Fußball

„Dibi“ denkt schon wieder positiv – aber seine Hüfte macht Rapid neue Probleme!

Pressechef bei Rapid zu sein war schon einmal ein angenehmerer Job als derzeit. Peter Klinglmüller hat bei Grün-Weiß angenehmere Zeiten als derzeit erlebt. Der verpatzte Start und damit  wieder Erinnerungen an die letzte Seuchensaison, die Ausschreitungen der Fans und 30.000 Euro Geldstrafe von der Liga für die Vorkommnisse beim Derby gegen Austria, die  Manfred Luczensky  dem Vorsitzenden des Senat eins, nicht heftig genug waren, um eine  Sperre des Fansektors zu verhängen, das Video von Trainer Goran Djuricin nach dem 1:3 bei der Admira, das jetzt auch für die Liga ein Thema ist,  und  jetzt der  Ausfall von Abwehrchef Christopher Dibon bis Saisonende. Der Rapid sehr weh tut.

Die 15. Verletzung des 26jährigen in seinen vier Jahren bei Rapid ist die schwerste. Bisher versäumte er 45 Pflichtspiele, diese Saison werden es im schlimmsten Fall alle sein. Bisher sind es fünf. Anfang Juli zog sich Dibon  beim Testspiel gegen Apollon Limassol eine Knieverletzung zu, bei diversen Untersuchungen zeigte sich ein Impingement der Hüfte. Sprich Fehlstellung. Die jetzt Spezialist Markus Reichkendler im tirolerischen Schwaz erfolgreich operierte und korrigierte, aber von einer mögliche Pause bis Juni 2018 sprach. „Die Hüfte dürfte leider meine Schwachstelle und für viele Verletzungen mitverantwortlich gewesen sein“, vermutte  Dibon. Da sich Reichkendler aber  in einem Gespräch mit ihm sehr zufrieden mit der Operation zeigte , blickt „Dibi“  schon wieder positiv nach vorne. Ein Kämpfer wie er gibt nicht auf.

Rapid könnte ihn derzeit wie einen Bissen Brot brauchen, wie die Defensivschwächen in den ersten Runden zeigten, speziell gegen seinen Ex-Klub Admira. Da gab es auch im Abwehrzentrum Lücken. Dort, wo er normalerweise ein sicherer Wert ist.  Routinier Mario Sonnleitner war es zuletzt nicht. Dibons Ausfall bringt auch Sportchef Fredy Bickel in ein neue, unangenehme Situation. Vor einem Monat wollte Rapid unbedingt eine  seiner fünf  Innenverteidiger abgeben. Gelang bei Christoph Schösswendter und Union Berlin. Aber jetzt gibt´s mit Sonnleitner, Max Wöber und Max Hofmann nur noch drei. So schnell kann´s gehen.  Riskiert es Bickel, es dabei zu belassen oder holt er einen neuen? Verlagert er die Transferaktivitäten von einem Stürmer auf einen Innenverteidiger? Den Kooperationsspieler Dejan Ljubicic von Erstligatabellenführer Wr.Neustadt zurückzuholen, ist in Wahrheit  keine wirkliche Option. Neustadts erfolgreicher Trainer Roman Mählich stellte Ljubicic zwar ins Abwehrzentrum, aber in Wahrheit ist er ein defensiver Mittelfeldspieler. Keine leichte Entscheidung für Bickel. Glück hatte bei Rapid zuletzt eigentlich nur Thomas Murg. Hätte er für den „Abschuss“ des Refeereeassistenten in der Südstadt so harte Richter  gefunden wie in Spanien Real Madrids Topstar Cristiano Ronaldo für seinen leichten Schubser gegen den Referee beim 3:1 im Supercup gegen Barcelona in Nou Camp nach einer ungerechtfertigten gelb-roten Karte, wäre Murg nicht mit einem Spiel Sperre davon gekommen. Ronaldo muss fünf zuschauen.

Rapid-Bezwinger Admira meldete eine interessante Neuverpflichtung: Kameruns 22jährigen Verteidiger Macky Bagnack, ausgebildet in der legendären Barcelona-Nachwuchsakademie „La Masia“. Dorthin vermittelte ihn Barcelonas ehemaliger Star aus Kamerun, Samuel Eto`o. Zuletzte gehörte Bagnack zum Kader von Real Saragossa. Schlusslicht St. Pölten präsentierte den ersten Nordkorea-Legionär in Österreich: Den 24jährigen Mittelstürmer Pak Kwang Ryong. Der sich zuvor in der Schweiz versuchte, ohne groß aufzufallen. In sechs Jahren bei sechs Vereinen: Wil, FC Basel, Bellinzona, Vaduz, Biel und zuletzt Lausanne. In 165 Spielen 41 Tore und 20 Assists.  Hilft er St. Pölten weiter?

 

 

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