Fußball

Beim Rotieren siegte Salzburg gegen Bayern 9:6!

Drei Tage vor dem direkten Aufeinandertreffen  in der Champions League gab es ein Fernduell zwischen Red Bull Salzburg und Bayern München. Unter dem Titel wer rotiert mehr. Da gewann der Außenseiter Salzburg 9:6! Bei Österreichs Meister begannen beim 5:0 (2:0) gegen WSG Tirol nur zwei aus der Startelf beim 2:3 gegen Atletico Madrid, nämlich Zlatko Junuzovic und Dominik Szoboszlai. Also neun Umstellungen. Bei Bayern waren es am Nachmittag beim 2:1 (2:0) in Köln sechs: Tormann Manuel Neuer, der französische Weltmeister Benjamin Pavard, Niklas Süle, Joshua Kimmich, und Thomas Müller begannen wie auch Dienstag zuvor im Lok-Stadion von Moskau. David Alaba,  Lucas Hernandez und Kingsley Coman blieben auf der Bank, Torjäger Robert Lewandowski. Leon Goretzka und Corentin Tolisso mussten gar nicht nach Köln mitfliegen: „Man kann über Belastungssteuerung nicht nur reden, man muss sie auch in die Tat umsetzen“, meinte Trainer Hansi Flick. Tat er auch. Schließlich folgt auf das  Salzburg-Spiel das Spitzenduell in der Bundesliga gegen Borussia Dortmund. Alaba ersetzte ab der 79. Minute den Spanier Javi Martinez im defensiven Mittelfeld. Ein Beitrag von Flick zum Vertragspoker? Diese Woche tauchte wieder einmal die abstruse Vermutung auf, Alaba habe auch deshalb noch nicht verlängert, weil ihm vor fünf Jahren mehr Einsätze im Mittelfeld zugesagt worden waren und dies nicht eingehalten wurde.

Bei Salzburg durfte Carlos Coronel ins Tor, begann der 20 jährige französische Innenverteidiger  Oumar Solet erstmals in der Bundesliga, brachte als Sturmspitzen den Schweizer Noah Okafor und Karim Adeyemi. Keiner kann sich vorstellen, dass die auch Dienstag Abend gegen Bayern so sein wird. Obwohl Rekordkauf Okafor (Bild oben) seinen bisher auffälligsten Auftritt bei den Bullen  hatte. Mit seinem ersten Dreierpack in der Bundesliga zum 3:0, wobei den missglückten Schuss zum 2:0 Tirols Innenverteidiger David Gugganig abfälschte. Die attraktivste Aktion des Schweizers war der Fersler als Assist zum fünften Treffer. Höchste Zeit für diese Leistung des Schweizers. Ähnlich sah es auch Marsch.

Die wahrscheinlichste Variante ohne Datson Paka heißt gegen Bayern weiterhin Sekou Koita und Mergim Berisha,  der Samstag nur aufwärmte. Koita kam wie Kapitän Andreas Ulmer, Enock Mwepu und Mohamed Camara nach 61 Minuten, als auch für Junuzovic und Szoboszlai der Arbeitstag beendet war. Koita sorgte für das 4:0 und holte nach Okafors Superfersler den Elfer heraus, den er zum 5:0 verwertete. Marsch: „Seine Schnelligkeit werden wir gegen Bayern schon brauchen.“ Der Unterschied zu Bayern und Champions Lague außer der Klasse des Gegners: Beim 5:0 noch 1500 Zuschauer, die für etwas Stimmung sorgten, Dienstag ein Geisterspiel.

Die Fans protestierten noch mit einem Transparent gegen unsinnige Maßnahmen der Regierung wie die wieder befohlenen Geisterspiele ohne Zuschauer. Auch Salzburgs Geschäftsführer Stephan Reiter konnte im Sky-Interview so manche Verordnung der Regierung nicht nachvollziehen, obwohl man akzeptieren müsse, dass Gesundheit den absoluten Vorrang hat. Ligavorstand Christian Ebenbauer stellt in seiner Reaktion noch einmal fest, das  sich bisher kein Zuschauer nachweislich beim Besuch eines Bundesligaspiels infiziert hat, es danach keinen Corona-Cluster gab, nur viermal das Kontakt-Tracing zur Anwendung kam, bei insgesamt 104.937 Zuschauern 3800 Ordner im Einsatz waren. Somit kam ein Ordner für 28 Besucher. Offenbar zu wenig für die Regierung.

Foto: Red Bull Salzburg.

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