Fußball

Das erste Tor unter Silberberger sicherte Wolfsbergs ersten Sieg nach 12 Runden

Lebenszeichen von Wolfsberg im Kampf um den Klassenerhalt. Das erste Tor im vierten Spiel unter Trainer Thomas Silberberger brachte den ersten Sieg nach 12 Runden. Am 60. Geburtstag von Präsident Dietmar Riegler, der erstmals in diesem Jahr jubeln konnte. Bei ihm flossen nach Schlusspfiff Freudentränen, danach umarmte er jeden Spieler und Silberberger, der ihn 15 Minuten vor sechs Uhr früh via WhatsApp den Sieg als Geburtstagsgeschenk garantiert hatte. Mit einem Goldgriff hielt Silberberger Wort: Er wechselte den Goldtorschützen Markus Pink nach 62 Minuten ein. 22 Minuten bejubelte Pink sein Goldtor (Bild),  das er mit dem Kopf erzielte. Ein Joker sorgte auch am Innsbrucker Tivoli für den Treffer zum 1:0 (0:0) von WSG Tirol gegen Ried. Es war ein Eigentor von Sturm-Leihgabe Peter Kiedl.

Silberberger stellte nach der Niederlage in Linz viermal um, verzichtete zu Beginn auf die „Künstler“ Dejan Zukic und Donis Avdijaj. Damit setzte er ein Zeichen. Auf jeden Fall wirkte Wolfsberg mehr als Mannschaft als zuletzt. Zukic und Avdijaj wurden gemeinsam mit Pink eingewechselt. Die Flanke zu Pink kam von Verteidiger Fabian Wohlmuth, der kurz zuvor GAK-Stürmer Ramiz Harakate mit der Schulter erwischte und abräumte. Referee Alain Sadikovski sah kein Foul, VAR Josef Spurny griff nicht ein. Schiedsrichterball zu geben, war eine Fehlentscheidung. Es war sicher ein Foul, nach dem man über eine rote Karte diskutieren kann. Silberberger glaubte, „dass uns der Sieg einen richtig guten Push geben kann!“ Wird auch notwendig sein, denn Wolfsberg ist trotz ersten Sieg seit 7. Dezenber weiterhin Letzter.

Kiedl wurde bei Ried schon nach elf Minuten eingewechselt, da Startelfdebütant Evan Aisowieren bei einem Zusammenprall mit Tirols Keeper Adam Stejskal  einen Rippenbruch erlitt. Rieds Führungstreffer durch Jordis Bugno zählte nicht, weil der steirische Referee Jakob Semler ein Foul von Kiedl an Stejskal sah. Sehr umstritten – in England wäre das nie gepfiffen worden. Nach der Pause wollte Kiedl bei einem Freistoß von Tirols Kapitän Valentino Müller retten. Daraus wurde das Eigentor. Ried hätte ein Punkt gereicht, um den Klassenerhalt auch theoretisch zu fixieren. Torjäger Kingston Mutandwe ließ im Finish zwei Topchancen zum Ausgleich aus,

Ried führt die Qualifikationsgruppe drei Runden vor Schluss mit 25 Punkten an, Altach und WSG Tirol haben zwei weniger. BW Linz und der GAK  halten bei je 20 Punkten, Wolfsberg 19.  Wolfsberg hat jetzt zwei Auswärtsspiele in Altach (drei Tage nach dem Cupfinale der Vorarlberger) und in Ried, in der letzten Runde gegen WSG Tirol Heimvorteil. Der GAK kann sich in zwei Heimspielen gegen WSG Tirol und Altach aus eigener Kraft retten, muss in der letzten Runde zu Blau-Weiß Linz. Auf Blau-Weiß wartet davor das Derby in Ried und das Auswärtsspiel gegen WSG Tirol. Treffender Kommentar des Sky-Experten Peter Stöger zum Abstiegskampf: „Es brennt wieder richtig!“

Foto: Gepa/Admiral.

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