Fußball

Bremen trägt Trauer, Prietl mit Bielefeld gerettet! Trimmel spielt in Europa

Bremen trägt Trauer! Der Versuch, mit Werders Trainerikone Thomas Schaaf den ersten Abstieg seit 1980 zu verhindern, scheiterte mit der 2:4 (0:1)-Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach, bei der beide Österreicher (Marco Friedl, Romano Schmid) durchspielten. Der schluchzende Friedl konnte danach kaum beruhigt werden. Sie müssen nach nur einem Punkt in den letzten zehn Runden in die zweite Liga, woran auch ihre Landsleute im Gladbach-Dress einen Anteil hatten: Stefan Lainer gab den Assist zum 0:1, Hannes Wolf zum 0:2. Bis knapp vor Schluss schien die Niederlage nicht den Abstieg zu bedeuten, aber dann gelang dem 1. FC Köln in der 88. Minute durch den belgischen Abwehrspieler Sebastian Bornauw das Siegestor zum 1:0 (0:0 gegen  Schalke und der Sprung an Bremen vorbei auf den Relegationsplatz. Florian Kainz spielte bis zur 58. Minute. Gegen wen Köln um den Verbleib in der Bundesliga spielen muss, entscheidet sich erst Sonntag Nachmittag.

Aufsteiger Arminia Bielefeld gelang mit dem 2:0 (0:0) in Stuttgart die Rettung. Riesenfreude beim Steirer Manuel Prietl, im zentralen Mittelfeld eine unverzichtbare Stütze von Bielefeld:  „Das haben uns nur die wenigsten zugetraut. Wir galten immer als heißester Tipp für den Abstieg!“ Bielefeld hat das kleinste Budget der Bundesliga. An der Rettung haben auch Ex-Salzburger einen Anteil: Trainer Frank Kramer leitete bis 2020 Salzburgs Akademie, trainierte die U 19. Er stieg bei Bielefeld im März für die letzten zwölf  Runden ein, erreichte einen Punkteschnitt von 1,42.  Masaya Okugawa kam im Winter. Der Japaner holte den Elfmeter zum Führungstor heraus.

Ein ähnlich großes Erfolgserlebnis wie für Prietl gab es für den österreichischen Kapitän von Union Berlin, Christopher Trimmel: Durch ein 2:1 (1:1) über RB Leipzig mit Marcel Sabitzer gelang den „Eisernen“ in der Alten Försterei vor 2000 Zuschauern die Qualifikation für die neue Conference League. Damit spielt der Burgenländer erstmals seit seinen Rapid-Zeiten, erstmals seit 2013 wieder in einem europäischen Klubbewerb. Ein unglaublicher Erfolg in seinem siebenten Jahr in Berlin, 2019 war in der Relegation gegen VfB Stuttgart der Aufstieg gelungen. Das 1:0 fiel nach einem Eckball von Trimmel, es war sein 10. Assist in dieser Saison durch einen Standard. Bis zur letzten Minute stand es 1:1, ehe Max Kruse das Siegestor köpfelte. Der im Vorfeld gemeint hatte, Conference League könnte ruhig die anderen spielen, die interessiere ihn nicht.  Ohne sein Tor wäre der letzte Europacupplatz an Mönchengladbach gegangen. So aber konnte Trimmel nach Union Berlins erstem Sieg in der Bundesliga gegen RB Leipzig  feststellen: „Ich bin riesig stolz auf diese Mannschaft!“ Den Erfolg feierten der Schweizer Trainer Urs Fischer und die Spieler  mit den Fans vor dem Stadion.

Ein Riesenlob gab´s noch einmal für David Alaba nach seinem letzten Spiel bei Bayern München, dem 5:2 (4:0) gegen Augsburg, bei dem er das vierte Tor vorbereitete. Trainer Hans Flick, der sich auch verabschiedete, lobte ihn als Herz der Mannschaft: „Er ist auf drei Positionen Weltklasse, hat eine große, soziale Kompetenz. Ich werde ihn sehr vermissen.“ Bayern sicher auch. Interview wollte  Alaba nachher keines geben. Bei seinem letzten Einsatz, bei dem  sein kleiner Sohn im Stadion war, ein Alaba-Leiberl mit der  Nummer 27 trug, kurz auch auf der Meisterbühne mit dem Papa feierte, spielte er im zentralen Mittelfeld. Robert Lewandowski erzielte mit der letzten Aktion des Spiels sein 41. Saisontor, womit er alleiniger Rekordhalter der Bundesliga ist. Letzte Woche holte er Gerd Müller ein, Samstag löste der Pole ihn ab.

Was Österreichs Teamchef Franco Foda sicher mit Blickpunkt Europameisterschaft  interessierte: Konrad Laimer spielte bei Leipzigs Niederlage in den letzten 25 Minuten, Teamkapitän Julian Baumgartlinger feierte beim 1:3 (0:1) von Leverkusen in Dortmund sein Comeback nach der schweren Verletzung am 16. Jänner, spielte zwar nur vier Minuten, aber doch. Aleksandar Dragovic kam zum vierten Mal hintereinander über die volle Distanz zum Einsatz. Tormann Pavao Pervan stand  bei Wolfsburgs 2:3 (0:1) gegen Mainz erstmals in dieser Saison zwischen den Pfosten. Für keinen der drei Verlusttore konnte man ihm einen Vorwurf machen.  Pervans Trainer Oliver Glasner sagte zu seiner Zukunft: „Ich habe einen Vertrag bis 2022. Wenn sich in den nächsten Tagen daran etwas ändert, werden wir das bekannt geben!“

Foto: Twitter.

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