Fußball

Die einzige Frage: Mit wie vielen Punkten steigt Salzburg auf?

50 Spiele in der Europa League schafften bisher nur PSV Eindhoven, Villarreal aus Spanien, Atletico Madrid und Anderlecht. Donnerstag Abend gelingt das Österreichs Doubegewinner Red Bull Salzburg daheim gegen den türkischen Cupsieger Konyaspor. Also ist es ein  besonderes Match, bei dem die Zeichen nach sieben Punkten aus den ersten drei  Spielen total auf Aufstieg stehen, den sechsten bei der achten Teilnahme in der Gruppenphase. Mit dem zweiten Heimsieg könnte der schon fix sein.  Alles erwartet wieder Jubelgesten von Salzburgs israelischem Knipser Munas Dabbur wie am Bild oben. Typisch für die Ausgangsposition und den Optimismus: tipp 3 bietet diesmal eine Wette an, mit wieviel Punkten Salzburg in die k.o.-Phase einziehen oder die Gruppenphase beenden wird.  Die höchste Quote gibt es, wenn  Salzburg wider Erwarten keinen Punkt mehr holt. Dann würde man für einen Euro sogar 150 zurückbekommen. Schafft Salzburg mit zwei Heimsiegen gegen  Konyaspor und Vitoria Guimaraes aus Portugal hingegen 13, gibt es bei einem Euro nur 25 Cent mehr. Sagt alles.  Konyaspor hat nach der  Heimniederlage gegen Salzburg den Trainer  gewechselt. Jetzt hat Mehmet Özdilek das Sagen.  Früher war er bei Türkeis Nationalteam Co-Trainer unter Fatih Terim und zuletzt unter dessen Nachfolger Mircea Lucescu beim Scheitern in der WM-Qualifikation. Salzburgs Trainer Marco Rose: „Wir dürfen nicht den Fehler begehen, uns mit dem zu beschäftigen, was sein könnte.“ Die Europa League-Premiere gibt es, wie von Rose angekündigt, für Tormann Cican Stankovic.

Auch bei Austria könnte sich bei Kroatien-Meister Rijeka zwei Stunden vor dem Salzburg-Spiel etwas in der Tormannfrage tun: Osman Hadzikic ist wieder fit, stünde ebenso zur Verfügung wie Innenverteidiger Mohammed Khadiri und Flügelflitzer Ismael Tajouri, die zuletzt gefehlt hatten. Zwischen den Pfosten besteht aber nach den Leistungen von Patrick Pentz nicht unbedingt ein  Handlungsbedarf. Auch Routinier Heiko Westermann, letzten Samstag beim 2:2 gegen den LASK verletzt ausgeschieden, ist einsatzfähig. Egal mit wem, Austria müsste gewinnen, um noch im Rennen um Platz zwei zu bleiben. Zu erwarten ist dies nach dem Oktober-Tief aber nicht, nur zu erhoffen. Für Rijeka und den Ex-Austrianer Alex Gorgon war das 3:1 in Wien auch das so ziemlich einzige Highlight der letzten Wochen. Danach gab es im kroatischen Schlager bei  Dinamo Zagreb am 29. Geburtstag von Gorgon ein 1:3, womit der Titelverteidiger  sieben Punkte Rückstand auf den Tabellenführer aus der Hauptstadt hat, auch  hinter Osijek auf Rang drei liegt. Rijeka  überlebte noch nie die Gruppenphase, Austria gewann zwar daheim noch nie gegen eine kroatische Mannschaft, aber die etzten zwei Auswärtsspiele: Vor vier Jahren am Weg in die Champions League gegen Dinamo Zagreb  2:0, im August in Osijek 2:1.

Auch wenn in Rijeka nicht aller guten Dinge drei sein sollten, die Europa League wird sich finanziell auf jeden Fall ausgezahlt haben. Das zeigen die letzten zwei Austria-Bilanzen: In der Saison 2015/16 ohne Europacup ein Minus von 2,9 Millionen Euro, 2016/17 mit Gruppenphase der Europa League hingegen mit 32,1 Millionen die größte Einnahme der Vereinsgeschichte. 158.000 Euro blieben als Gewinn übrig, womit die Austria 1,4 Millionen Eigenkapital in der Kasse hat. AG-Vorstand Markus Kraetschmer: „In dynamischen Zeiten wie diesen keine Selbstverständlichkeit.“ Auch keine, dass Austria in der Trainerära von Thorsten Fink von neun Auswärtsspielen im Europacup nur eines verlor (2:3 bei Viktoria Pilsen im letzten Dezember), seit elf Monaten auswärts unbesiegt ist, Das Rujenica-Stadion in Rijeka ist mit 8000 Zuschauern ausverkauft. Gorgon: „Es wird eine hitzigere Atmosphäre als vor zwei Wochen im Happel-Stadion geben.“ Aus Asutria-Sicht auch hoffentlich ein hitzigeres Match!

 

 

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