchester City gegen Juventus-Bezwinger Olympique Lyon als klarer Favorit.

Frankreichs Meister geht derzeit auf Krücken. In Person seines deutschen Trainers Thomas Tuchel, der sich im Training einen Mittelfußbruch zuzog. Und in Person von Topstar Kylian Mbappe, der am 24.Juli im siegreichen Pokalfinale gegen St.Etienne am Knöchel verletzt wurde, möglicherweise am 23. August im Endspiel einsatzfähig sein könnte. Wenn Paris so weit kommt: Die Semifinalhürde wäre der Sieger aus Leipzig gegen Atletico Madrid, Tuchel sah sich  während der Corona-Pause so viele Spiele wie möglich der kommenden Champions League.Gegner, um jedes Detail zu studieren. Tuchel (Bild oben) sieht große Titelchancen, obwohl Paris St,Germain wegen Corona vier Monte nicht trainieren durfte.

Tuchel könnt mit drei Siegen in Lissabon für die erfolgreichste Saison der Geschichte von PSG sorgen. Er gewann bereits den Supercup, den Meistertitel, den Pokal und den Liga-Cup. Er könnte sogar mehr als ein Triple, ein sogenanntes „Quintupel“ schaffen. Der D ruck auf Tuchel ist groß – denn für ihn die Besitzer von PSG aus Katar zählt nur der Champions League-Sieg, Der wäre für den 46 jährigen Tuchel enorm wichtig. Das Scheitern im Achtelfinale der Saison 2018/19 gegen Manchester United nach einem 2:0 in Old Trafford mit einer 1:3-Heimpleite im Parc de Prince, die durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit perfekt wurde, ist noch nicht vergessen. Die französischen Zeitungen berichten permanent von einer schlechten Stimmung in der Mannschaft. Tuchel und Topstar Neymar stellen das in Abrede, sprechen sogar von einem neu geschaffenen Teamgeist. Tuchel warf den Journalisten vor, „immer etwas Negatives zu finden“. Keine Mannschaft der Welt könne in jedem Spiel vier, fünf Tore erzielen.

Unbestritten ist Tuchel gespanntes Verhältnis zu Sportdirektor Leonardo. Der Brasilianer drückt, was  Transfers betrifft, wegen Corona auf die Kostenbremse. Tuchel kann nicht verstehen, dass der Vertrag mit Abwehrchef Thiago Silva nicht verlängert wird, ist sauer, dass Bayern sein Supertalent  Tanguay Kouassi ablösefrei wegschnappte. Der Name von Alaba fällt in Paris  immer wieder. Sein Berater Pini Zahavi, der vor drei Jahren Neymar von Barcelona nach Paris vermittelt hatte, bot den Österreich jedenfalls an. Auch für 2021, wenn er dann ablösefrei wäre.

Gelingt Tuchel der fünfte Titel, müssen alle Kritiker, die bereits Ex-Juventus-Trainer Massimiliano Allegri als Nachfolger in Stellung brachten, verstummen, Der Vertrag des früheren Trainers von Christian Fuchs und Andi Ivanschitz bei Mainz läuft bis 2021. Tuchel und seinen Staff vorzeitig abzulösen und auszuzahlen, würde 15 Millionen Euro kosten. Das ist in Corona-Zeiten selbst bei Paris St.Germain kein Klacks.

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