Fußball

Bei Rapids Sportchef gibt´s keinen Neukauf ohne Verkauf

Was Rapids neuen Sportchef Thomas Bickel bisher  an Österreichs Fußball weniger gefiel, verriet er  um die Weihnachtszeit einigen Schweizer  Medien. Er konstatierte im Vergleich zu seiner Heimat weniger Professionalität. Mitunter erinnere ihn das alles an einen  Zweitliga-Unihockeyverein,  sogar bei Rapid. Auch das Ausleseverfahren, dem er sich vor  seinem Engagement stellen musste und aus dem er siegreich hervorging, fand er überraschend. So musste er im Finish 50 Fragen beantworten. In den meisten waren fünf Begriffe verpackt,die er nach seiner Wichtigkeit  ordnen musste. Das mag zwar im Wirtschaftsleben durchaus üblich sein, aber in der Fussballbranche sollte die fachliche Kompetenz doch am  meisten  zählen. Ob Bayerns letzter Sportchef Matthias Sammer oder der künftige, egal ob er Philipp Lahm oder anders heißt, auch nach ähnlichen Kriterien bestellt wurde und wird? Kann man sich eigentlich nicht vorstellen.

Die Auswertung seiner Antworten kam für Bickel nicht überraschend.  Nämlich, dass er stur, aufbrausend, abweisend oder auch arrogant  sein kann, wenn er  in wichtige Entscheidungen zu wenig einbezogen wird oder die seiner  Ansicht nach zu wenig ausdiskutiert wurden. Da kann es ja ab 2. Jänner in Hütteldorf recht spannend werden. Bickels Einstellung zum derzeitigen Rapid-Kader ist nachvollziehbar: In Frühjahr warten 16 Meisterschaftsrunden und  drei Spiele im Cup, wenn sich die grün-weißen Sehnsüchte nach dem ersten Finale seit 1995 erfüllen. Für dieses Programm sind 29 Mann sicher zu viel. Daher kündigte er schon an, einem Winterkauf nur zuzustimmen, wenn es vorher einen Verkauf gegeben hat. Starke Ansage.

Die Anzahl der Legionäre möchte er auf sechs reduzieren. Mehr  dürfen nicht am Spielbericht stehen, sonst gibt es ja keine Gelder aus dem Österreicher-Topf, auf den Rapid nicht verzichten will. Da wohl keiner der vier erst im letzten Sommer geholten Legionäre wie der bisher teuerste Einkauf Mocinic, Traustason, Joelinton oder Kvilitaia geopfert, der grün-weiße Fußballgott Steffen Hofmann, der zwei Tage vor Weihnachten allein in Hütteldorf trainierte,  bei solchen Gedankenspielen aus sportlichen Gründen kein Thema sein kann, dürften  wohl Torhüter Novota, Jelic und Tomi auf der Verkaufsliste stehen. Jetzt muss Bickel mit seinem Netzwerk nur Interessenten für  sie finden. Für Novota soll es einen im skandinavischen Raum geben.

 

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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