Fußball

Ein Burgenländer macht Burgstaller für Schalkes Revierderby fit

Das „Reif für die Insel!, frei nach dem Hit von Peter Cornelius, gilt aktuell für Ralph Hasenhüttl als Kompliment. Reif, der erste österreichische Trainer in der Premier League zu sein. Einen Vertrag bis 2021 wird der 51jährige Grazer beim Abstiegskandidaten Southampton, der den Beinamen „Saints“ hat, unterschreiben. Heilig gesprochen wird Hasenhüttl deshalb nicht, aber die englischen Medien nennen ihn bereits St.Ralph. Der es sich mit dem Sprung nach England sicher auch finanziell verbessert hat, den lukrativsten  Vertrag seiner Karriere bekommt.

Ein österreichischer Trainer stieg auch in der deutschen Bundesliga wieder ein, wenn auch „nur“ in Sachen Fitness und daher mit  viel weniger Schlagzeilen. Klaus Luisser (Bild oben), 41jähriger Burgenländer aus Güssing, begann Montag seine Tätigkeit bei Schalke 04. Damit wartet auch die Champions League. Das ist bereits seine dritte Station in der deutschen Bundesliga nach Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt. Auch in Österreich hatte Luisser, dessen Bruder Co-Trainer bei Altach ist, seine Erfolge: Er gehörte 2013 zum Trainerteam von Pasching, als der Regionalligaklub sensationell Cupsieger wurde, war ein Jahr später bei Roger Schmidt, als Red Bull Salzburg das  Double gewann. Vor Pasching arbeitete er für die Red Bull Juniors. Auch unter Niko Kovac. Der war von Luissers Fitnesstraining so überzeugt, dass er ihn 2016 zu Eintracht Frankfurt holte. Im Mai jubelte Luisser mit Kovac über Frankfurts sensationellen Sieg im Berliner Cupfinale gegen Bayern. Nach München  nahm ihn Kovac dann nicht mit.

Aus der Zeit  bei den Juniors  vor Kovac stammt ein Krach mit Kovac-Vorgänger Adi Hütter, der offenbar noch bis heute wirkt.  Seither passt die Chemie nicht. Als Hütter bei Salzburg auf Schmidt folge, war es für Luisser vorbei. Ebenso bei Frankfurt im Juni, als Hütter nach Kovac kam. Nach fünf Monaten Pause stieg er bei Schalke ein. Wenige Tage vor einem der wichtigsten Spiele der Saison, wenn nicht dem wichtigsten: Dem Revierderby gegen Borussia Dortmund. Zumal die Borussia Tabellenführer ist. Unter deren Trainer, dem Schweizer Lucien Favre, arbeitete Luisser bei Mönchengladbach.

Einer der ersten „Patienten“ Luissers in Sachen Fitness bei Schalke ist Landsmann Guido Burgstaller. Der letzten Samstag beim 1:1 in Hoffenheim trotz Problemen mit Adduktoren und Achillessehne durchgespielt hatte. An Training war beim Kärntner bisher nicht zu denken, er sass nur am Fahrrad. Aber Schalke braucht Burgstaller am Samstag. Der erste Fall für Luisser in Gelsenkirchen.

Foto: Eintracht Frankfurt Media.

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