Fußball

Austria nur noch drei Punkte vor dem letzten Platz

Der LASK als Ausnahme der Regel, als Retter der Heimehre. Das 2:0 (1:0) gegen die Wiener Austria bedeutete im letzten Match der 13. Runde den einzigen Heimsieg, gewann damit zum fünften Mal hintereinander in der Bundesliga. Damit prolongierte der Vizemeister das violette Tief in fast schon dramatische Dimensionen. Sieben Niederlagen in 13 Runden bedeuten einen neuen Negativrekord! Bei  acht Punkten Rückstand auf Platz sechs muss die Austria aber schon mehr nach unten blicken: Nur noch drei Punkte vom letzten Platz, auf dem wieder die Admira liegt, entfernt. Wahnsinn.

Trainer Christian Ilzer hatte sich wieder etwas anderes einfallen lassen. Um die Defensive zu stärken, für Kompaktheit zu sorgen, ließ er im 3-3-3-1 spielen. Mit dem Amerikaner Erik Palmer Brown im Abwehrzentrum zu Michael Madl und Alexander Borkovic, wieder einmal mit Max Sax in der Startformation. Mit vertikalen Bällen sollte die Schnelligkeit der einzigen Spitze, Christoph Monschein, genützt werden. Einmal wäre das fast aufgegangen, als Monschein bei 0:0 nach einem Pass oder Befreiungsschlag von Palmer Brown alleine auf Alex Schlager lief, aber nicht ins lange Eck traf. Wenige Minuten später fiel die Führung des LASK.

Nach einer missglückten  Kopfballabwehr des routiniertesten Austria-Innenverteidigers, von Michael Madl, in die Mitte, sorgte Reinhold Ranftl von der Strafraumgrenze für das erste Heimtor der Runde. Auch beim zweiten Treffer der Linzer sah Madl alt aus. Bei einer Kombinationen der Ex-Austrianer beim LASK: Petar Filipovic marschierte nach einem Doppelpass mit Peter Michorl mühelos an Madl und Palmer Brown vorbei, überspielte auch Tormann Ivan Lucic, der noch eine höhere Niederlage verhinderte.

Zu den sportlichen Problemen kam auch noch eines mit den Fans: Die nebelten mit Rauchbomben im Finish das Spielfeld in der Paschinger Raiffeisen-Arena ein, sorgten dafür, dass Schiedsrichter Rene Eisner die Mannschaften neun Minuten vor Schluss in die Kabinen schickte, das Match unterbrach, ehe es doch noch zu Ende ging. Das ärgerte Austrias Sportvorstand Peter Stöger maßlos, der von einem Tabubruch, einem unwürdigen und unentschuldbaren Verhalten sprach: „Wir werden versuchen, die schuldigen Leute zur Rechenschaft zu ziehen!“ Die sogenannten Fans machte zuvor gegen Stögers Kollegen im AG-Vorstand, Markus Kraetschmer, Stimmung, forderten auf einem Transparent „Kraetschmer raus“. Unruhige und problematische Zeiten in Violett. Da wird das Heimspiel am nächsten Sonntag gegen Mattersburg brisant. Einerseits wegen der Situationen in den unteren Tabellenregionen, anderseits wegen des Verhaltens der Fans. Mit neuerlichen Protesten muss gerechnet werden. Und sei es nur, dass die Fantribüne wie in den letzten Spielen 45 Minuten lang schweigt.

Ausgerechnet Florian Klein, vor Wochen nach der Cupblamage in Wattens der große Buhmann der Fans, forderte auf „Sky“ einen neuen Dialog: „Wir sollten aufeinander zugehen, reden und positiv bleiben. Sonst werden wir immer mehr nach unten gezogen. Und da frag ích mich, wo darin der Sinn liegen sollte.“ Ilzer sagte zu seiner Situation im Prinzip nichts Neues: „Ich muss den Kopf hinhalten, ich werde immer zuerst die Schuld bei mir suchen.“

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