Fußball

Die Entscheidung um Kalajdzic fällt erst nach der Weltmeisterschaft

Sky-Experte Marc Janko prophezeite nach dem 3:1 des LASK gegen Rapid , dass bereits am Sonntag, also noch vor der letzten Runde, das erste Double der Linzer seit 61 Jahren Tatsache sein wird. Fragte danach Sasa Kalajdzic, ob der LASK der einzige Klub war, der sich um ihn im letzten Sommer bemühte. Kalajdzic blieb die konkrete Antwort schuldig. Fakt ist, dass Rapids Sportchef Marks Katzer nicht darauf reagierte, als er über die Möglichkeit informiert wurde, Kalajdzic von Wolverhampton auszuleihen. Die Frage, ob Rapid nicht mit Kalajdzic jetzt vielleicht dort stehen würde , wo der LASK ist, nämlich knapp vor dem Meistertitel, statt nichts mehr mit dem Titelrennen zu tun zu haben, muss sich Katzer gefallen lassen. Er verhandelte lieber wochenlang über den Wechsel von Marko Arnautovic, der nicht zu Stande kam.

Den Wechsel von England nach Linz brachte der 28 jährige Kalajdzic ohne seine Beratungsagentur selbst über die Bühne. Er entschied sich dazu, weil er den Sportdirektor des LASK, Dino Buric, noch aus seiner Zeit bei der Admira kannte. Damals war Buric in der Akademie der Südstädter tätig, Kalajdzic gerade au dem Sprung in die erste Mannschaft. Ein Admira-Trainer hatte entscheidenden Einfluss darauf, dass die Karriere in die richtigen Bahnen kam: Im Nachwuchs war der Zweimeter-Riese ein defensiver Mittelfeldspieler. Ernst Baumeister hatte den richtigen Blick für die Fähigkeiten von Kalajdzic, „befahl“ den Wechsel ins Angriffszentrum. FürKalajdzic war dies ein Glücksfall.

Wie jetzt die Entscheidung für den LASK.  Über Wolverhampton, den Absteiger aus der Premier League, hätte er den Sprung in Österreichs WM-Kader sicher schwerer, wahrscheinlich sogar gar nicht geschafft.  In seiner aktuellen Form ist der Zweimeter-Riese  bei Ralf Rangnick wohl gesetzt. Für seine aktuell beeindruckende Form mit fünf Treffern und zwei Assists aus den letzten sechs Spielen, die auf nur zwei Assists in 15 Bundesligaeinsätzen folgten, machte Kalajdzic auch Didi Kühbauer verantwortlich. Den er als besten Trainer seineer Karriere bezeichnete: „Er weiß, was ich brauche!“ Nämlich jemanden, der ihn ein bisschen in den Hintern tritt, aber auch einen, der ihn versteht und auch wirklich auf seine Gesundheit achtet: „Er hat mir nichts geschenkt“, sagte Kalajdzic über Kühbauer. Den er für besser hält als Baumeister und den Deutschen Reiner Geyer in seiner Admira-Zeit, als den Deutsch-Amerikaner Pellegrino Matarazzo, unter dem er beim VfB Stuttgart groß herauskam, als den Spanier Julen Lopetegui, der ihn bei Wolverhampton trainierte, und Dino Toppmöller bei Eintracht Frankfurt.

Buric hatte bereits im Winter prophezeit, dass Kalajdzic für den LASK ein entscheidender Faktor wird. Jetzt weiß er, dass die Chancen, Kalajdzic über den Sommer hinaus beim LSK zu halten, gering sind: „Sasa ist in allen Belangen auch gehaltstechnisch, eine andere Liga. Er will sich auf höchstem Niveau beweisen!“ Die Entscheidung fällt erst nach der WM. Eine Topliga ist das erklärte Ziel von Kalajdzic.

 

Foto: LASK/Gepa.

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