Fußball

Bayern nach Haaland-Schock von 0:2 auf 4:2! Tore von „Fahnenstange“ Kalajdzic und Baumgartner

Knapp zwei Stunden lang durfte sich RB Leipzig nach dem 3:0 (1:0) in Freiburg ohne den gesperrten Marcel Sabitzer über die Tabellenführung in der deutschen Bundesliga freuen. Zu Beginn des Spitzenspiels zwischen Bayern und Borussia Dortmund sah es sogar nach einem Führungswechsel aus. Denn Bayern lag nach neun Minuten durch zwei Tore von Erling Haaland 0:2 zurück. Aber der Meister erholte sich vom Haaland-Schock. Bis zur 44. Minute gelang durch zwei Treffer von Robert Lewandowski der Ausgleich, womit Bayern dank der besseren Tordifferenz wieder vorne lag. Nach 65 Minuten musste Haaland nach einem Foul von Jerome Boateng raus, bis zur 88. Minute blieb es beim 2:2. Ehe Leon Goretzka und Lewandowski mit seinem dritten Tor dafür sorgten, dass Bayern den Zweipunktevorsprung auf Leipzig hielt. Damit ein gelungener Abend für David Alaba. Bemerkenswert, dass er mit Bayern bereits zum 13. Mal in dieser Saison einen Rückstand aufholte.

Ein guter Samstag war es auch für anderen österreichische Teamspieler: Die Torserie von Sasa Kalajdzic ging weiter. Der Sky-Kommentator nannte ihn nach seinem Führungstreffer für den VfB Stuttgart bei Eintracht Frankfurt Stuttgarts „Zweimeter-Fahnenstange“. Kaladjzic nahm eine Flanke mit der Brust herunter, traf dann mit rechts via Unterarm von Landsmann Martin Hinteregger (Bild oben). Das war das 12. Saisontor von Kalajdzic, sein siebentes in den letzten sechs Partien, in denen er immer traf. Alles spricht dafür, dass am 25. März zum Start der  WM-Qualifikation im Hampden Park von Glasgow gegen Schottland sein drittes Länderspiel das erste von Beginn an sein wird. Stuttgarts Führung hielt nur eine Minute. Nach dem 1:1 versicherte Frankfurts Trainer Adi Hütter, der Stefan Ilsanker neben Hinteregger im Abwehrzentrum einsetzte, mit dem Unentschieden zufrieden zu sein.

Das andere Österreicher-Tor gelang Christoph Baumgartner. Beim 2:1 (2:1) von Hoffenheim gegen Wolfsburg hämmerte er den Ball schon nach fünf Minuten spektakulär zum 1:0 unter die Latte. Damit hält er bei je fünf Toren und Assists. Wolfsburg gelang zwar nach Idealpass von Xaver Schlager durch den Holländer Wout Weghorst der Ausgleich, aber am Ende stand die zweite Niederlage in  vier Tagen nach dem Pokal-k.o. in Leipzig. Zwei Tore kassierte Wolfsburg zuvor in elf Spielen zusammen. Schlager kassierte nach der Pause die fünfte gelbe Karte, ist damit nächste Runde gegen Schlusslicht Schalke gesperrt. Schlager empfand die gelbe Karte als ungerecht, reklamierte so heftig, dass auch er Gelb bekam: „Die Niederlage nagt an mir und uns allen. Weil wir nicht so spielen, wie wir es können. Das wird in der Bundesliga knallhart bestraft!“

Wolfsberg blieb trotz Niederlage Dritter vor Frankfurt, hat im Rennen um die Champions League-Plätze zwei Punkte mehr als Hütters Eintracht,  fünf mehr als Bayer Leverkusen, sechs mehr als Borussia Dortmund. Leverkusen gelang ohne Aleksandar Dragovic mit dem 1:0 (0:0) bei Borussia Mönchengladbach ein Befreiungsschlag. Bei den Verlierern begannen mit Stefan Lainer, Valentino Lazaro und Hannes Wolf ein Österreicher-Trio. Wolf avancierte zum Pechvogel: Zweimal verpasste er das Führungstor nur knapp, ein Ballverlust in der gegnerischen Hälfte führte zum entscheidenden Konter von Leverkusen. Mönchengladbach seit acht Spiele ohne Sieg. Seit Trainer Marco Rose seinen Wechsel zu Borussia Dortmund bekanntgab, setzte es fünf Niederlagen in Serie, die letzten zwei mit 0:1. Rose nannte es eine „sehr herausfordernde Situation!“

Ein Österreicher-Erfolgserlebnis gab es auch in der zweiten Liga: Robert Zulj verwandelte einen Elfmeter zum Bochumer Siegestor zum 2:1 (1:1) beim Dritten Fürth. Damit bliebt Bochum voll im Aufstiegsrennen und Tabellenführer.

Foto: VfB Stuttgart.

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