Fußball

Sechs Tore in drei Spielen: LASK jubelt über „neuen Nyilasi“ namens Marin Ljubicic

Der LASK hat einen neuen Topstar der Bundesliga: Die von Hajduk Split ausgeliehene 20 jährige kroatische Stürmerhoffnung Marin Ljubicic (Bild oben), auf den die Linzer zu ihrem Glück eine Kaufoption haben. Ljubicic traf bisher in jeder der drei Runden, Samstag in Wolfsberg beim 5:1 (4:0) Kantersieg sogar viermal. Damit ist er der erste LASK-Spieler seit 1974, der Gründung der Bundesliga, in den ersten drei Spielen ein Tor erzielte. Nicht nur das. Auf sechs Treffer in seinen ersten drei Bundesliga-Partien in einem Klub kam vor Ljubicic nur der legendäre Austria-Legionär aus Ungarn, Tibor Nyilasi vor 39 Jahren. Er erzielte im Sommer 1983 beim 2:0 in Neusiedl zwei Tore, eines mehr beim 5:0-Heimsieg gegen Austria Salzburg, drei beim 5:1 in St. Veit. Die Bilanz von Ljubicic: Beim 3:1 Austria Klagenfurt das 3:0 geschossen, beim 1:1 gegen Austria das Führungstor und in Wolfsberg in nur 58 Minuten das 1:0, 3:0, 4:0 und 5:0, Die Nummer elf begann schon nach 28 Sekunden mit einem Kopftor, ehe er auch nach 20, 37 und 58 Minuten Wolfsbergs Abwehrspieler ganz schlecht aussehen ließ.  Zwei Minuten nach Tor Nummer vier beendete LASK-Trainer Didi Kühbauer den Gala-Auftritt von Ljubicic, der vor Anpifff 20 Tore und Platz drei als sein Saisonziel nannte. Wenn es so weiter geht, dann könnte es mehr Ljubicic-Tore werden, er der neue Schützenkönig sein. Er ist erst seit eineinhalb Jahren Profi, erzielte zuvor noch nie vier Tore in einem Spiel.

„Er ist für alles gut“, lobte ihn Sky-Experte Marc Janko im Studio. Ein Stürmer für den Strafraum, weil er den nötigen Torinstinkt hat und einer, der dank seiner Technik auch gut „mitspielen“ kann. Das Gesamtpaket stimmt. Kühbauer sah die erste Hälfte als einen unglaublichen Auftritt, eine Top-Leistung, versicherte aber auch, „dass wir am Boden bleiben“. Für zumindest 24 Stunden verdrängte LASK Rapid von Platz eins, nächsten Sonntag kommt das Spiel, für das Kühbauer sicher einiges vorhat: Dann kommt mit Rapid sein Herzensklub nach Pasching, bei dem er vor zehn Monaten beurlaubt wurde. Worunter die Freundschaft zu Rapids Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic litt. Nur liebend gerne würde es Kühbauer Rapid ebenso zeigen wie Samstag Wolfsberg, auch ein Ex-Klub von Kühbauer. Für den es Samstag nur ein Erfolgserlebnis gab. Ein finanzielles. Denn die Gerüchte um den Abgang des georgischen Innenverteidigers Luka Lochoshvili bestätigten sich. Er wechselte zum italienischen Aufsteiger US Cremonese, der in zwei Tagen zwei Innenverteidiger aus Österreichs Bundesliga unter Vertrag nahm. Freitag den Rapidler Emanuel Aiwu, Samstag Lochoshvili. Wolfsberg bekam aber nur halb soviel Geld wie Rapid. Die 1,75 Millionen bedeuten trotzdem den zweitlukrativsten Verkauf der Klubgeschichte nach dem israelischen Torjäger Shon Weissman vor zwei Jahren nach Spanien zu Valladolid. Der letzte Spieler vor Ljubicic, der vier Tore in einem Bundesliagspiel erzielte.

Keinen Galaauftritt gab es von Meister Salzburg, aber doch einen 2:0 (0:0)-Sieg in Hartberg. Bei dem Trainer Thomas Jaissle wegen Mandelentzündung fehlte, von seinem Assistenten Florens Koch vertreten wurde. Die Umstellungen kamen aber noch von Jaissle: Amar Dedic statt Ignace van de Brempt Rechtsverteidiger, Strahinja Pavlovic Innenverteidiger statt Bernardo, Maurits Kjaergaard  statt Noah Okafor. „Wichtig, dass wir nach der Niederlage bei Sturm Graz wieder auf die Erfolgsstraße zurückkehrten, aber es ging nichts leicht von der Hand“, gestand Sportchef Christoph Freund. Vor der Pause blieben drei Sitzer ungenützt, hätte ein Fehler von Tormann Philipp Köhn auch den Rückstand bedeuten können. An den Treffern in der zweiten Hälfte war der wieder als Linksverteidiger aufgebotene Max Wöber beteiligt: Seinen Befreiungsschlag verlängerte Fernando mit der Schulter an Mario Sonnleitner, der mit der Schnelligkeit des Brasilianers überfordert war, vorbei, scheiterte zunächst am starken Hartmann-Tormann Rene Swette, ehe er ihn doch bezwang. Der zweite Treffer war dann „Salzburg-Like“, eine starke Kombination: Spielverlagerung vn Luka Sucic auf die linke Seite zu Wöber, der per Kopf in die Mitte zu Nicolas Capaldo verlängerte, der sich von Sonnleitner löste und Swette keine Chance ließ.  Kein Erfolgserlebnis für Klaus Schmidt in seinem 100. Spiel als Cheftrainer in der Bundesliga.   Salzburg verlor den nach 75 Minuten für Capaldo eingewechselten 19 jährigen Mali-Mittelfeldspieler Mamady Diabou durch die gelb-rote Karte. Kapitän Wöber gab schmunzelnd zu: „Die erste Hälfte war sicher nicht wohltuend für die Gesundung unseres Trainers!“

Salzburg-Bezwinger Sturm ließ in Ried beim 1:1 (1:0) zwei Punkte liegen. Das lag nicht an der Rotation von Trainer Christian Ilzer: Der brachte zwischen den Duellen gegen Dynamo Kiew sechs neue Spieler in die Startelf. Die Gegner und Match beherrschten, durch den ersten Bundesligatreffer des 20 jährigen Eigengewächs Christoph Lang in Führung ging. Etwas komisch, dass Ried in der zweiten Hälfte als mit Gregory Wüthrich, Kapitän Stefan Hierländer, Tomi Horvat und Ramsus Höjlund vier Sturm-Stützen ins Spiel kamen, besser aussah, obwohl ab der 62. Minute nach dem Ausschluss von Leo Mikic nur zehn Mann dem Rückstand nachliefen.  Ein Foul von Sandro Ingolitsch an Rieds Inennverteidiger Tin Plavotic ergab einen Elfmeter, den Christoph Monschein verwandelte. Ilzer brachte noch den neuen holländischen Mittelstürmer Emanuel Emeghe, doch nichts ging mehr. Daher war Ilzer sauer: „Das schmerzt unglaublich!“

Foto: LASK.

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