Fußball

Christoph Freund nach Leipzig? Das passiert sicher nicht bis 2023!

Christoph Freund nächste Saison nicht mehr Sportchef bei Red Bull Salzburg, sondern beim „großen Bruder“ in Leipzig? Darüber wurde bereits im Frühjahr gemunkelt und erneut am Samstagabend bei „Sky“ spekuliert. Der Posten bleibt diese Saison in Leipzig vakant. Vorstandschef Oliver Mintzlaff versicherte, man sei in sehr konkreten Verhandlungen mit dem erklärten Wunschkandidaten, mit dem man zwischen Jänner und Juni 2022 zu einem Abschluss kommen werde. Worauf Deutschlands Rekordspieler Lothar Matthäus ankündigte, nach seinen Informationen werde dies Freund sein. Und lobte den 44 jährigen Leoganger über den grünen Klee. Ein Mann, der nicht die Sonne suche, kein Lobbying in eigener Sache betreibe, ein perfekter Teamplayer sei, der nichts dagegen haben werde, in der zweiten Reihe hinter Mintzlaff zu stehen, auf seine Art Erfolge voranzutreiben.  Für Freund spreche auch sein großes und perfektes Netzwerk, was man daran sehe, welche Spieler mit großer Perspektive er entdeckte und nach Salzburg holen konnte. Wie Erling Haaland und Karim Adeyemi.

Freund, so Matthäus, mache alles der Reihe nach, wolle diese Saison in Salzburg noch erfolgreich zu Ende bringen, dann ein Jahr vor Vertragsende alles übergeben. Nach sieben Jahren. So lange hätte er dann als Sportchef die Erfolgsstory von Österreichs Topklub entscheidend mitgestaltet. 2012 hatte ihn Ralf Rangnick als Sportkoordinator geholt. Die Matthäus-Prognosen klangen durchaus nachvollziehbar. Nur muss Salzburg alles daran setzen, dass sie nicht stimmen. Den Abgang von Freund verhindern. Niemand könnte ihm böse sein, wenn es ihn reizt, in der größeren deutschen Bundesliga ähnliche Erfolge wie mit Salzburg anzustreben und Bayern tatsächlich anzugreifen. Aber sein Abgang wäre ganz schlecht. Nicht nur für Salzburg, sondern für die ganze österreichische Fußballszene. Es gibt wahrscheinlich nur einen, der in dieser Angelegenheit ein „Machtwort“ sprechen könnte: Red Bull-Boss Didi Mateschitz.  Sollte es ihn mehr als alles andere reizen, mit Leipzig den Meistertitel zu holen, dann sieht es für Salzburg allerdings schlecht aus. Dann könnte nur Freund selbst seinen Wechsel nach Leipzig verhindern, indem er das Angebot ablehnt.

In Leipzig sieht man Freund auch als Person, der die Position des im Juni von Salzburg gekommenen Trainer Jesse Marsch stärken wird. Der Amerikaner ist in Sachsen noch nicht so richtig angekommenen. Jeder weiß, dass Mintzlaff zu Marsch steht. Aber die Art der Niederlagen gegen Bayern, Manchester City und FC Brügge hinterließen Zweifel, ob der Stil des Amerikaners für Leipzig der richtige ist. Freund und Marsch? In Salzburg hatte man fast den Eindruck, dass Freund 2019 mehr um den Verbleib von Marco Rose gekämpft hat als 2021 um den von Marsch. Freund beendete Sonntag schon vor dem 3:1 (2:0) gegen den LASK alle Spekulationen, indem er bei „Sky“ erklärte, es tauge ihm voll bei Salzburg und er werde seinen Vertrag bis 2023 erfüllen. Das kann man für bare Münze nehmen. Denn wenn Freund was so dezidiert erklärte, dann hielt das bisher.

Der Sportchef konnte sich Sonntag über den zehnten Sieg in zehn Runden, saisonübergreifend über den 14. hintereinander in der Bundesliga freuen, der zehn Punkte Vorsprung auf Platz zwei brachte, da Sturm Graz das steirische Derby bei Hartberg etwas überraschend 2:3 (0:2) verlor. Max Wöber gelang mit dem 2:0 sein erstes Tor in der Bundesliga für den Meister, der LASK kassierte die erste Niederlage unter Trainer Andreas Wieland fiel auf Rang zehn zurück. Hartberg gelang wieder der Sprung in die ersten sechs.

Foto: Red Bull Salzburg.

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