Fußball

Die Auferstehung von Fountas begann mit Volley-Fersler: Rapid redet nach 8:1 von Meistertitel!

Ostern gilt als Fest der  Auferstehung. Sonntag traf das auf Taxiarchis Fountas zu: Seit der vierten Runde am  4. Oktober erzielte er kein Tor, lieferte mit Transferplänen, Egoismus, Spucken und Sperre nur Negativschlagzeilen, hatte Ladehemmung, gab Anlass zu Diskusionen, warum er noch einen Platz in der Startelf hatte. Am Ostersonntag traf der 25 jährige Grieche innerhalb von 39 Minuten dreimal. Sein erster Dreierpack im Rapid-Dress, wobei die letzten zwei Treffer innerhalb  von vier Minuten gelangen. Und das trug zu einem weiteren Rapid-Rekordsieg zu Ostern bei: 13 Jahre nach dem historischen 7:0 von Salzburg, auf das der bisher letzte Meistertitel folgte, gelang in Wolfsberg ein 8:1 (2:1). So viel Tore wie am 50. Geburtstag von Didi Kühbauer erzielte Rapid in seiner Trainerära noch in keinem Pflichtspiel. Was folgt diesmal? Fountas nahm im Sky-Interview das große Ziel in den Mund: „Ich will mit Rapid Meister werden!“ Nächsten Sonntag kommt Titelverteidiger und Tabellenführer Red Bull Salzburg zum Spitzenspiel ins Hütteldorfer Allianz-Stadion. Das zu normaler Zeiten einen Tag nach diesem Ergebnis restlos ausverkauft wäre. Doch durch Corona wird es in der gefühlt 100. entscheidenden Woche von Gesundheitsminister Rudi Anschober leere Ränge geben.

Fountas leitete den Kantersieg mit einer „Erfindung“ ein: Ein Volley-Fersler! Er übernahm einen Eckball von Thorsten Schick mit dem Rücken zum Tor stehend direkt mit der Ferse. Da gab es für Tormann Alex Kofler nichts zu halten. Zum Unterschied vom zweiten Rapid-Tor, einem Heber  in Ercan Kara. Das folgte kurz nach der dritten roten Karte für Wolfsberg georgischen Innenverteidiger Luka Lochoshvili. Der untaugliche Versuch, im Rapid-Strafraum an einen hohen Ball zu kommen, endete mit einem Kung Fu-Tritt gegen den Nacken von Kara.  Der Ausschluss war diskussionslos. Nach dem 13. Kara-Tor in dieser Saison verlor Rapid den Faden, leitete ein schlimmer Fehlpass von Kapitän Dejan Ljubicic die Aktion zu Wolfsbergs Anschlusstor ein. Nach 57 Minuten begann mit dem ersten Tor von Linksverteidiger Max Ullmann in dieser Saison, noch dazu mit seinem schwächeren rechten Fuss, das grün-weiße Torfurioso: Drei Tore bis zur 61. Minute, sechs bis zur 84. Wolfsbergs Linksverteidiger Jonathan Scherzer trug dazu das seine mit zwei Eigentoren  bei. Auch war eine Rarität. Wolfsbergs Trainer Roman Stary muss über die defensiven Bücher: In den vier Toren seiner Ära kassierte Wolfsberg 16 Tore.

Abgesehen vom Resultat blieb auch Rapids Leistung bis auf die schwache Phase vor der Pause in Erinnerung. Selten zuvor ließ Rapid den Ball so gut zirkulieren wie in der Lavanttal-Areena, zeigte sich spielerisch so auf der Höhe. Das war doch beeindruckend. Ebenso, dass auf der  Bank Joker sitzen, die stechen. Vier Minuten war Yusuf Demir im Spiel, ehe er das siebente Tor erzielte. Die Vorarbeit kam ebenfalls von einem, der eigentlich unverständlicherweise auf der Bank begann, von Kelvin Arase. Aber bei einem 8:1 darf man keine Diskussionen darüber führen, ob die Aufstellung so gerecht und richtig war. Ein 8:1 spricht für sich, bedeutete auch einen spektakulären Beweis, mit der Vertragsverlängerung für Trainer Didi Kühbauer die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Als Wolfsberg-Trainer hatte Kühbauer vor sechs Jahren ein ähnliches Heimdebakel gegen Rapid erlitten: Das war im letzten Spiel der Saison 2014/15. Das war aber „nur“ ein 0:5, bei dem auch ein Rapid-Legionär, nämlich der Slowene Robert Beric, für einen Dreierpack sorgte. Innerhalb von 22 Minuten. Rapid-Trainer war Zoran Barisic, jetzt als Sport-Geschäftsführer der Vorgesetzte seines Freunds.

Zu den fröhlichen Ostern von Rapid trug auch WSG Swarovski Tirol bei. Beim ersten Spiel in der Meisterrunde gelang der zweiten Sieg hintereinander gegen den LASK. Beim 2:0 (2:0) traf zunächst der 36 jährige slowenische Oldie Zlatko Dedic, danach der  15 Jahre jüngere slowenische Youngster Zan Rogelj. Auch zwei 21 jährige Tiroler, Johannes Naschberger und Tobias Anselm, fielen positiv auf. Ein Ausrufezeichen mehr der Sensationsmannschaft von Trainer Thomas Silberberger, die damit Wolfsberg überholt: „Wir sind an uns selbst gescheitert“, gestand LASK-Kapitän Gernot Trauner. Vor der Pause vergab Philipp Wiesinger bei 0:0 einen Elfmeter. Trainer Dominik Thahammer: „Das war nicht gut genug, speziell nach dem ersten Tor von Tirol!“ Rapid baute daher den Vorsprung auf den Dritten LASK auf vier Punkte aus. Auch das gehörte zum Superstart in die Meisterrunde.

Foto: Wien Energie/Gepa.

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