Fußball

Der beste Start der Saison vor Minuskulisse: Rapid nach 2:0 ins Kältebecken

Den ersten Schritt in Richtung Europa League via Play-off bewältige Rapid Dienstag Abend mit seinem verbesserten Kapitän Stefan Schwab souverän. Mit dem besten und eindrucksvollsten Start der ganzen Saison vor den Augen der Ex-Rapidler Louis Schaub, Max Wöber, Philipp Lienhart und Christopher Drazan. Schaubs zwei Tore zum Aufstieg in der Champions League-Qualifikation bei  Ajax Amsterdam vor vier Jahren wurden auf der Vidiwall gezeigt, sorgten schon vor Anpfiff für entsprechende Stimmung sorgten. Auch Hartbergs Präsidentin Brigitte Annerl ließ sich das Match nicht entgehen.  Nach 13 Minuten 2:0 in Führung wie gegen Mattersburg lag Rapid in keinem anderen Spiel der Saison. Nicht einmal beim 5:0-Spaziergang gegen Kufstein in die zweite Cuprunde. Eigentlich hätte es am Ende einen viel höheren Sieg als das 2:0 (2:0) geben müssen, hätte Rapid seine Chancen genützt, nicht vier Sitzer ausgelassen, viele Kontermöglichkeiten durch schlechte Abspiele zerstört. Da sündigten einige auch die Torschützen Christoph Knasmüllner (Bild oben) und Aliou Badji. Das war an diesem Abend  das einzige, was vor den entscheidenden Duellen gegen Sturm am Donnerstag in Hütteldorf und Sonntag in Graz zu denken gab.

Rapids Wucht zu Beginn hatte Mattersburgs nichts entgegenzusetzen. „wenn man hier etwas holen will, muss man anders auftreten“, gab Mattersburgs Trainer Klaus Schmidt zu. Auch sein ehemaliger Assistent zu Altach-Zeiten, Thomas Hickersberger, hatten seinen Anteil daran, dass es für seinen früheren Chef rasch bergab ging. Hickersberger ist im Rapid-Trainerteam von Didi Kühbauer für Standardsituationen zuständig. Eine neue Eckballvariante sorgte für die schnelle Führung: Thomas Murg flach zum kurzen Eck, Mert Müldür legte zurück auf den am Strafraum lauernden Knasmüllner. Ein Haken, ein Schuss mit links und  es hieß 1:0. Sieben Minuten später küsste Badji den Hütteldorfer Rasen. Er übernahm einen Müldür-Pass direkt, ließ dem besten Mattersburger, Tormann  Markus Kuster, keine Chance. Alles erledigt.

Der beste Start gelang vor der kleinsten Heimkulisse dieser Saison. Selbst im Fansektor waren die leeren Plätze unter dem Dach unübersehbar. 10.600 Zuschauer bedeuteten tausend weniger als bei dem bisher schwächsten Besuch am 30. März beim 2:0 gegen Admira zum Start in die Qualfikationsgruppe. Das Play-off  erwies sich zum Start anders, als es die Chefzentrale der Liga erwartete, nicht als Publikumshit. Nachher blieben die Vorverkaufskassen für Donnerstag noch lange offen. Die teuersten Karte auf der Längsseite kosten nur 25 Euro. Ob der souveräne Auftritt, der für Rapid-Ansprüche eigentlich die Norm sein sollte, den Anhang mobilisieren kann?

Schwabs Prognose klang optimistisch: „In den K.o.-Duellen sind wird da. Das war im Cup und in der Europa League so.“ Was dafür spricht, dass es auch Donnerstag so bleiben könnte: Die Stimmung in Hütteldorf ist seit Dienstag sicher positiver als die bei Sturm nach der verpatzten Meistergruppe mit nur drei Siegen und sieben Niederlagen. Kühbauer sah als möglicherweise wichtigstes Detail, in d er Regeneration keinen Fehler zu machen. Die begann nachdem 2:0 mit entsprechendem Essen und Kältebecken. Er tauschte Philipp Schobesberger, Thomas Murg und Schwab vorzeitig aus, die 19 Minuten des 18jährigen Nicholas Wunsch als Murg-Nachfolger blieben in Erinnerung. Sein zweiter Auftritt in der Bundesliga war schon viel besser als der erste letzten Samstag gegen Altach. In jungen Spielern mit dem Potenzial von Wunsch liegt der Schlüssel in eine bessere Zukunft. Ihnen mehr Vertrauen als zuletzt zu schenken, ihnen mehr zuzutrauen, sollte  der neue grün-weiße Kurs sein, auf den Sportdirektor Zoran Barisic alle einschwören muss. Auch seinen Freund Kühbauer.

 

 

Foto: Instagram (© red_ring_shots) .

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