Fußball

Den Rapid-Geist aus der Flasche holen! Letztes Spiel von Murg?

Sky-Experte Alfred Tatar hatte in seiner launigen Art bereits Donnerstag Abend für Rapid einen Tipp parat, wie es Sonntag im zweiten Play-off-Finale um einen Europa-League-Platz trotz des 1:2 von Hütteldorf gegen Sturm in Graz noch ein Happy-End geben könnt: „Sie müssen nur den Rapid-Geist aus der Flasche holen.“ Um im 17.Bundesliga-Spiel dieses Jahres mit grün-weißer Beteiligung den zehnten Sieg herauszuholen. Aber der muss mit zwei erzielten Toren gelingen, ein 1:0 reicht  nicht. Gerade gegen die Grazer war es zuletzt nie gelungen, diesen Rapid-Geist aus der Flasche zu holen: Seit acht Duellen kein Sieg gegen Sturm, darunter fünfmal auswärts in der Merkur-Arena. Daher braucht man sich über die Quoten bei tipp 3 auch nicht zu wundern: 1,20 auf Sturm in der Qualifikation zur Europa League, 3,50 auf Rapid. 2,40 auf Sturm-Sieg, 2,60 auf Rapid. Eine noch höhere Quote (3,30) gibt es für ein Unentschieden.

Sturm und Raoid verbindet vor dem Match eines: Die Bringschuld an die Fans am Ende einer verpatzten Saison. Das Match bedeutet die Chance, sich mit dem Anhang zu versöhnen. Klar klammert sich Rapid an den letzten Strohhalm, macht sich mit allem möglichen Mut, im letzten Match der Saison jubeln zu können. Etwa mit dem Blick auf die Relegationsspiele in der zweiten deutschen Liga. Dort gewann Ingolstadt auswärts beim Drittligisten Wehen Wiesbaden 2:1, verlor dann aber daheim trotz des Führungstors durch den Ex-Rapidler Konstantin Kerschbaumer 2:3, muss daher absteigen. Übrigens ein tiefer Fall des Audi.Klubs, seit der österreichische Aufstiegstrainer Ralph Hasenhüttl vor drei Jahren den Klub Richtung RB Leipzig verlassen hat. Von der ersten Bundesliga in die dritte.

Die Rapidler reden sich ein, im Prinzip die bessere Mannschaft zu sein, nach dem 1:2 mit drei Tagen  einen mehr Zeit zur Regeneration gehabt zu haben als zwischen dem 2:0 gegen Mattersburg und dem erste Spiel gegen Sturm: „Die Sache wurde nicht leichter, aber wir trauen uns noch zu, alles zu drehen“, meinte Rapids Trainer Didi Kühbauer, der diesmal Max Hofmann zur Verfügung hat. Er wird im Abehrzentrum Mario Sonnleitner setzen, dessen Donnerstag erlittene Adduktorenverletzung so schwer ist, dass er einen Teil der Vorbereitung, die am 20. Juni beginnt, versäumen wird. Könnte auch sein, dass Thomas Murg (Im Bild oben rechts mit Aliou Badji und Stephan Auer) da nicht dabei sein wird, der Voitsberger in Graz sein letztes Match im Rapid-Dress bestreiten wird, egal wie es ausgeht.

Sein Berater Thomas Böhm hat für den 24jährigen Mittelfeldspieler, der sich diese Saison trotz Rapid-Tief weiter profilieren konnte, interessante Auslandsangebote. Rapid hat zwar keine Einnahmen aus dem Europacup budgetiert, aber dennoch könnte ohne Happy End in Graz die Bereitschaft, ihn ziehen zu lassen, größer sein. Von Zoran Barisic, dem neuen Geschäftsfüher Sport, ist kein erbitterter Widerstand zu erwarten, wenn der Preis für Grün-Weiß stimmt. Murg hat bei Rapid einen Vertrag bis 2022.

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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