Fußball

Mocinic wird operiert! Rückkehr von Lukse zu Rapid hängt an Novota

Für die Linksfüsser im Rapid-Kader läuft die Vorbereitung bisher schlecht: Thomas Schrammel beim ersten Test verletzt, Max Wöber Dienstag im Training bei einem unglücklichen Zusammenprall mit Stephan Auer. Zwar nicht so arg wie  Schrammel, der am linken Knie operiert werden musste, aber mit lädiertem Wadenbeinkopf muss  der 18jährige drei Wochen lang eine Schiene tragen, fliegt  Sonntag nicht ins spanische Trainingslager Benidorm. Ebenso  wie Ivar Mocinic, bei dem sich Mittwoch vor dem 7:1 (4:1) im Test gegen Traiskirchen herausstellte, dass er so wie Schrammel mit eingerissenem  Meinskus bei Rapids Kniepezialist Benno Zsifko unter Messer muss. Womit der Kampf um die 25 Plätze für das Spanien-Camp etwas entschärft ist. Es gibt 27 Kandidaten. Noch offen bleibt, wer der dritte  Torhüter zu Richard Strebinger und Tobias Knoflach sein wird. Trainer Damir Canadi  eröffnete Jan Novota bereits im Herbst, dass er im Frühjahr auf Grund von zu viel Ausländern trotz Vertrag bis 2019 keine Perspektiven hat. Darum hält sich die Überraschung in Grenzen, dass jetzt  Sportchef Fredy Bickel Novota bat, auf Klubsuche zu gehen.Wird aber für einen 33jährigen, der im Herbst wenig spielte, nicht leicht. Die Nachfrage für den sympathischen Slowaken im Jänner wird daher nicht groß sein. Und wenn er keinen Abnehmer findet, dann wird es nichts mit der Rückkehr von Andreas Lukse zu Rapid, dann wird der Teamtorhüter die Ausstiegsklausel in Altach beim Winterkönig nicht ziehen.

Bickel ist bemüht, die  Zahl der neun Legionäre zu reduzieren. Gelang noch nicht. Darum  kommt es schon überraschend, dass  ein Amerikaner zum Probetraining auftauchte. Den Canadi  aus Altach-Zeiten kennt. Joshua Gatt, jetzt 25, absolvierte bei Altach 2010/11 in der ersten Liga  15 Spiele, erzielte vier Tore, wechselte dann nach Norwegen zu Molde. Als Wunschspieler des prominenten Trainers beim Meister, des  Manchester United-Siegestorschützen im Champions League Finale 1999 gegen Bayern in Barcelona,  Ole Gunnar Solskjaer. In Norwegen holte  Gatt aber das Verletzungspech ein: Nur 60 Spiele mit acht Toren in der Eliteserien, aber drei Kreuzbandrisse, Vertrag jetzt nicht verlängert. Gatt spielte auch zweimal im amerikanischen Team, debütierte im November 2012 gegen Russland in Krasnodar. Andi Herzog, damals Assistent von Teamchef Jürgen Klinsmann, kann sich an ihn erinnern: „Ein interessanter, lustiger Typ. Ein pfeilschneller, dynamischer Flügel, der auch Außenverteidiger spielen kann.“ Gatt zählt zu den Klienten von Manager Mario Weger. Wie die Schalke-Legionäre Burgstaller und Schöpf, wie Lukse, wie Nürnberg-Abwehrchef Margreitter, wie von Altach Kapitän Netzer und Jäger, wie Canadi.

Möglich, dass Gatt doch ein ernstes Thema wird. In Nürnberg trainierte er zur Probe, wurde  aber nicht genommen. Da gab es Bedenken wegen  Gatts Verletzungsserie. Wird interessant. Denn Bickel will zuerst die Zahl der Legionäre reduzieren, ehe er einen neuen holt. Ist in der derzeitigen Lage Rapids auch durchaus verständlich und die richtige Entscheidung. Aber gegen Traiskirchen spielte  Gatt 77 Minuten, weil Jelic bereits  nach 13 mit Achillessehnenbeschwerden vom Platz ging. Der Amerikaner erzielte knapp vor der Pausse das 4:1. Was noch auffiel: Joelinton, der Schütze des 1:0, begann erneut als „Sechser“ im Mittelfeld. Canadi plant offenbar vieles umzudrehen. Wenn bei Jelic  Donnerstag bei der Magnetresonanz eine gröbere Verletzung festgestellt wird, fehlt  möglicherweise auch er im Trainingslager, sieht die Lage um Gatt wieder anders aus.

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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