Fußball

Bei Admira gefeuert, bei Austria gefragt: Schösswendter im Blickpunkt

Am 5. Oktober setzte die Admira Christoph Schösswendter vor die Tür.  Nach dem 0:5-Debakel in der zweiten Runde  gegen St.Pölten. Dreieinhalb Monate oder zwölf Runden später kommt der 32 jährige zurück in die Südstadt. Mit der Austria. Daher wird das für den Salzburger ein ganz besonders Spiel. Bei Admira gefeuert, bei Violett im Abwehrzentrum hingegen plötzlich und fast wider Erwarten gefragt Zweimal spielte der 1,94 Meter-Riese bisher von Beginn an. Beide Partien gingen nicht verloren. Weder gegen den LASK (Bild oben) noch Samstag im Innviertel gegen Ried. Vier Punkte holte die Austria aus diesen Partien in den letzten zwei Runden, kassiert nur ein Tor. Schösswendters  Erfahrung und Größe helfen offenbar – bei Admira hingegen spielten beim 2:2 in St. Pölten ein 22 jähriger (Pascal Petlach) und der 20 jährige Emmanuel Aiwu im Abwehrzentrum, das speziell bei den Gegentoren nicht kompakt wirkte.  Keine Frage, Schösswendter wird heiß sein, es der Admira zu zeigen. Speziell Mastermind Felix Magath, von dem behauptet wird, dass er Schösswendters Eliminierung betrieben hat. Weil er als Mitglied des Mannschaftsrats Kritik an Magaths Maßnahmen übte.

2016 verließ Schösswendter als Stammspieler die Admria, kehrte nach fünf Jahren zu Rapid zurück. Erzielte das erste  Meisterschaftstor im neuen Allianz-Stadion. Wurde aber in Hütteldorf nicht glücklich, speziell als Damir Canadi Trainer wurde. Der sagte ihm zwar offen, aber wenig schmeichelhaft, dass er mit ihm wenig anzufangen wusste. Obwohl Canadi bald gehen musste, hieß es nach einer Saison wieder weg von Hütteldorf. Bei Union Berlin klappte es noch in der zweitn Liga nicht. Nur drei Einsätze. Daher nach Vertragsende 2019 Abschied vom Aufsteiger, ablösefrei zurück zur Admira. Dort gesetzt, auch in der entscheidenden Phase des Abstiegskampfs samt Rettung. Nach zwei Runden dieser Saison kam das Ende. Aus Leistungsgründen durfte er nicht mehr mittrainieren. Die Spielergewerkschaft machte sich für ihn stark, doch ehe sich der Konflikt richtig entwickelte, griff überraschend die Austria zu. Was viele als Beweis dafür werteten, dass die violetten Ansprüche im Vergleich zu besseren Zeiten etwas gesunken sind.

Aber Schösswendter weiß aus seiner Erfahrung, was in bedrohlichen Situationen zu tun ist. Vielleicht hilft das derzeit: „Man braucht Leute, die im Kopf stark und gefestigt sind. Es kann den Unterschied ausmachen, wer sich mehr als Einheit präsentiert!“ Auch Dienstag Abend beim „Abstiegsderby“ in der Südstadt, das nach Unentschieden riecht, das keinem helfen würde. Schösswendter  sieht in seinem amerikanischen Partner im Abwehrzentrum, Erik Palmer Brown, eine Zweikampfmaschine mir „brutaler Geschwindigkeit. Dem rennt keiner davon!“ Seine Aufgaben sieht er im Einteilen und bei den Luftduellen. In Ried hat´s funktioniert. Austrias General Manager Peter Stöger möchte nochmals so eine tolle Moral wie Samstag sehen, dazu mehr Ruhe in der Offensive. Mit dem gesperrten Eric Martel und dem verletzten Christoph Monschein fehlen im Vergleich zum Startsieg zwei Spieler, bei Admira kommt nach dem Niederösterreich-Derby vielleicht David Atanga dazu, falls die Spielbewilligung für den Flügelflitzer rechtzeitig vom DFB kommt. Trainer Damir Buric wertete die Leistung in St. Pölten als „eine unserer besten“, als Schritt nach vorne. Die Admira gewann keines der letzten acht Duelle gegen Austria. Es gab je vier Unentschieden und Niederlagen.

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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