Fußball

Daka weg, sechs Monate Pause für Koita: Aber Salzburg holt keinen Stürmer

Mittwoch um 12 Uhr war es sowohl bei Red Bull Salzburg als auch in Leicester hochoffiziell: Patson Daka verlässt nach vier Jahren Salzburg, wechselt zu Englands Cupsieger  in die Premier League, bei dem er einen Vertrag bis 2026 unterschrieb. In 125 Spielen für Österreichs Meister kam die 22 jährige Sambia-Perle auf 68 Tore und 27 Assists. Der Torschützenkönig und Spieler der Saison in Österreichs Bundesliga (Bild oben) sorgte für eine Rekordablöse von über 30 Millionen Euro, über die branchenüblich Stillschweigen vereinbart wurde. Dass zuvor noch nie ein Verkauf eines Sielers aus Österreichs Bundesliga so viele Millionen brachte, stritt auch in Salzburg keiner ab, Der Rekordverkauf war bisher der von Naby Keita um 29,75 Millionen Euro vor fünf Jahren an RB Leipzig.  Mit dem Daka-Transfer ist Salzburg der sogenannten Konkurrenz in Österreich wirtschaftlich und damit wohl auch sportlich noch um einige Lichtjahre mehr entrückt als bisher.

Dakas Abgang stand praktisch mit Ende der vergangenen Saison fest, seit Mittwoch ist auch Gewissheit, dass Sekou Koita dieses Jahr nicht mehr einsatzfähig sein wird. Der 21 jährige Stürmer erlitt Dienstag beim 3:0 im Vorbereitungsspiel gegen Griechenlands Meister Olympiakos einen Kreuzbandriss im linken Knie. Das bedeutet sechs Monate Pause. Für Koita ist es ein Seuchenjahr: Im Frühjahr die Dopingsperre, für die er nichts konnte, die durch einen Fehler des Teamarztes von Mali entstand, jetzt die schwere Verletzung. Trotz Abgang von Daka und Ausfalls von Koita hat Salzburg noch immer fünf Stürmer im Kader und wird deshalb am Transfermarkt nicht tätig werden.

Die fünf sind Deutschlands U 21-Europameister Mergim Berisha (23 Jahre alt), der Schweiz Noah Okafor (21), der bisher hinter den Erwartungen blieb, der 20 jährige aus St.Gallen zurückgeholt Chikwubuike Adam Junior, der zu Österreichs U 21 gehört, der 19 jährige U 21-Europameister Karim Adeyemi sowie de ein Jahr jüngere Slowene Benjamin Sesko, der schon aus Liefering in den Bundesligakader hochgezogen wurde, bevor die Verletzung von Koita passierte.  Wenn Berisha seinen Wechselwunsch in eine bessere Liga in die Tat umsetzen kann, dann würden Sportchef Christoph Freund und Trainer Matthias Jaissle die Lage neu bewerten. Wie es aussieht, wird Salzburg mit der jüngsten Mannschaft der Red Bull-Ära in die neue Saison gehen. Gegen Olympiakos war in der zweiten Hälfte der 23 jährige Rasmus Kristensen Kapitän.

Foto: Red Bull Salzburg.

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