Fußball

Diskussionen um Ilzer wegen Bierspende an die Fans

Nach keiner der bisher sieben Niederlagen ließ Austrias Chefetage bisher eine Diskussion um Trainer Christian Ilzer zu. Auch nicht nach dem peinlichen Cup-k.o. in Wattens. Wenn die intern geführt wurde, dann ließ man nichts nach außen dringen. Sport-Vorstand Peter Stöger stand wie eine Mauer vor Ilzer. Offiziell ist dies derzeit genauso. Aber jetzt wird ausgerechnet nach einem Sieg, nach dem erzitterten 2:1 gegen Mattersburg intern mehr über den Steirer diskutiert als vorher. Das hat weniger mit der Vorstellung seiner Mannschaft zu tun,sondern wegen einer anderer Tat Ilzers von der man hörte und auch in einigen Medien lesen konnte:  Einer Bierspende an die Fans auf der Osttribüne der Generali-Arena zwecks erster Annäherung.  Genau an jene Fans, die vor dem Match ankündigten, die Mannschaft zu unterstützen, aber dies dann kaum taten. Sonden viel mehr, vielleicht durch Ilzers  Bierspende in die richtige Stimmung gebracht, neun Transparente gegen den Vorstand in die Höhe hielten (siehe Bild oben), sozusagen auf die Barrikaden gingen. Da kann man verstehen, dass dies in den violetten Führungsgremien nicht sehr gut ankam. Meinungsfreiheit in alle Ehren. Aber darf ein Trainer eigentlich die Fans -wenn auch nur mit einer Bierspende – unterstützen, die den Vorstand weghaben wollen?

Darüber wird seit Sonntag bei Austria debattiert. Zudem recherchiert, was es mit der Bierspende so wirklich an sich hart, wie es dazu kam. Denn man könnte ja auch Absprachen dahinter vermuten, dass sich Ilzer selbst mit der kleinen Gefälligkeit  aus der  Schusslinie ziehen wolle, um den ganzen Ärger  auf den Vorstand zu konzentrieren.  Was man sich ehrlich gesagt nicht vorstellen kann, dass hinter der Bierspende diese „Strategie“ stecken sollte. Die wäre auch sehr problematisch. Bisher sah sich Ilzer gefordert, Verantwortung zu tragen und der  Erste zu sein, der wieder aufsteht. Aber wenn sich das so äußert? Das ist jedenfalls ein violettes Thema. Weil sich die Situation in den nächsten Wochen nicht viel ändern wird: „Den Mäzen, der dir schnell einmal einige Millionen gibt und sagt, macht weiter, wird es in der jetziger Phase nicht geben“, meinte AG-Vorstand  Markus Kraetschmer in realistischer Einschätzung der Lage am letzten Sonntag bei „Sky“.

Es wird sich auch trotz der laufenden internen Diskussionen um eine Bierspende, den Kontakt zwischen Ilzer und den verärgerten Fans nicht entscheidendes ändern. Also weiter keine Trainerdiskussion. Die kann schon aus finanziellen Gründen kein Thema werden: Die Austria kann es sich derzeit nicht leisten, einen Trainer zu beurlauben und ihn bis Vertragsende auszubezahlen. Bei Ilzer wäre dies der 30. Juni 2022.

 

 

 

Foto: © FOTObyHOFER/Christian Hofer.

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