Fußball

Dejan entschied das Ljubicic-Duell in drei Minuten für Rapid

Nur 50 Minuten dauerte das vierte Bruderduell zwischen Robert und Dejan Ljubicic, ehe Rapids Kapitän Dejan in St. Pölten angeschlagen vom Rasen ging. In diesen 50 Minuten reichten ihm zwei Highlights, um im Bruderduell auf 2:2 zu stellen und damit seinen Beitrag zum ersten Sieg in den neuen rot-blauen Auswärtsdressen zu leisten. Denn wie eine Woche davor in Graz gegen Sturm geriet Rapid in Rückstand. Diesmal schon nach sechs Minuten durch St.Pöltens Israeli Dor Hugy. Weil Mateo Barac beim Comeback nach einem haben Jahr für den leicht verletzten Leo Greiml den Ball nicht wegbrachte und  Filip Stojkovic Hugy aus den Augen verlor. Aber als rasche Antwort kamen die zwei Aktionen innerhalb von drei Minuten von Dejan Ljubicic, die das Match drehten, nach denen Rapid nur elf Minuten nach St. Pöltens 1:0 in Führung ging und die nicht mehr abgab. Nach einer Viertelstunde eroberte Dejan gegen Robert den Ball, ein Sprint, ein perfekter Pass zu Taxiarchis Fountas (im Bild oben gegen Robert Ljubicic), der mit links von der Strafraumgrenze die Torsperre seines Ex-Klubs nach 429 Minuten beendete.  Zwei Minuten darauf ein idealer Pass des Kapitäns über 40 Meter in den Lauf  von Thomas Murg, den St.Pöltens Tormann Christoph Riegler im Strafraum nur durch den Foul stoppen konnte. Den Elfmeter überließ Fountas Ercan Kara, der dies zu seinem ersten Tor in drei Runden nützte.

„Es war auf jeden Fall besser als in Graz gegen Sturm“, bilanzierte Trainer Didi Kühbauer, sprach von einem verdienten Arbeitssieg: „Ohne harte Arbeit geht bei uns gar nichts“.  Als größte Schwäche sah er die fehlende Effizienz: „Wir hätten das mögliche dritte Tor machen müssen. So konnte St. Pölten immer dran bleiben.“ Kara hätten schon vor der Pause bei einem Konter nach Assist von Kelvin Arase für das dritte  Tor sorgen können oder müssen, im Finish nach Vorarbeit von Arases Nachfolger Yusuf Demir. Weil das  nicht gelang, schaltete Kühbauer ab der 80. Minute auf die Sicherheitsvariante, brachte Routinier Mario Sonnleitner als dritten Innenverteidiger, um den Vorsprung über die  Zeit zu bringen. Was auch dank Richard Strebinger gelang. Der Tormann verhinderte gegen Hugi sowohl vor als nach der Pause das mögliche 2:2. Auch Strebinger steigerte sich gegenüber Graz.

Daher blieb Rapid in Niederösterreichs Landeshauptstadt weiterhin ungeschlagen, was für St.Pöltens Trainer Robert Ibertsberger in Ordnung ging: „Wir waren zu passiv, wollten zu viel. Wenn man überpowert, kann so etwas dabei herauskommen!“ Daher hat in Familie Ljubicic der ältere Dejan gegenüber dem jüngeren Robert derzeit die Oberhand. „Es war intensiv ein Punkt wäre für uns möglich gewesen“,  klagte Robert, „jetzt wird mich Dejan etwas häkeln, aber Montag ist damit Schluss.“ Für Rapids Kapitän wird möglicherweise die kommende Woche noch aufregend. Was auch damit zusammenhängt, dass einen Tag nach dem Duell gegen den LASK in Hütteldorf die Transferzeit endet. Im Moment sieht es her danach aus, dass er bleibt.

 

Foto: SK Rapid/Gepa.

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