Fußball

Burgstaller ist der effizienteste Spieler der Liga

Burgstaller

7020 Zuschauer kamen im Schnitt zu den 96 Spielen in der ersten Hälfte der Bundesligasaison. Das ist eine positive Zahl, weil sie im Vergleichswert zur letzten Saison, in der uneingeschränkten Eintritt erlaubt war (2020/21), ein Plus von 7,7 Prozent bedeutet. Klare Nummer eines in der Besuchertabelle ist wieder einmal Rapid mit durchschnittlich 17 991 Fans, gefolgt von Red Bull Salzburg (12 447), Sturm Graz (11 851) und der Wiener Austria (10 695). Die einzigen vier Klubs mit einem Zuschauerschnitt von über 10.000, der Fünfte Altach bleibt mit 5311 schon deutlich darunter. Schlusslicht ist trotz starker Leistungen und Platz fünf WSG Tirol (2156).

Die 16 Runden brachten Neuigkeiten und Rekorde. Erstmals kamen ein Legionär von Kap Verde (Bryan Teixeira von Austria Lustenau), Algerien (Yuliwes Belache von Austria Lustenau) und Kolumbien (Fredy Valencia beim LASK) zum Einsatz. Teixeira avancierte zum ersten Spieler aus Kap Verde, der ein Tor in der Bundesliga erzielte, Austrias Marvin Martins zum ersten Luxemburger, dem dies gelang. Es gab einen „Franzosen-Boom“ in der Liga. Zehn kamen zum Einsatz, so viele wie seit Bundesligagründung bis 2020/21 zusammen. Die torgefährlichsten Legionäre kamen aus Slowenien. Sie erzielten zusammen 19 Treffer. Verantwortlich dafür unter anderem Benjamin Sesko von Salzburger und Nik Prelec von WSG Tirol.

Bei den Rekorden ist Winterkönig Salzburg an vorderster Front.  Er überwintert als erster österreichischer Klub zum sechsten Mal in Serie in einem europäischen Bewerb, stellte seine elf Jahre alte Bestmarke  von sieben Auswärtssiegen in Serie ein. Es gelang vor Matthias Jaissle keinem anderen Trainer in der Bundesligageschichte, 37 seiner ersten 48 Spiele zu gewinnen. Beim 3:1-Auswärtssieg über die Wiener Austria am16. Oktober stellte Salzburg mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahre und 109 Tagen die jüngste Startelf der Bundesliga-Geschichte. Die jüngste Startelf von Wolfsberg in der Bundesliga nominierte Trainer Robin Dutt Anfang November beim 1:2 gegen Salzburg. Die war aber mehr als zwei Jahre und 208 Tage im Schnitt alter – 23 Jahre, 317 Tage. Auf ihren Rekord wird die Wiener Austria besonders stolz sein: In zehn Auswärtsderbys bei Rapid hintereinander mit vier Siegen und sechs Unentschieden ungeschlagen. Damit ist Austria die einzige Mannschaft, der dies in Hütteldorf gelang.

In der Tabelle der ersten Spielhälfte liegt Salzburg nicht vorne, sondern auf Rang drei hinter LASK und Sturm. Rapid findet man nur auf Platz acht, aber in der zweiten Hälfte hinter Salzburg als Zweiter. Grün-Weiß erzielte 68 Prozent seiner Treffer (17 von 25) nach der Pause. Die zehn Tore ab der 75. Minute, in der Rapid-Viertelstunde, bedeuten Ligabestwert, ex aequo mit Wolfsberg. Bestwert sind auch sechs Tore in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte. Das sind bereits doppelt so viel wie in der gesamten Vorsaison. Keine andere Mannschaft erzielte neun Tore nach Flanken (bereits eines mehr als letzte Saison) und kassierte nach der Pause weniger Gegentore als Rapid, nämlich sechs. Das gelang auch Salzburg und Sturm Graz.

Die von opta, dem Statistikpartner der Bundesliga ermittelten „Einzelsieger“ kommen von neun Mannschaften: Altachs Routinier Atdhe Nuhiu beging die meisten Fouls (42) und erzielte die meisten Kopfballtreffer (sechs). Pius Grabher von Austria Lustenau kam auf die meisten Tackles (42), Rene Renner vom LASK fing die meisten Bälle ab (53), hatte die meisten Ballaktionen (1394). Salzburgs Philipp Köhn ist der Tormann, der den Bestwert an abgewehrten Torschüssen hält (77,5 Prozent). Aufsteiger Lustenau hat mit Teixeira den Spieler, der die meisten Dribblings versuchte (84) und mit Stefano Surdanovic den, an dem die meisten Fouls begangen wurden (52). Der Zweikampfkönig kommt von Austria Klagenfurt. Nicolas Wimmer gewann 71,6 Prozent seiner Duelle, Rieds Tin Plavotic 73,8 Prozent seiner Kopfballduelle. Die meisten Torschüsse gab der LASK-Japaner Keito Nakamura ab (50), die meisten Schussvorlagen kamen von Austrias Dominik Fitz (53), die meisten Flanken vom Rapidler Jonas Auer (65). Rapids Guido Burgstaller (Bild oben) hatte mit Abstand die meisten Aktionen im gegnerischen Strafraum (104 sind 29 mehr als beim zweitplatzierten Nakamura) und belegt in der Rangliste der effizientesten Spieler Platz eins vor den Salzburgern Junior Adamu und Noah Okafor. Der Wert berücksichtigt die erzielten Treffer und vorgefunden Chancen, aus denen man Tore erwarten kann. Burgstaller überbot seinen Expected Goals-Wert durch seine Abschlussqualität ligaweit am deutlichsten.

Platz eins in der Schützenliste und in der Scorerwertung (Tore plus Assists) belegt Markus Pink von Austria Klagenfurt, bei den Scorerpunkten ex aequo mit Torvorlagen-Spitzenreiter Teixeira.  Seit 2013/14 stellten die Legionäre mit Jonathan Soriano von Salzburg, Olaren Kajode von Austria, Munas Dabbur von Salzburg, Shon Weissman von Wolfsberg, Patson Daka und Karim Adeyemi von Salzburg den Torschützenkönig. Der 32 jährige Pink könnte die Serie beenden, wenn er in den letzten 16 Runden der Saison nochmals 12 Tore erzielt wie in den ersten 16. Bisher letzter österreichischer Schützenkönig war Philipp Hosiner in Austrias letzter Meistersaison 2012/13 mit 32 Treffern.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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