Fußball

Die neue Hoffnung der Austria kommt von Marco Rose

Damit war nicht unbedingt zu rechnen, dass die Wiener Austria der erste Klub in der Bundesliga sein wird, der im neuen Jahr einen Neuzugang vermeldete. Trotz Finanznot gelang es, einen dänischen U 21-Teamspieler zu Violett zu holen: Der 20jährige Andras Poulsen, ein Linksverteidiger kam auf Leihbasis von Borussia Mönchengladbach  vorerst bis zum Sommer, wird Montag beim Trainingsstart schon dabei sein. Mönchengladbach hatte Poulsen im Sommer 2018 vom FC Midtjylland um 4,5 Millionen Euro verpflichtet. Eineinhalb Jahre später steht der Marktwert des Dänen nur mehr auf 1,5 Millionen Euro. Kein Wunder, weil er noch kein Spiel in deutschen Bundesliga bestritt, nur eines im Pokal. In der laufenden Saison sass er bei Salzburgs Ex-Meistertrainer Marco Rose dreimal auf der Bank, spielte viermal mit der zweiten Mannschaft in der Regionalliga West, war seit ende November mit einem Bänderriss im Sprunggelenk außer Gefecht.

Austrias neue Hoffnung zur Verstärkung der Abwehr kommt von Rose, bei dem er aufs seiner Position weder am Algerier Remy Bensebaini, den zweifachen Torschützen bei Gladbachs 2:1 gegen Bayern, noch am routinierten Schweden Oscar Wendt vorbeikam. Rose und Mönchengladbachs Sportchef Max Eberl waren aber daran interessiert, dass Poulsen Spielpraxis  auf einem höheren Niveau als in der deutschen Regionalliga erhält. Die Chancen bietet sich bei der  Austria. Den Transfer konnte daher Alex Bade, der von Sportvorstand Peter Stöger eingesetzte Koordinator, auf Grund seiner guten Kontakte in Deutschland problemlos fixieren und über die Bühne bringen. Option hat die Austria keine, also ist es offen, was mit dem Dänen im Juni passieren wird.  Da Wendt aber bereits 34 Jahre alt ist, hat Poulsen gute Chancen, dass ihn Rose zurückholt, falls er in Wien überzeugt. Zumal Rose aus eigener Erfahrung Österreichs Liga gut einschätzen kann.

Austrias überraschende Transferaktivität signalisiert auch, dass einiges getan wird, um bei je sieben Punkten Rückstand auf Hartberg und Sturm Graz in den letzten vier Runden des Grunddurchgangs die Mini-Chance auf Platz sechs, die Qualifikaton in der Meisterrunde, nützen zu können. Und dass weder Stöger noch Trainer Christian Ilzer im Herbst mit den Leistungen der Linksverteidiger Christoph Martschinko und Cener Cavlan, der erst im Sommer verpflichtet wurde, einverstanden waren. Mit Poulsen  treibt Stöger auch den Umbau und die  Verjüngung der Austria voran,  die in den letzten Runden mit Manprit Sakaria (23), Benedikt Pichler (22), Dominik Fitz (20) und Patrick Wimmer (18) bereits begann. „Poulsen erfüllt genau unser Anforderungsprofil, ist ein sehr hoffnungsvoller Spieler, passt mit seinen Qualitäten gut zu uns“, versicherte Stöger. Wer weiß,vielleicht hat er noch eine Überraschung im Talon.

Foto: FK Austria.

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