Das Spitzenspiel der Premier League zwischen Tabellenführer Arsenal und dem Dritten Aston Villa brachte Dienstagabend beim 4:1 (0:0) in der zweiten Hälfte eine Machtdemonstration von Arsenal im Anschluss an den ersten Eckball, bei dem Lautaro Martinez, der Tormann von Österreichs WM-Gegner Argentinien, patzte. Gabriel Magalhaes, der brasilianische Innenverteidiger, nützte dies zur Führung, zwischen der 47. und 78. Minute traf Arsenal viermal. Der Treffer von Aston Villa bei der ersten Niederlage von Salzburgs Europa League-Gegner nach elf Spielen fiel erst in der 94. Minute. Das Ergebnis wertete die Leistung von Oliver Glasners Crystal Palace eine Woche davor im Viertelfinale des League-Cups auf. Da stand es im Emirates-Stadium nach der regulären Spielzeit 1:1, die „Eagles“ verloren erst das Elfmeterschießen 7:8.
In seiner letzten Pressekonferenz im Jahr 2025 sagte Glasner am Mittwochnachmittag nicht das, was einige „Insider“ prophezeiten, nämlich dass er den im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Er gab nur die Ausfallliste für das Londoner Derby am Neujahrstag gegen Fulham bekannt und das nahm einige Zeit in Anspruch, da die Liste ziemlich lang ist. Trotzdem soll die Trendwende nach drei Niederlagen in den letzten drei Runden gelingen. Kein Geheimnis ist mehr, dass sich die Klubbesitzer John Textor und Steve Parish zum Rekordkauf der Vereinsgeschichte entschlossen haben. Der 24 jährige Tottenham-Stürmer Brennan Johnson, der Sonntag bei Tottenhams 1:0 im gelben Dress noch im Selhurst-Park gegen Crystal Palace spielte, (Bild), soll für 40 Millionen Euro vom Norden in den Süden der englischen Hauptstadt wechseln. Johnson war letzte Saison mit 18 Treffern in 51 Spielen der beste Torschütze des „Spurs“, spielt aber beim neuen Trainer Thomas Frank keine große Rolle, kam nur auf vier Treffer on 22 Einsätzen. Tottenham kaufte den walisis chen Teamspieler erst vor eineinhalb Jahren um 55 Millionen Euro von Nottingham. Johnson wäre der viertteuerste Verkauf von Tottenham nach Gareth Bale (um 100 Millionen zu Real Madrid), Harry Kane (um 95 Millionen zu Bayern) und Kyle Walker (um 52,7 Millionen zu Manchester City).
Ob Textor und Parish damit auf Glasners Kritik an mangelnden Transferaktivitäten, die er bereits vor fünf Monaten äußerte, reagierten? Sie werden mit dem Rekordkauf den Entschluss des umworbenen Trainers über seine Zukunft nicht ändern können. Und die ist nächste Saison nicht mehr bei Crystal Palace.
Foto: Crystal Palace.