Fußball

Bei der Austria macht nur die Mannschaft Fortschritte

Nur zwei Punkte fehlen der  Wiener Austria auf Rang vier, auf Austria Klagenfurt. Sonntag Nachmittag kann das im Wörthersee-Stadion beim direkten violetten Duell geändert werden: „Die Qualität dazu haben wir“, behauptete Trainer Manfred Schmid. Das hat sich in den letzten Runden abgezeichnet. Was dagegen spricht, ist die Statistik: Gegen den Aufsteiger konnte Austria zuletzt dreimal nicht gewinnen. Passierte in der letzten Saison gegen Ried, in dieser gegen Klagenfurt in der Generali-Arena (1:1). Austria steht schon etwas unter Zugzwang, da die weiteren Gegner vor der Winterpause höher einzuschätzen sind: Sturm Graz, Rapid und der LASK. Sturm und der LASK trennten Sonntag in Graz aufeinander, wobei Sturms Trainer Christian Ilzer nach dem Coruna-Cluster, der nur drei Spieler nicht betroffen haben soll, selbst Samstag noch nicht genau wusste, wer wie belastbar sein wird. LASK-Kollege Andreas Wieland hat fünf, die vor der Länderspielpause wegen Erkrankungen oder Verletzungen fehlten, hingegen wieder zur Verfügung: Thomas Goiginger, Lukas Grgic, Mamadou Karamoko, Dino Maresic und James Holland.

Zurück zur Austria: Schmid erwartet, dass sich seien Mannschaft besser präsentieren wird als vor zwei Wochen, als es trotz 0:1-Niederlage gegen Red Bull Salzburg viel Lob gab. Grund soll ein körperlicher Schub nach vorne gewesen sein, an dem im Training gearbeitet wurde. Schmid setzt weiter auf die Youngsters wie Matthias Braunöder (Bild oben). Bisher konnten alle Spekulationen um die finanzielle Lage ausgeblendet werden. Ob es dabei bleibt, wenn sogar eine Insolvenz nicht mehr ausgeschlossen werden kann? Schmid gelang es bisher besser, die sportlichen Herausforderung zu bewältigen als der Chefetage die Suche nach dem Investor, der 49,9 Prozent der Austria AG kauft. Die laufen schon eineinhalb Jahre. So lange geistert auch der Name des Spaniers Ivan Bravo, der früher zur Strategie-Abteilung von Real Madrid gehörte, in Austria-Kreisen herum. Bravo war als Chef der Aspire Academy in Katar bis Sommer auch Sportchef beim belgischen Klub Eupen, der im Besitz der „Aspire Zone Foundation“ ist. Die Skepsis, ob da noch ein Abschluss gelingen wird, hat ihre Berechtigung. Austrias AG-Vorstand Gerhard Krisch findet zwar in Interviews immer schöne Worte, aber denen folgten noch keine Taten, die schon überfällig wären.

Aufsteiger Klagenfurt nahm einen neuen ablösefreien Stürmer namens Colin Quanner unter Vertrag. Kein Grund für die Wiener Austria, deshalb unruhig zu werden.  Der 30 jährige spielte in den letzten zehn Jahren unter anderem bei Arminia Bielefeld, Ingolstadt, Rostock, Union Berlin, in England bei Huddersfield und in Schottland bei St. Mirren. Seit Sommer war er auf Klubsuche. Die beste Zeit hatte er 2016/17 bei Union Berlin in der zweiten Liga mit zehn Toren in 32 Spielen. Danach holte ihn Huddersfield für 500.000 Euro Ablöse. In der Premier League kam der bullige Stürmer auf 28 Einsätze mit drei Treffern. Besser als Markus Pink ist Quanner sicher nicht.

 

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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