Fußball

Diesmal war der Tormann Ruttensteiners tragische Figur! Hat Shakehands der Teamchefs Folgen?

Donnerstag beim Scheitern im Elfmeterschießen des Play-offs um ein EM-Ticket gegen Schottland in  Glasgow war Israels Rekordtorschütze Eran Zahavi die tragische Figur, weil er Israels ersten Penalty vergab. Drei Tage später traf Zahavi wieder. Dennoch verlor Israel gegen Tschechien in der Nations League mit 1:2 (0:1). Weil es wieder eine tragische Figur in der Mannschaft von Teamchef Willi Ruttensteiner gab. Diesmal den 31 jährigen Tormann Ofir Marciano, Legionär bei Hibernians Edinburgh. Im Hampden-Park hatte er beim ersten schottischen Elfmeter von Liverpools Verteidiger Andrew Robertson die Hand am Ball, der dennoch über die Linie rutschte. In Haifa brachte er mit einem Slapstick-Tor Israel nach 14 Minuten auf die Verliererstraße. Nicht nur für Ruttensteiner war das ein Tiefschlag, auch für einen anderen Oberösterreicher: Klaus Lindenberger, seit zwei Jahren für die Torhüter bei Israels Team zuständig.

Es war ein harmloser Rückpass von Verteidiger Joel Abu Hanna, Legionär in der Ukraine bei Zorya Lugansk, zu Marciano, der für das 0:1 sorgte. Marciano ließ den Ball unter seinem rechten Fuß über die Linie rutschen, weil er unkonzentriert war, schon daran dachte, zu wem er den Ball spielen wollte. Diese Begründung fand Österreichs Ex-Teamkeeper Helge Payer im ORF-Studio am Wiener Küniglberg. Auch aus eigener Erfahrung, wie er gestand. Unfassbar, dass so etwa auf diesem Niveau passiert. Davon erholte sich Israel bis zu Zahavis Anschusstor nicht. Mit der letzten Aktion hätte Ex-China-Legionär Dia Saba, jetzt bei Al Nasr in Dubai der erste Israeli in einer arabischen Profiliga, fast für den Ausgleich gesorgt. Dabei schienen die Chancen auf Ruttensteiners ersten Sieg mit Israel in der Nations League durch die Corona-Probleme bei Tschechien groß zu sein. Einige Spieler fielen nach positiven Tests aus, in der Mannschaft standen aber dennoch sechs Legionäre von Sevilla, West Ham, Burnley, Spartak Moskau und Hertha BSC Berlin. Montag hatte Teamchef Jaroslaw Silhavy auch einen positiven Corona-Test, aber keine Symptome. In den TV-Bildern aus Haifa war das Shakehands zwischen Silhavy und Ruttensteiner ohne Sicherheitsabstand nach Spielschluss klar zu sehen. Eine unangenehme Situation für Ruttensteiner: Hat der Kontakt für ihn Folgen? Mittwoch geht es für Israel vor den Toren Wiens in Trnava gegen die Slowakei weiter.

„Ein Sieg in Glasgow hätte uns einen Schritt nach vorne gebracht. Dort lieferten wir einen großen Kampf, waren weder besser noch schlechter als die Schotten. Ein Unglück, das es so endete“, meinte Ruttensteiner. Trotz des zweiten Lockdowns in Israel hätten beide Niederlagen nicht sein müssen. Schon vor dem Spiel in Glasgow spekulierten Israels Medien, dass Ruttensteiners Zeit in Israel mit dem letzten Spiel der Nations League im November vorbei sein wird. Als Teamchef waren nach dem Rückzug von Andi Herzog nie mehr als die  sieben Spiele im Herbst geplant. Als Sportchef wäre der Vertrag bis 2022 gelaufen. Aber auch da sieht´s nach Trennung aus. Weil durch die Corona-Folgen Projekte, die schon beschlossen waren, nicht mehr umgesetzt werden können.

Foto: UEFA.com.

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