Fußball

Austria startet halb im Nebel! Noch ein Geldgeber?

Mit zwei Punkten Rückstand auf Hartberg, je zwei Vorsprung auf St. Pölten und Altach, vier mehr als Ried, fünf mehr als Schlusslicht Admira geht Austria in die zehn Spiele der  Qualifikationsrunde. Geplant sind eigentlich 13 mit dem Play-off um einen Platz in der Qualifikation für die neue europäische „Schrottliga“, genannt Conference League. Daher ist der Start am Samstag in der Generali-Arena gegen Altach irgendwie richtungsweisend. Der 5:1-Kantersieg gegen die Vorarlberger vom 20. Februar, der höchste, der Austria in der Bundesliga gegen die Mannschaft aus dem Ländle gelungen war, dient nicht als Maßstab: „Jetzt herrschen andere Rahmenbedingungen“, stellte General Manager Peter Stöger fest. Damit meint er den Trainerwechsel bei Altach, der auf das Match folgte. Damir Canadi kehrte zurück, übernahm vom Holländer Alex Pastoor und brachte die Mannschaft wieder in die Spur. Drei Siege in vier Runden, davon zwei auswärts. Damit gewann Altach in diesem Jahr ebenso wie die Austria vier Partien, davon drei auswärts. Das Kompliment von Stöger in Richtung Canadi: „Er hat es sehr gut geschafft, seine Mannschaft neu und gut zu organisieren.“ Offiziell interessiert den ehemaligen Austria-Nachwuchsspieler nur der  Klassenerhalt. Aber wer ihn kennt, weiß: Er möchte so wie die Austria die Qualifikationsrunde als Erster, zumindest als Zweiter beenden.

Stöger nützte die Länderspielpause, um mit allen Spielern, deren Verträge enden, und deren Berater Gespräche zu führen. „Halb im Nebel“, wie er feststellte.  Weil er noch nicht weiß, welches Budget ihm für nächste Saison zur Verfügung steht, ob das kompatibel ist mit den  violetten Erwartungen. Derzeit schaut es fast danach aus, dass weniger Budget für die Mannschaft zur Verfügung stehen wird. Davon macht Stöger seine Entscheidung, ob er bleibt oder nicht, abhängig. Da ihm die Austria am Herzen liegt, lässt er dem Klub noch Zeit, Klarheit über die Rahmenbedingungen zu schaffen. Es klingt  fast unglaublich, aber im Hintergrund gibt es  eine neue Gruppe, die überlegt, einzusteigen. Diesmal nicht aus Georgien, sondern aus Österreich. Alle sind gespannt, ob die vertraglich festgelegte erste Insignia-Rate im April überwiesen wird oder nicht. Stöger teilte jedenfalls den Spielern mit, was derzeit möglich scheint und was nicht. Einige zeigten sich interessiert, andere wollten abwarten, wie die sportliche Leitung aussehen wird, andere deutete an, sich bereits anderweitig entschieden zuhaben. Dazu gehört Manprit Sarkaria.

Halb im Nebel gilt auch für die sportlichen Aspekte: Fix ist, dass Austria weiter die Hochform von Tormann Patrick Pentz (oben) brauchen wird, der  gesperrte Benedikt Pichler schwer zu ersetzen ist. Markus Suttner trainiert wieder, aber Stöger tendiert dazu, ihn noch eine Woche pausieren zu lassen. Linksverteidiger Andreas Poulsen schaffte mit Dänemark im ungarischen Szombathely den Aufstieg ins Viertelfinale der Unter 21-EM, spielte beim 1:0 gegen Frankreich und 3:0 gegen Russland durch, pausierte beim 2:0 gegen Island. WSG Tirol-Stürmer Nikokai Frederiksen wurde gegen Frankreich eingewechselt, gegen Island zur Pause ausgetauscht. Zum Team gehörte auch der  Ex-Admiraner Morten Hjulmland. Ob Poulsen auch der Austria zu einem Erfolgserlebnis verhelfen kann? Dazu muss er viel besser spielen als bei der letzten Pleite gegen Wolfsberg. Das gilt aber für alle.

Ähnliche Ziele wie Austria verfolgt auch Hartberg. Präsidentin Brigitte Annerl nannte die Qualifikation für den Europacup, die letztes Jahr im Play-off gegen Austria gelang, als Ziel. Will überdies alles dafür tun, dass Markus Schopp Trainer bleibt. Hartberg gastiert Samstag in Ried, wo Andreas Heraf sein Debüt als Cheftrainer feiert. Seine Vorgänger punkteten in dieser Saison gegen Hartberg, daran wird er gemessen. Gerald Baumgartner schaffte den einen von zwei  Heimsiegen des Aufsteigers gegen Hartberg, Miron Muslic holte in der Steiermark einen Punkt. Den bisher letzten von Ried. Im Niederösterreich-Derby steht Schlusslicht Admira in St.Pölten schon unter Zugzwang. Verlieren ist in dieser Situation verboten.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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