Fußball

Nicht einmal der Teamchef darf noch ins Stadion

Mit dem Neustart der Bundesliga in Deutschland und Österreich herrscht auch ein neues Grundgesetz. Maximal 200 Personen dürfen bei den Geisterspielen in den Stadien sein. Und wie es derzeit aussieht, gehören die  Teamchefs nicht dazu. Das betrifft sowohl Jogi Löw in Deutschland als auch Franco Foda in Österreich. Den sogar in doppelter Hinsicht. Denn er war ebenso wie seine Assistenten Thomas Kristl und Imre Szabics oft in Deutschland unterwegs, um alle seine in der ersten und zweiten Liga  engagierten Teamkandidaten zu beobachten. Das fällt vorerst aus. Wenn selbst der deutsche Teamchef sich nicht auf dem Stadion-Gelände bewegen darf, dann auch nicht der österreichische. Sie müssen draußen bleiben und die Geisterspiele im TV verfolgen.

Für Löw und Foda wären Sonderreglungen  notwendig. Die Vereine müssten sie in das Kontingent ihrer „Mitarbeit“ berufen, die auf der Tribüne Platz nehmen dürfen. In Deutschland wird das nicht passieren. Löw, der  in Freiburg die meisten Spiele im Stadion verfolgt, plant gar nicht damit, wird sich an alle Vorgaben halten.  Ebenso Foda, der in einem Interview mit dem ÖFB-TV dieser Tage vor allem Disziplin in Zusammenhang mit den Geisterspielen einforderte. Also wird er die auch vorleben. Weiter für seinen Sponsor tipp 3 in Werbeeinschaltungen die Devise vertreten, dass König Fußball zurück ist (Bild oben), aber selbst vorerst nicht zurück im Stadion sein. Obwohl in Graz bei seinem Ex-Verein Sturm sicher ein Platz für den ehemaligen Libero in Ivica Osims Erfolgstruppe und späterem Meistertrainer frei wäre.

Nicht im Stadion zu sein, wäre vorerst auch zu verkraften. Einerseits kennt Foda seine Kandidaten in und auswendig, sozusagen bis ins letzte Detail. Anderseits spielt die Nationalmannschaft in dieser Saison ohnehin nicht mehr, trifft sich frühestens im September zum Nations League Start in Norwegen und gegen Rumänien im Wiener Happel-Stadion. Oder gar erst einen Monat später, wenn der Terminplan nicht hält. Das entscheidet die UEFA-Exekutive in zwei Wochen. Die Hoffnung, dass in der kommenden Saison wieder ein bestimmtes Kontingent an Zuschauern in die Stadien darf, besteht ja zu recht, die Forderung danach ist nach derzeitigem Stand völlig legitim. Dann werde auch wieder die Teamchefs ihre Kandidaten vor Ort beobachten können.

Foto: tipp3.

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