Fußball

Bei Rapid nur negative Tests: „Jetzt müssen wir alles richtig machen!“

Die ganze Bundesliga freut sich auf Freitag und das erste Mannschaftstraining seit zwei Monaten. Nur Sturm Graz läßt sich damit bis Samstag Zeit. Vorbei sind die Zeiten, in denen noch der Abstand von zwei Metern im Training (Bild oben) vorgeschrieben war. Donnerstag galt dies zum hoffentlich letzten Mal. Egal, wo man hinhört, alle sind schon gierig darauf, wieder elf gegen elf zu spielen. Eine Situation, die  Austrias Trainer Christian Ilzer mit markigen Worten beschrieb: „Man fühlt sich wie bei einem Regenerationstraining nach einem Sieg. Die Werkzeuge sind geschliffen und einsatzbereit.“

Bei Rapid gab es auch grünes Licht durch die medizinische Abteilung um Thomas Balzer und seine rechte Hand Wolfgang Frey, Alle Corona-Tests der Spieler und Betreuer waren negativ, damit gab es das gewünschte positive Ergebnis. Freitag folgt vor dem Training noch eine Besprechung über die im Präventiv-Konzept der Liga vorgeschriebenen Abläufe für das Training. Frey wacht auch in den Kabinen wie ein „Haftelmacher“ penibelst darüber, dass sich keine Nachlässigkeiten einschleichen, die in Deutschland durch das peinliche Video von Hertha BSC Berlin und Salomon Kalou für große Aufregung gesorgt hatten. Aber gegen Dummheit ist weltweit kein Kraut gewachsen. Im Haushalt müssen die Spieler allein auf sich „aufpassen“. Was ihnen die Liga in ihrem Präventivkonzept so vorschreibt, klingt schon einig wenig übertrieben, fast befremdend. Heißt es doch unter anderem: „Den Kontakt mit anderen Personen bestmöglich vermeiden. Im Haus oder in der Wohnung bleiben, keine Besuche empfangen, keine öffentlichen Verkehrsmitteln benützen!“ Dies gilt für alle im gemeinsamen Haushalt. Die empfehlen zudem im Umgang mit Frau, Lebenspartnerin oder Kindern „den direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten, insbesondere aus dem Mund-Rachen-Raum und aus den Atemwegen“ zu vermeiden. Es wird auch angeregt, die eigenen Kontaktpersonen zu notieren und den Gesundheitszustand zu beobachten. Da geht sicher  etwas zu weit.

Überall spielt die Angst mit, dass es beim „zurück kommen zum Ursprung“, wie es Rapids Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic ausdrückte, nach der zweimonatigen Pause anfangs mehr Verletzungen als normal geben könnte. Die ist sogar größer als die vor Corona.  Bei Rapid gibt es schon einen Ausfal mehr, bevor das Mannschaftstraining begann: Innenverteidiger Matteo Barac muss wegen einer Muskelzerrung vermutlich noch eine Woche pausieren: „Es geht jetzt darum, alles richtig zu machen. Ob es gelingt, wird man erst am Rasen sehen“, meinte Trainer Didi Kühbauer mit Blickpunkt auf das bevorstehende dichte Programm in einer „Horrorsaison, die hoffentlich nie mehr so kommen wird“, mit fünf englischen Wochen in der in erster Linie auf gute Regeneration und richtige Ernährung ankommen werde: „Wer behauptet, er kommt nach der Pause genauso zurück wie er vorher war, der lügt!“

Ein Testspiel vor dem Neustart ist jedem Verein erlaubt. Rapid wird davon Gebrauch machen. Ebenso die Austria, die auf Sturm Graz treffen wird. Aber beim Startknaller  am 3. Juni in Salzburg beim Meister sieht Kühbauer Rapid trotzdem in der schlechteren Ausgangsposition: „Salzburg hat dann auch schon das Cupfinale in den Beinen, daher einen besseren Rhythmus als wir. Damit müssen wir leben!“

Foto: © SK Rapid Wien Media.

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