Fußball

Der zweite Doppelpack von Onisiwo war sein erster mit dem Kopf! Gregoritsch wurde „Didi-Man“

Bei allem Respekt vor den Qualitäten von Karim Onisiwo, das Toreschießen zählt nicht zu seinen großen Stärken. Sonst hätte der österreichische Teamstürmer in seinen sechs Jahren bei Mainz bis zum Saisonauftakt am Samstag schon mehr als 22 Tore in 153 Spielen erzielt. Doch Samstag machte der 30 jährige Mainz glücklich, weil ihm beim 2:1 (1:1)-Startsieg in Bochum sein zweiter Doppelpack in der deutschen Bundesliga gelang. Nach dreieinhalb Jahren. Für den erste hatte er am 23. Februar 2019 beim 3:0-Heimsieg gegen Schalke gesorgt. Zum 1:0  mit rechts, zum 3:0 mit links. In Bochum traf er zweimal per Kopf. Zur Führung vor der Pause, zum Siegestreffer nach einem Eckball in der 77. Minuten. Beide Kopfbällen waren unhaltbar. In der ganzen vergangenen Saison hatte es nur fünf Onisiwo-Treffer gegeben. In Bochum hätte er nicht nur zwei erzielen können, sondern drei. Doch die dritte Chance habe er leider „versemmelt“, wie er es Onisiwo vor den TV-Kameras nannte. Was ihn doch störte: Bei drei erzielten Toren hätte er den Ball mitnehmen können, bei zwei nicht. Es war ein Spiel, in dem es nur Österreicher trafen. Denn Bochums Ausgleich erzielte Kevin Stöger bei seiner Rückkehr, sorgte für viel Gesprächsstoff. Der Oberösterreicher traf gegen seinen Ex-Klub fast von der Outlinie. Er sah, dass Tormann Robin Zentner schlecht postiert war und „flankte“ über ihn genau ins lange Eck. Daher gab´s viele Fragen an ihn, ob er das so wollte. Stöger war ehrlich genug, um zuzugeben, dass Glück dabei war.

Ein Österreicher scorte auch bei Freiburgs 4:0 (0:0) in Augsburg. Ausgerechnet Michael Gregoritsch in seinem ersten Bundesligaspiel gegen den ehemaligen Arbeitgeber. Vor Anpfiff bekam der Grazer ein Abschiedsgeschenk zur Erinnerung an Augsburger Zeiten, nach 15 Sekunden der zweien Hälfte erzielte er sein erstes Bundesligator für Freiburg. So wie Onisiwo traf auch er mit dem Kopf. Dem folgte 105 Sekunden später das zweite Freiburger Tor durch einen Freistoß des Italiener Vincenzo Grifo. Zum dritten Tor des neuen Kapitäns Matthias Ginter leistete Gregoritsch die Vorarbeit. Sky-Experte Didi Hamann war so beeindruckt, dass er im Münchener Studio Gregoritsch zum „Didi-Man“ des Bundesliganachmittags kürte. „Die neuen Mitspieler haben mich aufgenommen, als wäre ich schon ewig da, mir somit alles leichter gemacht“, meinte Gregoritsch, „aus der Abwehr spielen wir wirklich ruhig und überlegt nach vorne!“ Auch ein Lob für Landsmann Philipp Lienhart, der wie gewohnt eine sichere Bank war. Freiburg eroberte Platz zwei hinter Bayern München.

Sehr auffällig begann auch Patrick Wimmer sein erstes Bundesligaspiel für Wolfsburg, das Nordderby gegen Aufsteiger Werder Bremen.  Durch viel Laufarbeit und die Vorarbeit zur schnellen Führung: Der Ex-Austrianer erkämpfte den Ball, behauptete ihn gegen drei Spieler von Bremen, dann folgte ein perfekter Pass zu Lukas Nmecha, der für die schnelle Führung sorgte. Doch nach 23 Minuten jubelte der Österreicher bei Bremen: Kapitän Marco Friedl freute sich über die 2:1-Führung,sein Landsmann Romano Schmid fehlte wegen Corona. Erst in der zweiten Hälfte fand Wolfsburg wieder seinen Rhythmus. Trainer Niko Kovac beendete den Arbeitstag von Wimmer nach 67 Minuten, der Ausgleich zum 2:2. fiel sechs Minuten vor Schluss. Union Berlin-Kapitän Christopher Trimmel feierte den vierten Sieg hintereinander im Derby. Das 3:1 (2:0) gegen Hertha BSC sorgte für Superstimmung in der Alten Försterei.

Nur für Stefan Posch und Christoph Baumgartner gab es kein Erfolgserlebnis. Was vor allem an Posch lag: Der Steirer war der erste Spieler, der in dieser Saison ausgeschlossen wurde. Nach 15 Minuten gelb für ein Foul, vier Minuten später wieder – daher rot.von Sxiedsruchter Daniel Siebert. Hoffenheim ging bei Mönchengladbach auch dezimiert in Führung, verlor aber 1:3 (1:1). Bis zur 71, Minuten hielt Hoffenheim das 1:1. „Die Karten kann man geben, da muss er sich geschickter anstellen“, bemerkte Hoffenheims neuer Trainer Andre Breitenreiter, „Posch ist heute unser traurigster Junge!“ Stefan Lainer spielte bei den Siegern erst ab der 84. Minute. Unglpcklich verlief das erste Bundesligaspiel bei Borussia Domund für den Ex-Salzburger Karim Adeyemi: Er bereitete vor 81.300 Zuschauern nach zehn Minuten beim 1:0 (1:0) gegen Leverkusen das einzige Tor vor, schied wenig später mit einer Sprunggelenksverletzung aus.

Foto: FSV Mainz.

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