Fußball

David gegen Goliath: Nur wenig Chancen auf Cup-Sensationen

David gegen Goliath heißt es von Freitag bis Sonntag in der ersten Runde des Uniqa-Fußballcups. Das neue Auslosungkonzept, das für mehr Lokalderbys sorgen sollte, ging mit wenigen Ausnahmen nicht auf.  So muss etwa Vizemeister Sturm Graz zu einer Samstag-Matinee nach Vorarlberg zum SC Röthis, Austria Klagenfurt ebenfalls ins Ländle zum Regionalliga-Absteiger Admira Dornbirn.  Der Wiener Sportclub gastiert in Klagenfurt beim Regionalliga-Aufsteiger SAK. Sensationen wären das Salz in der Suppe, aber die Chancen, dass einer der zwölf Bundesligaklubs überraschend ausscheidet, sind nicht groß.

ORF Sport plus überträgt Freitag zwei Partien live. Zunächst die Eröffnung durch Titelverteidiger Red Bull Salzburg in Tirol beim SV Fügen, danach Rapids Gastspiel im Norden von Kärnten bei Treibach. Einem Klub, der in der letzten Runde sozusagen in letzter Minute den Abstieg aus der Regionalliga Mitte verhinderte. Das grün-weiße Gastspiel war innerhalb kurzer Zeit ausverkauft, 1500 Zuschauer werden im Turnwald-Stadion sein. Für 250 Rapid-Fans wurde ein Sektor mit eigenen Eingängen reserviert, sie sollen nicht mit Kärntner Anhängern in Kontakt kommen. Mit Guido Burgstaller präsentiert Rapid auch einen Kärntner Lokalmatador, Michael Sollbauer wuchs in der Nähe von Treibach auf. „Bei den Gastgebern gar keine Hoffnungen auf eine Überraschungen aufkommen lassen“, heißt der Marschplan von Trainer Ferdinand Feldhofer, „danach schon auf Donnerstag konzentrieren!“ Auf das erste Qualifikationsspiel zur Conference League gegen Lechia Gdansk in Hütteldorf. Die Polen gewannen gegen Akaddemija Pandev auch das Retourspiel in Nordmazedonien, stiegen nach dem 2:1 mit einem Gesamtscore von 6:2 auf. Max Hoffmann stieg diese Woche nach der schweren Gesichtsverletzung ins Mannschaftstraining ein, ist aber Freitag ebenso kein Thema wie die drei Spieler aus Österreichs U 19-Team (Yusuf Demir, Leopold Querfeld und Pascal Fallmann). Bei Ferdi Druijf wird es noch zwei bis vier Wochen dauern, bis er mit der Mannschaft trainieren kann. Die Spieler aus dem Riesenkader, die in Treibach nicht zum Zug kommen, bekommen Samstag ihren Einsatz: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit beim „Test“ gegen die Admira in der Südstadt.

Das Potenzial für eine Überraschung hat Freitag Abend am ehesten das steirische Duell zwischen Regionalliga-Aufsteiger DSV Leoben mit Ex-Champions League-Sieger Carsten Jancker auf der Trainerbank gegen Hartberg. Denn die Vorbereitung des Bundesligaklubs verlief eher „holprig“. Die Wiener Austria hat Samstag beim FC Wels eher ein „Freilos“, interessanter wird es bei zwei Klubs aus der Regionalliga Ost. Marchfeld mit Sportchef Ernst Baumeister und Trainer Thomas Flögel empfängt in Mannsdorf Bundesliga-Aufsteiger Austria Lustenau, der mit Torjäger Haris Tabakovic an Austria und dem Ex-Admiraner Muhamed Cham-Saracevic, den Clermont Foot nach dem Aufstieg in Ligue 1 zurückbeorderte, seine besten Spieler verlor, bisher nicht auf Touren kam. Im zehnten Wiener Bezirk bei TWL Elektra, den Ex-Rapidler Herbert Gager trainiert, sitzt Weltmeister Miroslav Klose erstmals in einem Pflichtspiel auf Altachs Trainerbank. Er sieht trotz  Niederlagen in der Vorbereitung vieles positiv, setzt auf Offensive. In der Salzburg-Leihgabe Amankwah Forson, der Israeli Guy Dahan und der vom VfB Stuttgart ausgeliehene 18 jährige Franzose Alexis Tibidi für neue Akzente sorgen sollen. Bei Tibidi wartet auf Klose auch eine „erzieherische“ Aufgabe. Denn, was Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo über das Talent sagte, klang nicht vielversprechend: „Er ist extrem verspielt und hat keine Struktur!“

 

Foto: ÖFB.

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