Fußball

Dragovic, Schlager, Janko und einige andere Möglichkeiten

Eine Chance für die sogenannte zweite Garnitur, sich zu beweisen -so sehen viele den Test Österreichs am Dienstag Abend in der Eishockeystadt Herning gegen Dänemark.  Eine Chance, sich für das November-Finale in der  Nations League gegen Bosnien und in Nordirland zu empfehlen. Für das Teamchef Franco Foda vermutlich auf Stefan Lainer, David Alaba, Julian Baumgartlinger, Florian Grillitsch, Marko Arnautovic und Michael Gregoritsch, die derzeit verletzt sind oder geschont werden,  wieder zur Verfügung stehen. Also muss gegen ein Team, das bei der Weltmeisterschaft im Achtelfinale gegen Kroatien im Elferschießen ausgeschieden war,  zuvor nicht verlor, ein Match  schon eine starke Vorstellung her, um sich für die entscheidenden Partien zu empfehlen. Locker vom Hocker wird nicht gehen.

Einige, die zum Zug kommen werden, fühlen sich ohnehin nicht als zweite Garnitur. Allen voran  Aleksandar Dragovic. Sein Ehrgeiz verträgt sich nicht mit der Reservistenrolle, die er bei Foda schon mehrmals hatte. Sonntag machte er daraus kein Hehl, dass er mit der Einschätzung des Teamchefs, über die Innenverteidiger, die bis auf Martin Hinteregger bei ihren Klubs nicht immer zum Zug kommen, nicht teilt: „Ich hab bei Leverkusen in sieben von zehn Partien gespielt, bin im Rhythmus und voll im Saft, habe gute  Leistungen gezeigt.“ Möglich, dass Foda, dessen Entscheidungen Dragovic respektiert, in Dänemark wieder drei Innenverteidiger aufbietet, damit auch Sebastian Prödl nochmals  Spielpraxis gibt. Dann könnte Valentino Lazaro die Rolle spielen, in der er bei Hertha BSC Berlin überzeugte: Als vorgeschobener rechter Verteidiger. Die Alternative dazu wäre Alessandro Schöpf, der beim deutschen Vizemeister diese Rolle sowohl auf der rechten  als auch auf der linken Seite übernahm. Sicher ein Thema im zentralen Mittelfeld ist Xaver Schlager. Sonst hätte Foda dem Salzburger seine Bitte, in St.Pölten mit der U 21 gegen Russland um das Play-off-Ticket in der EM-Qualifikation spielen zu dürfen, erfüllt. Also kann man davon ausgehen, dass der Youngster in Herning zum Einsatz kommen wird.

Kandidaten für Offensivrollen: Florian Kainz am Flügel, Louis Schaub sowohl am Flügel als auch im Zentrum.  Und Marc Janko (Bild oben) an vorderster Front. Es wäre fast eine Überraschung, sollte der 35jährige nach einem Jahr Pause nicht sein Comeback feiern. Freitag verhinderte nur das Goldtor von Arnautovic die Einwechslung, für die er schon bereits stand. Foda registrierte sicher die positive Ausstrahlung Jankos bei der Rückkehr. Zudem könnte er auch in Belfast gegen Nordiren einen Stürmertyp wie ihn brauchen. Daher spricht vieles für Jankos 67. Länderspiel in Dänemark.

Die Dänen machte nach der Weltmeisterschaft vorerst nur negative Schlagzeilen: Ein Streit der Legionärstruppe mit dem Verband um individuelle Sponsorenverträge. Deshalb boykottierte die Mannschaft im September das Testspiel in der Slowakei. Noch rechtzeitig vor dem Start in die Nations League, in der Dänemark wie Österreich in der Liga B spielt,  gab es den Kompromiss. Nach dem 2:0 über Wales und dem 0:0 am Samstag in Dublin gegen Irland sind die Dänen Tabellenführer. Auch gegen Österreich wird der verletzte Tottenham-Star Christian Eriksen fehlen, wobei einiges an Kreativität fehlt. In Dublin begannen elf Legionäre: Aus Englands Premier League Tormann Kaspar Schmeichel (Leicester) und  Innenverteidiger Mathias Jörgensen (Huddersfield), aus der Championship Verteidiger Henrik Dalsgaard (Brentford) und Martin Braithwaite (Middlesbrough) , aus der deutschen Bundesliga Leipzig-Stürmer Yussuf Poulsen und Dortmunds Mittelfeldspieler Thomas Delaney, der gegen Österreich nicht dabei sein wird, aus Holland´von Ajax Amsterdam Mittelfeldspieler Lasse Schöne und Stürmer Kaspar Dolberg, aus Spanien der routinierte Kapitän Simon Kjaer im Abwehrzentrum, der vor Sevilla auch in der Türkei (Fenerbahce), in Frankreich (Lille), Deutschland (Wolfsburg) und Italien (Roma) gespielt hatte , sowie Flügel Pione Sisto von Celta da Vigo, aus Italien von Udinese der frühere Austria-Verteidiger Jens Stryger-Larsen. Zum Aufgebot von Teamchef Age Hareide gehören noch zehn Legionäre und Ex-Salzburg-Verteidiger Peter Ankersen, der jetzt beim FC Kopenhagen engagiert ist. Hareide war schon zweimal Salzburg-Schreck: Der 65jährige Norweger eliminierte als Malmö-Trainer 2014 und 2015 Österreichs Meister in der Qualifikation zur Champions Lague.

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