Fußball

Drei, vier Neue: Foda legte sich wegen Alaba mit Medienpartner an

Ein Teamchef stellt sich vor seine Spieler, außer sie lassen ihn im Stich. Das gehört sich einfach so. Da tat Franco Foda Samstag Mittag nichts Außergewöhnliches. Bemerkenswert war es aber doch, dass er sich wegen David Alaba mit der größten Zeitung des Landes, die noch dazu Medienpartner des ÖFB ist, anlegte. Ebenso bemerkenswert, wie der den Kapitän als  Aushängeschild der Nationalmannschaft als Arbeitsverweigerer, ein Nichts und peinlich abqualifizierte und zerzauste. Da sah sich Foda genötigt, zu antworten, was durchaus nachvollziehbar war.  Man habe nichts gegen sachliche und fachlich fundierte Kritik. Mit der müsse man leben und sich auseinandersetzen.  Aber er könne nicht akzeptieren, wenn es ins Persönliche geht. Das war jedenfalls viel, viel  sachlicher als die Attacke auf Teamkapitän Alaba.

Fodas Antwort könnte auch zu seiner Feststellung passen, man habe klare Ideen, die man durchziehe. Zu denen gehört, gegen die Färöer Sonntag Abend zu rotieren, drei, vier Neue zu bringen, auch um die Spieler, die in der Vergangenheit fast regelmäßig englische Wochen bestreiten mussten, etwas zu schonen. Auch mit Blickpunkt auf das Duell gegen Dänemark am Mittwoch. Alaba zählt wie RB Leipzig-Kapitän Marcel Sabitzer zu den Spielern, die mit ihrem Klub noch auf zwei Hochzeiten tanzen. Bei Sabitzer waren es bis vor kurzem noch drei, ebenso bei Stefan Lainer. Sabitzer pausierte wegen seiner Knöchelverletzung in Glasgow. Sollte Alaba Sonntag fehlen, kann man darüber streiten, ob das nach Fodas verbaler Offensive für ihn das richtige Zeichen wäre. Weil er der Kapitän ist. Wenn auch nur in Vertretung des verletzten Julian Baumgartlinger.

Drei, vier Umstellungen – wer bietet sich da an? Das Team braucht mehr Kreativspieler als Donnerstag im Hampden-Park, die sich in eins zu eins-Situationen behaupten können. Wenn eine Viererabwehr mit Salzburg-Kapitän Andreas Ulmer als Linksverteidiger, der durchaus Akzente in der Offensive setzen kann, beginnt, dann wäre Alaba für eine zentrale Position frei. Egal ob in der Abwehr oder im zentralen Mittelfeld. Die Abwehr ist deshalb ein Thema, weil Philipp Lienhart Mittwoch wegen der Quarantänebestimmungen in Freiburg nicht mehr zur Verfügung steht und ein Linksfuß im Zentrum für die Spieleröffnung nicht schlecht wäre. Im Mittelfeld würde sich die Glasgow-Rolle von Florian Grillitsch für Alaba anbieten. Weitere Spieler, die zu überlegen sind: Sicher Sabitzer, wenn er fit ist. Auf Valentino Lazaro, von dem „BIld“ Samstag behauptete, dass ihm das Aus bei Mönchengladbach droht, trifft ähnliches zu. Louis Schaub wäre ein Spieler für die „eins gegen eins“- Duelle. Karim Onisiwo als Partner für Sasa Kalajdzic an vorderster Front ist eine Überlegung wert. Aber egal, wen Foda bringt: Es wird eine Mannschaft sein, die Färöer besiegen und drei Punkte holen muss.

Foto: UEFA.

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